Die Kaffeemaschine im Büro muss besser sein als die eines jeden Mitarbeiters daheim

delinski: Tische in den besten Restaurants der Stadt reservieren

Stellen Sie sich und das Start-up delinski kurz unseren Lesern vor!

Wir sind delinski, eine der größten Online-Restaurantentdeckungsseiten für Top-Restaurants in der DACH-Region. In Hamburg, München, Wien, Graz und Linz können unsere UserInnen über delinski.com oder die App Tische in den angesagtesten und besten Restaurants der Stadt reservieren und sparen dabei bis zu 30 % auf ihre gesamte Rechnung. Unser Erfolgsrezept: Wir helfen GastronomInnen dabei, ihre Restaurantauslastung zu optimieren und bieten unseren UserInnen im Gegenzug einen Rabatt zwischen 15 – 30 % auf ihre Rechnung an, wenn sie genau zu Zeiten mit niedrigerer Auslastung essen gehen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

delinski wurde bereits im Jahr 2012 gegründet, 2017 übernahm ich, David Savasci, das Startup dann zu 100 Prozent als CEO. Die Grundidee der Gründer war gut, konnte allerdings erst durch die Umstrukturierung des Teams sein volles Potential ausschöpfen. Durch meine eigenen Gastro-Erfahrungen war ich damals schnell überzeugt, dass die Esskultur in Wien (und nun auch in weiteren Städten) einen Bedarf an einer solchen Plattform hat, den es gilt, optimal für Gastronomie und Gast zu bedienen. Schon Anfang 2018 waren wir wieder in den schwarzen Zahlen und ein Jahr später gelang uns die erfolgreiche Expansion nach Deutschland. 

Welche Vision steckt hinter delinski?

delinski ist einerseits B2B- und andererseits B2C-Dienstleister. Deshalb haben wir auch zwei Ziele, die aber Hand in Hand miteinander gehen: Wir wollen den GastronomInnen helfen, ihre Lokale optimal auszulasten. Kein gutes Restaurant sollte aufgrund fehlender Online-Marketing-Expertise in Insolvenz gehen müssen. UserInnen-seitig heißt unsere Vision: Gut essen gehen für alle. Denn durch Rabatte auf die Rechnung ist es auch Menschen möglich gut essen zu gehen, die es sich sonst vielleicht nicht leisten könnten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu Beginn war es sicher am schwierigsten, ein hervorragendes Team aufzubauen. Eine junge Firma lebt immer von ihren MitarbeiterInnen. Wachstum funktioniert nur, wenn die richtigen Leute an den richtigen Stellen die richtigen Dinge tun. Das ist natürlich ein laufender Prozess. Aber bis jetzt haben wir das gut hingekriegt (an dieser Stelle: Danke an mein Team, ihr seid fantastisch). Danach war sicher die Expansion nach Deutschland die größte Herausforderung. Wir hatten dafür eine mittlere fünfstellige Förderung der Wirtschaftsagentur Wien im Rücken. Den Rest konnten wir allerdings aus dem laufenden Betrieb in Österreich finanzieren. Wir drehen jeden Euro dreimal um, bevor wir ihn ausgeben. Kurz, wir verschwenden keine Mittel.

Wer ist die Zielgruppe von delinski?   

Ganz einfach: Alle Menschen, die es lieben, essen zu gehen und gerne neue Restaurants entdecken.

Wie funktioniert delinski? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das System hinter delinski ist einfach. Unsere Partner-Restaurants stellen über unsere Plattform Tische zur Buchung frei, genau zu den Zeiten, zu denen sie gerne mehr Gäste hätten. Die UserInnen reservieren mit wenigen Klicks über delinski.com (auch ohne Anmeldung möglich) oder unsere App und erhalten 15 – 30 % Rabatt auf ihre gesamte Rechnung im Restaurant. Was uns von konkurrierenden Plattformen abgrenzt, ist, dass delinski eine hohe Restaurantqualität sicherstellt und die Reservierung gänzlich ohne Gutschein auskommt. Das Restaurant bekommt die Buchungsbestätigung und der Rabatt wird am Ende des Essens ganz diskret von der Rechnung abgezogen. Außerdem gilt der Nachlass bei uns auf die gesamte Karte (inkl. alkoholischer Getränke) und nicht nur für ein paar selektierte Menüs.

Wie ist das Feedback?

Die GastronomInnen arbeiten sehr gerne mit uns zusammen, nicht zuletzt, weil wir selbst alle in der Gastronomie gearbeitet haben, die Gastronomie deshalb auch verstehen und versuchen, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen. Unsere UserInnen sind sowieso begeistert. Um ein Drittel günstiger essen gehen ist einfach ziemlich cool. Durch den günstigeren Preis kann man öfter ausgehen und deshalb auch mehr neue Restaurants kennenlernen..

delinski, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen in Deutschland definitiv noch wachsen und uns festigen. Derzeit gibt es uns in München und Hamburg. In Frankfurt sind wir gerade in Gesprächen mit GastronomInnen. In fünf Jahren werden dann sicher ein, zwei neue Städte mit dabei sein. Aber natürlich wollen wir bis dahin delinski als Marke etablieren, die Buchungszahlen steigern und in den Städten, in denen wir sind, zu einem fixen Bestandteil der lokalen Esskultur werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?   

Wenn du eine Firma gründen willst, musst du nicht zwingend selbst eine fantastische Idee haben. Oft gibt es bereits Konzepte, deren Zeit einfach noch nicht gekommen war oder die falsch umgesetzt wurden. Also überleg dir, was es gerade braucht und wie sich die Dinge entwickeln. Entscheide dich für einen Weg und dann steck viel, viel Arbeit in die Sache. 

Zweitens: Such dir die besten MitarbeiterInnen, die du finden kannst. Es gibt so viele fähige und begabte Menschen da draußen und es sollte einer der größten Skills eines guten CEOs sein, dieses Potential zu erkennen.

Und drittens: Die Kaffeemaschine im Büro muss besser sein als die eines jeden Mitarbeiters daheim. Dann freut sich schon in der Früh jeder darauf, ins Büro zu kommen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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