Legt einfach los mit eurer Idee und genießt die Reise.

depondo Online Plattform, auf der Nutzer miteinander verbindlich Termine vereinbaren

Stellen Sie sich und depondo kurz unseren Lesern vor!

Hallo! Wir sind Uwe (37, Produktentwicklung & Management) und Samuel (30, Softwareentwicklung & Architektur), die Gründer von depondo aus München.

depondo ist eine Online Plattform, auf der die Nutzer miteinander verbindlich Termine vereinbaren. Verbindlichkeit entsteht dadurch, dass diese Termine durch einen Geldwert abgesichert sind. Das bedeutet: Wenn einer der Teilnehmer den Termin nicht einhält oder rechtzeitig absagt, ziehen wir von dessen Kreditkarte den vereinbarten Absicherungswert ein. Anschließend zahlen wir die Entschädigung an den sitzengelassenen Teilnehmer aus.

Aber: In nahezu 100% der Fälle halten beide Teilnehmer durch die bloße Absicherung den Termin auch ein, oder sie sagen ihn rechtzeitig ab. depondo ist für uns deshalb eine revolutionäre Art, Termine sicher und zuverlässig abzuwickeln.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Alles fing damit an, dass Familie, Freunde und auch wir selbst Sachen auf eBay Kleinanzeigen verkaufen wollten. Das lief dann häufig ungefähr so ab: man inseriert die Objekte, man findet einen Interessenten, man macht einen Termin aus, man ist pünktlich zuhause, … und dann wartet man und wartet man – und es kommt doch keiner.

Unzuverlässigkeit ist frustrierend. So frustrierend, dass wir dagegen etwas tun wollen. Wir haben dann angefangen zu recherchieren. Das Netz ist voller negativer Erfahrungen auf Kleinanzeigen Portalen. Oft leidet die Reputation der Marktplätze selbst darunter.

Recht schnell sind wir auf die Idee der beidseitigen geldlichen Terminabsicherung gekommen: Ein “Deponat”, das von beiden als Sicherheit hinterlegt wird – daher auch der Name depondo.

Seitdem sind wir Feuer und Flamme. depondo als Startup zu gründen lag für uns sofort auf der Hand. Zumal das eigene Startup unser beider großer Traum ist. Geholfen hat uns, dass wir bereits viel Erfahrung aus anderen Startups mitbringen. Als geübte Produkt- und Softwareentwickler konnten wir dann recht schnell trotz geringer Mittel eine Lösung entwickeln.

Welche Vision steckt hinter depondo?

Die Menschheit ist immer vernetzter. Dies macht sich in unserem Alltag bemerkbar. Wir führen immer mehr wirtschaftliche Geschäfte Online durch, die dann zu echten Treffen mit uns unbekannten und fremden Menschen führen. Nicht immer läuft dies unproblematisch ab.

Mit depondo helfen wir unseren Kunden, mit Fremden sicherer und zuverlässiger zu handeln. Wir bringen Menschen zusammen, die vertrauensvoll miteinander umgehen, obwohl sie sich nicht kennen. depondo als digitales Produkt soll dem besseren Umgang der Menschen miteinander dienen.

Diesen Anspruch erheben wir auch für unsere Unternehmenswerte und unsere Geschäftsethik. Unser Produkt soll in erster Linie einfach zu bedienen sein. Kommt es zu einem Streitfall, wollen wir fair miteinander umgehen. Wir haben hohe Ansprüche an uns selbst. Denn unser Ziel ist es, weltweit die erste und führende Plattform für Terminabsicherungen aller Art zu werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wenig verfügbare Zeit – das war vor allem in der Anfangsphase eine sehr große Herausforderung. Wir haben depondo als Nebenprojekt aufgebaut. Bis wir den Proof of Concept vorliegen hatten, mussten wir Geduld bewahren. Außerdem hat es gedauert, bis wir das passende Business Modell gefunden haben. 

Hier wurden wir vom Startup Netzwerk BayStartup in München, mit Coaching von unserem Advisor unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar. Da wir uns bis jetzt aus eigenen Mitteln finanziert haben, freuen wir uns auch über die Unterstützung durch die Firma Friendsfactory. Diese hilft uns mit ihrem flexiblen und Startup Friendly Workspaces aus. Insgesamt konnten wir durch gute Vernetzung mit Freunden und Fachleuten am Startup Standort München schon ziemlich viel erreichen, ohne groß Mittel in die Hand nehmen zu müssen.

Wer ist die Zielgruppe von depondo?

Unser erster Fokus liegt auf Kleinanzeigen Marktplätzen wie: eBay Kleinanzeigen, Quoka, shpock, Facebook Marketplace und alle weiteren Kleinanzeigen Portale. Hieran wollen wir unser B2C-Geschäftsmodell beweisen.

Als weitere denkbare Use Cases haben sich bereits aus dem ersten Nutzerfeedback ergeben: Immobilienbesichtigungen, Fahrzeugbesichtigungen, Tischreservierungen, Seminare, Meetups, Gigs einer Band, Tattoo-Termine, Termine mit Handwerkern und Freiberuflern und viele, viele mehr. 

Insgesamt sehen wir ein sehr hohes Potenzial an Skalierbarkeit. Wir arbeiten bereits seit Beginn von depondo parallel an einer Partner API. Wir wollen eine White-Label Lösung anbieten. Damit können wir zukünftig im B2B-Bereich viele verschiedene Branchen und Märkte bedienen, auch über Landesgrenzen hinweg. Wir möchten mit unserer Integrationsstrategie genau zu dem Zeitpunkt und auf der Plattform zur Stelle sein, wo der Nutzer gerade eine Terminabsicherung benötigt.

Wie funktioniert depondo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ein Beispiel aus unserem Kleinanzeigen-Geschäftsfeld: Nehmen wir an, du verkaufst deine Kommode auf einem Kleinanzeigen Marktplatz. Es meldet sich ein Interessent bei dir. Ihre chattet miteinander und kommt an den Punkt, einen Besichtigungstermin auszumachen. Hier kommt depondo ins Spiel. Damit ihr euch beide aufeinander verlassen könnt, erstellt einer von euch einen depondo Termin. Der Terminersteller sendet einfach den depondo Termin-Link dem anderen Teilnehmer zu. Dieser muss nur noch den Termin und die Konditionen bestätigen. Fertig! Ihr seid beide abgesichert.

Laut unseren Recherchen gibt es keine vergleichbare Lösung. Es gibt bereits sehr viele Terminverwaltungs- und Buchungs-Plattformen. Wir unterscheiden uns von diesen dadurch, dass wir uns ganz klar auf Terminabsicherung konzentrieren. Statt mit den bestehenden Anbietern zu konkurrieren, möchten wir vielmehr durch diese als zusätzlicher Service eingebunden werden. Wir sehen unsere Technologie als Vorteil für all diese bestehenden Plattformen an. Deren Kunden profitieren durch die immens gesteigerte Terminzuverlässigkeit (nahezu 100% Termineinhaltung), werden zufriedener und binden sich somit langfristig an die Unternehmen.

Wie ist das Feedback?

Wir haben bereits in unserem ersten Friends-and-Family Test sehr positives Feedback erhalten. Unsere Erfahrung ist, dass ehrliche und seriöse Menschen ohne Weiteres bereit sind, sich terminlich gegenseitig abzusichern.

In der jetzigen Phase testen wir auf verschiedenen Wegen und Kanälen, potenziellen Nutzern unsere doch sehr neuartige Idee zu erklären. Da es keine vergleichbare Lösung auf dem Markt gibt, wird für den Nutzer depondo erst dann zu einer realistischen Option, wenn er sich mit dem Konzept einer Terminabsicherung angefreundet hat.

depondo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Erstmal lernen wir an unseren zwei Kern-Use-Cases: Kleinanzeigen und danach Business-Termine aller Art. Damit wollen wir unser Geschäftsmodel unter Beweis stellen. Das große Ziel ist es, unsere Partnerschnittstelle mit der White-Label Integrationsstrategie umzusetzen. Mit dieser möchten wir zusätzlich auch international in alle erfolgreich erprobten Geschäftsbereiche expandieren und wachsen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Formt ein Gründerteam, das sich fachlich ergänzt und menschlich gut miteinander kann! Das ist die Grundlage von allem.
Fragt den Nutzer! Lernt aus dem Feedback und bringt es in eure Lösung ein.
Legt einfach los mit eurer Idee und genießt die Reise.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Uwe Lätsch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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