Das Gramm: Regional produzierte Lebensmittel

Das Gramm wird der erste einwegverpackungsfreie Lebensmittelladen in Graz

Stellen Sie sich und Das Gramm doch kurz vor!
Wir sind Sarah und Verena – gemeinsam das Gramm. Das Gramm wird der erste einwegverpackungsfreie Lebensmittelladen in Graz sein. Sarah ist die Initiatorin und zuständig für Zahlen und Organisatorisches. Verena ist die Kreative und kümmert sich um die gesamte Einrichtung, sozusagen die Wohlfühlatmosphäre im Geschäft.

Wie ist die Idee zum Das Gramm entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Die Idee zum eigenen Laden in Graz wurde durch den Laden „Original Unverpackt“ in Berlin inspiriert. Dazu noch die Überlegung, dass es etwas Vergleichbares in unserer Stadt noch nicht gibt und das Umfeld bereit dafür ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war es, ein geeignetes und leistbares Geschäftslokal zu finden. Es ist uns gelungen und nach einigem Anpassen unseres Konzepts freuen wir uns, voraussichtlich nach Ostern eröffnen zu können.
Die Finanzierung läuft großteils über private Investoren. Ein anderer wichtiger Aspekt ist natürlich das Crowdfunding

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Damit schaffen wir es, eine Community zu kreieren, eine Gemeinschaft aus Leuten, die sich mit der Entstehung des Geschäftes identifizieren können. Wir bauen eine gewisse Spannung auf und außerdem ist ein wertvolles Marketing-Tool und ein Test, wie das Konzept in Graz ankommt. Wir testen, ob genug Leute tatsächlich bereit sind, für das Geschäft Geld auszugeben. Und natürlich generieren wir damit die notwendige Liquidität für einen guten Start.

Wo sehen Sie die Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsmöglichkeiten?
Die Community und der Werbeeffekt. Es entsteht ein eindeutiger Mehrwert, der bei anderen Finanzierungsmöglichkeiten nicht vorhanden wäre.

Wie haben Sie sich auf das Crowdfunding vorbereitet?
Zuerst haben wir unterschiedliche Arten von Schwarmfinanzierung und Plattformen evaluiert. Als wir uns für Startnext entschieden hatten, erfolgte gleich der Erstkontakt zu unserer Österreich-Beraterin (nachdem Startnext ja eine deutsche Plattform ist). Wir haben ein Team zusammengestellt und die gesamte Kampagne stundenweise durchgeplant (Kick-Off Treffen). Wichtig ist immer ein Puffer für (un)erwartete Neuigkeiten und für das Feiern von im Vorhinein nicht datierbaren Meilensteinen. Wir haben für den Marketingbereich eine Projektleiterin und sie kümmert sich auch um die komplette Kampagne.

Warum sollte man das Projekt unterstützen?
Wir wollen KundInnen die Entscheidung darüber, wieviel sie wovon kaufen möchten und wie viel Müll sie produzieren möchten, wieder zurückgeben.

Wie ist das bisherige Feedback aus der Crowd?
Die Rückmeldungen bis jetzt sind überwältigend – das gibt uns die Bestätigung, dass in Graz so ein Laden wirklich noch fehlt und gewünscht wird.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Damit können wir den Anfangswarenbestand und die notwendigen Behälter anschaffen. Dann eröffnen wir 🙂

Das Gramm, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen eine Expansion im Grazer Raum bzw. in der Steiermark. Damit können wir die regionalen Lieferstrukturen beibehalten und „gesund“ wachsen.

Bildquelle Tinksi

Wir bedanken uns bei Sarah Reindl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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