Der richtige Führungsstil für dein Startup

Man kennt es. Zu Beginn jeder Gründung oder Gründungsidee muss es Menschen geben die diese umsetzen und umsetzen können. Von Xing, Arbeitsämtern oder doch dem Bekanntenkreis: Auf der Suche nach den richtigen Mitstreitern entstehen auf verschiedenste Arten und Wege Mitarbeiter Konstellationen an die man erst gar nicht gedacht hätte.
Auf einen frischgebackenen Gründer kommen dann plötzlich Themen zu, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die aber dennoch sehr wichtig für den Erfolg der Unternehmung sein können.
In der letzten Global Workforce Study (2014) der Towers Watson Unternehmensberatung wurden über 32000 Arbeitnehmer befragt, welche Faktoren für eine Personalbindung sprechen würden. 72% der befragten gaben an, dass eine effektive Führung für Sie ausschlaggebend sei. Mit anderen Worten ist es der richtige Führungsstil, welcher die Personalsituation in einem Unternehmen und natürlich auch bei Startups, stark beeinflusst.

Generell herrscht zu diesem Thema eine grundlegende Unterscheidung: Der direkte und der indirekte Führungsstil.

Der direkte Führungsstil ist gekennzeichnet von einer zunehmend autokratischen Position von der aus delegiert und kontrolliert wird.
Der indirekte Führungsstil auf der anderen Seite ist geprägt von Kommunikation, Belehrung und Unternehmenskultur.

Beide Ansätze verdienen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und keines dieser Führungsstile sollte komplett ignoriert werden. Ohne direkte Führung, also konkrete Aufgabenzuordnung geht eine Planung oder ein Projekt nicht auf. Jedoch sollte man niemals den indirekten Weg der Mitarbeiterzufriedenheit und Kommunikationspolitik in einem Unternehmen unterschätzen! Einerseits ist der indirekte Stil ein sinnvolles Werkzeug, um Visionen und Ziele als übergeordnete erstrebenswerte Zustände zu kommunizieren. Dies unterstützt Handlungs- und Ideenfreiheit der Mitarbeiter, welches in der Regel in entspannterer Arbeitsatmosphäre mündet. Andererseits ist der direkte Stil hilfreich Unternehmensziele umzusetzen, Verantwortlichkeiten zu verteilen und Kontrolle in die Tätigkeiten zu bringen.

Wie so oft gilt hier: Die richtige Mischung ist der Trick. Jedoch gilt nun zu entscheiden: Welche Mischung macht für mich und mein Startup am meisten Sinn?

Hier lohnt sich ein kleiner Blick in die akademische Forschung zu dem Thema von Tannenbaum und Schmidt:

Führungsstil

Was zunächst kompliziert ausschaut ist im Grunde recht simpel. Tannenbaum und Schmidt definierten Führungsstile mit Hilfe einer Dimension: Dem Entscheidungsspielraum. Je mehr Entscheidungsspielraum der Vorgesetzte/Chef hat, desto weniger haben die Mitarbeiter und vice versa.

Das bedeutet:
Im autoritären Bereich entscheidet der Chef. Im kooperativen Bereich können Mitarbeiter mitdiskutieren und Meinungen äußern, die Entscheidung liegt letzten Endes immer noch beim Chef. Im demokratischen Bereich entscheidet die Gruppe und der Chef fungiert nur noch als Koordinator.

David Herzmann
David Herzmann

Wo man sich nun selbst einordnet und was am meisten Sinn macht muss nun jedes Unternehmen und Startup für sich selbst sehen.Welche Aufgaben gilt es zu nun konkret zu bewältigen und mit welcher Herangehensweise erreiche ich den optimalen Output?
Dies hängt vor allem an den Anforderungen der Firma und der Unternehmer selbst ab und wie man damit umgeht und zu guter Letzt natürlich auch von den eigenen Präferenzen.

Für weitere eigene Recherche: Die Darstellung hier ist vereinfacht und nicht so dezidiert wie im Original. Zum nachlesen der Buchtitel:
Management: Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive, Staehle (1999)

Über den Autor
David Herzmann ist Mitgründer der KI-unterstützten B2B Handelsplattform Kaufsafari, auf der StartUps und junge Unternehmer passende Händler und Vertriebspartner für ihre innovativen Produkte finden. Er ist studiert in der Betriebswirtschaft und mit internationaler Erfahrung der Ansprechpartner für Marketing und Personalfragen des Unternehmens.

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