Montag, April 19, 2021

Drahtseilakt Denialismus

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Drei Kommunikations-Tipps für Ihr Unternehmen

Im Jahre 2017 wurde der Formulierung „alternative Fakten“ die zweifelhafte Ehre zuteil, in Deutschland und Österreich zum Unwort des Jahres gewählt zu werden. Geprägt von der damaligen US-Politberaterin Kellyanne Conway steht sie für ein Phänomen, das in Zeiten von Corona oder Klimafrage immer häufiger zu beobachten ist: Menschen leugnen wissenschaftlich erarbeitete Angaben zugunsten einer eigenen Version der Wahrheit. Kommunikationsexperte Ruben Schäfer erklärt, wie Unternehmen mit diesem Phänomen umgehen sollten.

Für den sogenannten Denialismus hat sich im deutschen Sprachgebrauch bislang kein komplett eigener Begriff etabliert. Nichtsdestotrotz können komplette Branchen auch hierzulande allzu schnell mit der unbequemen Erscheinung in Berührung kommen. Betroffene Unternehmen sehen sich dabei unterschiedlichen und teils widersprüchlichen Erwartungen ihrer Stakeholder ausgesetzt:

Die von einer Seite eingeforderte „klare Kante“ zu einem Thema geht auf der anderen Seite unter Umständen mit einem Imageverlust einher. Nachfolgend erklärt Kommunikationsexperte Ruben Schäfer Ihnen, wie Sie den Drahtseilakt Denialismus möglichst souverän bewältigen.

Ruhe bewahren

Das Internet ist voller Plattformen, auf denen haltlose Behauptungen verbreitet werden. Zum Glück lassen sich viele von ihnen halbwegs mühelos ignorieren – wird Ihre Branche oder vielleicht sogar ganz konkret Ihr Unternehmen in Verruf gebracht, ist der Reiz der unmittelbaren Reaktion jedoch enorm. Widerstehen Sie ihm unbedingt.Wenn Sie aus der Aufregung heraus zum Gegenangriff ausholen, handeln Sie höchstwahrscheinlich emotional, unüberlegt und undifferenziert. Dadurch machen Sie sich angreifbar und lenken unerwünschte Aufmerksamkeit auf den Stein des Anstoßes.

Fakten checken

Der schlimmste Feind der Falschaussage sind die Fakten, die sie entlarven. Insofern stellen sie Ihr wertvollstes Werkzeug dar, um Denialismus gesichtswahrend die Stirn zu bieten. Ermitteln Sie alle notwendigen Tatsachen, um Ihrem Gegenüber mit fundierten Aussagen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Holen Sie im Idealfall unabhängige Meinungen zum Thema ein, damit Ihnen keine relevanten Aspekte, etwa aus „Betriebsblindheit“, entgehen.Auch beigefügte Quellen, durch die sich Ihre Angaben mit einem Klick auf ihre Richtigkeit überprüfen lassen, stellen einen offensichtlichen Pluspunkt dar: “Je renommierter, objektiver oder unwiderlegbarer, desto besser”, so Ruben Schäfer.

Maß halten

Verdichten Sie Ihre gesammelten Aspekte zu einer schlüssigen Argumentation. Gehen Sie dabei nur auf wirklich geäußerte Falschaussagen ein, ohne zu generalisieren. Das verlockende Strohmann-Argument, bei dem einem Gegenüber eine gar nicht explizit bezogene Position unterstellt wird, sollten Sie im Zuge Ihrer Antwort dringend vermeiden.Es empfiehlt sich in nahezu jeder Beziehung, Maß zu halten: Selbst ein wohlüberlegtes Statement mit sachlich entkräfteten Behauptungen gehört nicht unbedingt auf alle verfügbaren Social-Media-Kanäle. Reagieren Sie lediglich auf seriösen Plattformen, auf denen das jeweilige Thema tatsächlich diskutiert wird, um ihm nicht mehr Aufmerksamkeit als nötig zu gewähren. Dass Sie trotz aller (berechtigter) Aufregung einen gemäßigten Ton bewahren und auf persönliche Angriffe verzichten, versteht sich von selbst.

Autor: Ruben Schäfer

Ruben Schäfer arbeitet bereits seit über 10 Jahren als Journalist und PR-Experte. Zunächst für Vereine und Lokalzeitungen, später sammelte er beim WDR Fernsehen, als Nachrichtensprecher für RLP TV und als Foto-Fachjournalist Erfahrungen. In seiner Rolle des Kommunikationsexperten berät er bis heute Konzerne und erfolgreiche Mittelständler bei ihrer Medienarbeit. Zudem ist er Chefredakteur des GEWINNERmagazins und Geschäftsführer der DCF Deutscher Coaching Fachverlag GmbH.

Bildquelle: DCF Deutscher Coaching Fachverlag GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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