Das aller Wichtigste: Done is better than perfect!

Dein Bierwerk leckeres Bier zu Hause selber brauen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Dein Bierwerk doch kurz unseren Lesern vor!
Dein Bierwerk bietet Bierbrausets von hoher Qualität an. Unsere Produkte ermöglichen es jedem zu Hause in der eigenen Küche leckeres Bier zu brauen. Und das ganz ohne Vorwissen zu benötigen oder teures Zubehör kaufen zu müssen. Unser Ziel ist es all den Bier-Enthusiasten in Deutschland die Möglichkeit zu geben ihr eigenes Bier zu brauen und vor allem viel Spaß dabei zu haben.
Craft Bier ist ein Trend, der in Deutschland in der Masse angekommen ist. Wir gehen den nächsten Schritt und ermöglichen es unseren Kunden eigenhändig mit frisch gemahlenem Malz, Hopfen und Hefe zu arbeiten, ein individuelles Bier zu brauen und es dann mit Freunden und Familie zu genießen. Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden auf ihr Bier stolz sind. Nicht nur, weil sie es selber gebraut haben, sondern weil es schmeckt!

Wie ist die Idee zu Dein Bierwerk entstanden?
2014 habe ich Freunde in Vancouver besucht und die Vielfalt der Nordamerikanischen Craft Bier Szene kennengelernt. Ich hatte Blut geleckt, doch zurück in Deutschland war selbst ein India Pale Ale (der populärste Stil der Craft Bier Szene) kaum zu bekommen. Da hatte ich die Idee mein Bier selbst zu brauen. Ich hatte damals natürlich keine Ahnung, dass dies der Anfang von Dein Bierwerk war.
Die Brausets, die man Online kaufen konnte, bestanden damals aus irgendwelchen Pulvern, Sirups und großen weißen Eimern, die auf eine Braumenge von 20-30 Litern ausgelegt waren und fast die Ausmaße einer Mülltonne hatten. Ich hatte damals eine kleine Küche, die ich nicht in eine Brauerei verwandeln wollte. Das Angebot im Markt bot einfach keine Lösung für mich. Und so habe ich das Dein Bierwerk Braulab entwickelt, das nicht nur kompakter ist, sondern mit genau den Utensilien funktioniert, die sowieso jeder in der Küche hat.
Das Braulab produziert 7 Liter köstliches Bier und ist wiederverwendbar. Alles was dafür benötigt wird sind unser frisch gemahlenes Malz, eine Hopfen Auswahl und gute Hefe.
Das Braulab ist die Basis des Brauprozesses und für jeden einfach zu bedienen. Unsere wachsende Auswahl an Nachfüllpaketen ermöglicht es dann, die individuelle Braukunst zu erweitern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als Einsteiger in der Start-Up Szene war vor allem die Pre-Launch Phase ein echter Kraftakt. Während ich tagsüber meinem Job in einer Agentur nachgegangen bin, habe ich mir die Nächte damit um die Ohren geschlagen den Online Shop zu bauen, das Packaging zu designen, die Getreidebeutel selbst zu vernähen und vor allem… Bier zu brauen.
Für mich persönlich war es zudem eine große Herausforderung meinen eigenen Perfektionismus zu überwinden.
Bisher haben meine Frau und ich das Projekt vollständig selbst finanziert. Aber derzeit prüfen wir weitere Finanzierungsoptionen, um Dein Bierwerk auf das nächste Level zu bringen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Am Anfang haben wir den Fokus sehr stark auf das Produkt gerichtet, dann wurden Versand, Shop und Packaging überarbeitet und nun, da diese Prozesse optimal aufgesetzt sind, arbeiten wir vor allem an der Skalierbarkeit und erreichen über neue Vertriebswege wie stationäre Craft Bier Shops und intensivere Werbung zusätzliche Käufer.

Wer ist die Zielgruppe von Dein Bierwerk?
Im Grunde jeder der Freude an einem leckeren Bier hat und ein bisschen Neugier mitbringt.
Für den Anfang haben wir unseren Fokus aber vor allem auf Personen gerichtet, die bereits Craft Bier probiert haben und Bier als Genussmittel begreifen.

Was für Bier kann man mit Dein Bierwerk selber brauen?
Bisher haben wir drei Bierstile im Angebot. Unser Explorer IPA (India Pale Ale) war unser erstes Bier und ist auch aktuell unser Bestseller. Es hat eine goldene Farbe und Chinook und Cascade Hopfen verleihen ihm einen intensives Aroma und eine angenehme Bitterkeit. Urban Gold Wheat Beer ist am ehesten mit einem Hefeweizen zu vergleichen und dann gibt es noch das Pacific Coast Brown Ale – mein persönlicher Favorit.

Wie ist das Feedback?
Am Anfang war die Nervosität vor dem ersten Feedback einfach riesig. Ich habe mir tausend Dinge ausgemalt die schiefgehen könnten oder noch schlimmer, dass gar kein Feedback kommt. Doch die ersten Rückmeldungen der Kunden kamen sehr schnell und sie waren begeistert.

Dein Bierwerk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir bauen aktuell unseren Absatz deutlich aus, was unseren Einkauf noch effizienter machen wird. Im nächsten Schritt werden wir dann in eine größere Location umziehen.
Der Craft Bier Trend fasst in Deutschland gerade erst richtig Fuß, so dass das Wachstumspotential auch für Brausets gewaltig ist. Unser Ziel ist es mit Dein Bierwerk nicht nur in Deutschland, sondern in gesamt DACH hierbei eine wichtige Rolle zu spielen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das aller Wichtigste: Done is better than perfect!
Natürlich ist es wichtig den Kunden ein hervorragendes Produkt und einen fehlerfreien Service anzubieten, aber dieser Anspruch darf einen nicht davon abhalten das Projekt zum Laufen zu bringen.
Network ist entscheidend. Immer und überall. Manchmal habe ich mit Personen ganz beiläufig über mein Projekt gesprochen und zufällig wichtige Verbindungen geknüpft. Auch wenn eine Visitenkarte heute fast altmodisch wirkt, man sollte immer ein paar dabei haben.
Und zu guter Letzt darf man sich nicht von seinem Ziel abbringen lassen. Ein Start-Up aufzubauen ist niemals leicht und es wird Situationen geben in denen man den Satz „Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen.“ kaum mehr glauben will. Aber auch diese gilt es zu meistern, denn am Ende ist es das wert!

Wir bedanken uns bei Jason Wendt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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