Mittwoch, Januar 27, 2021

Das erste eigene Büro – 3 Tipps für Startups

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Als Jungunternehmer hat man es nicht immer leicht. Selbst, wenn die Idee bahnbrechend ist, braucht es immer noch ein gutes Team, effiziente Prozesse und eine durchdachte Vermarktungsstrategie, um den Erfolg einzuläuten. Damit all diese Dinge zusammenkommen können, ist ein Büro ebenso entscheidend – und auch hier warten einige Stolpersteine. Die wichtigsten Faktoren, die bei der Auswahl des Standortes eine Rolle spielen, folgen deshalb in diesem Artikel.

Homeoffice, Coworking oder eigenes Büro – was ist besser?

Grundsätzlich stellt sich für viele Start-ups die Frage, ob es tatsächlich ein eigenes Büro sein muss. Schließlich gibt es auch andere Formen, die vor allem zu Beginn und bei knappem Budget, eine Option sind – hier sind es allen voran das Homeoffice und Coworking, die eine Überlegung wert sind:

• Homeoffice: Direkt von zuhause aus arbeiten – das klingt auf den ersten Blick traumhaft. Schließlich fallen zusätzliche Mietkosten so komplett weg. Und steuerlich absetzen lässt sich das Arbeitszimmer obendrein.
Doch die Bequemlichkeit hat auch ihre Tücken. Für viele ist es schwer, sich zu konzentrieren, denn es fehlt das Gefühl „zur Arbeit zu gehen“. Gleichzeitig lädt man Kunden oder Geschäftspartner ungern zu sich nach Hause ein. Ein Team lässt sich hier ebenfalls nicht beschäftigen.
Für den Beginn und um Kosten zu sparen, sicher gut – Professionalität und Platz zum Wachsen vermisst man beim Homeoffice jedoch.

• Coworking: Coworking ist eine „Büro-Form“, die vor allem für Start-ups interessant ist, die nur einen Arbeitsplatz abseits von Zuhause suchen. Die flexiblen Mietverträge und die Tatsache, dass Schreibtisch, Stuhl und Infrastruktur vorhanden ist, machen das Investitionsrisiko überschaubar.
Aber auch hier gilt: Je größer man wird, desto mehr macht ein eigenes Büro Sinn.

Es läuft also immer auf dasselbe Ergebnis hinaus: Für frischgebackene Unternehmer sind Homeoffice und Coworking eine Überlegung wert – alle anderen, die größer denken und planen (wollen), sollten sich auf die Suche nach einem eigenen Büro machen.

Die Lage als Auswahlkriterium #1

Begibt man sich auf die Suche nach einem eigenen Büro, ist die Lage der erste Faktor, den es zu bedenken gilt. Schließlich ist der Standort nicht nur wichtig für das Prestige des Start-ups, sondern auch mit mehr oder weniger hohen Kosten verbunden – die jungen Kreativ-Viertel sind dabei häufig fast genauso teuer, wie die zentralen Bezirke in der Innenstadt.

Hier kommt es also vor allem darauf, an wie viel Budget zur Verfügung steht, welche Stadtteile zum eigenen Unternehmen „passen“ und welche weiteren Standortfaktoren eine Rolle spielen – dazu gehören beispielsweise Dinge, wie:

• Gute Erreichbarkeit
• Optimale Infrastruktur
• Viel Laufkundschaft (bei Ladengeschäften)

Groß um jeden Preis?

„Think global“ – das ist die Devise vieler junger Start-ups mit Potenzial. Allerdings führt das häufig dazu, sich zu viel zuzumuten. Ein großes und schickes Loftbüro ist natürlich etwas Schönes, allerdings können die Fixkosten so schnell zu einem Problem werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich genau zu überlegen, wie viel Platz das eigene Unternehmen jetzt und in naher Zukunft braucht. Natürlich braucht man Raum, um zu wachsen – hier die Waage zu halten, ist nicht einfach.

Als Faustregel für Computerarbeitsplätze gilt deshalb: Acht Quadratmeter pro Mitarbeiter reichen vollkommen aus. Bei mehr Platz wird das Team nicht effizienter, weshalb jeder weitere Quadratmeter nur mehr Kosten, aber keine höheren Umsätze verschafft.

Kompromisse durch „intelligente“ Einrichtung ausgleichen

Vor allem in den größeren Städten, in denen die Start-ups aus dem Boden schießen, sind bezahlbare Büros keine Selbstverständlichkeit. Häufig kommt es dann zu einem Kompromiss – um Kosten zu sparen, wird ein kleineres Büro in einer suboptimalen Lage angemietet.

Das ist natürlich nicht das, was man sich als Jungunternehmer erträumt hat – doch es ist notwendig, um gesund zu wachsen. Das, was nun an Kosten gespart wurde, kann jedoch in entsprechende Einrichtung investiert werden, um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen und Platzmängel auszugleichen:

• Große Schreibtische, an denen zwei oder mehrere Mitarbeiter Platz finden, kaufen.
• Hohe Regalsysteme, um den Platz „nach oben“ optimal zu nutzen.
• Lieber etwas mehr Geld für hochwertige Arbeitsplätze ausgeben, um die Büroräume (von innen) aufzuwerten.

Vor allem Letzteres ist ein wichtiger Punkt. Auch, wenn das Gebäude beispielsweise von außen keinen guten Eindruck macht, ist der Wow-Faktor umso größer, wenn die Räume perfekt „durchgestylt“ sind. Hohe Kosten muss das nicht unbedingt bedeuten – vor allem kleinere Möbelgeschäfte, die häufig auch Second-Hand-Artikel anbieten, können eine wahre Fundgrube für Einrichtungsschätze sein. Man muss nur ein wenig mehr Zeit für die Suche danach einplanen.

Das erste eigene Büro, das nicht geteilt werden muss (Coworking) und das nicht in den eigenen vier Wänden ist (Homeoffice), ist der erste wichtige Schritt für den Start-up Erfolg. Hier lässt sich planen, umsetzen und der Durchbruch feiern. Die Suche nach dem richtigen Objekt ist jedoch nicht immer einfach – doch mit den oben genannten Tipps, ist der Weg dorthin nicht mehr allzu weit.

Autorenname: Mag. (FH) Stefan Gassner
Position: Geschäftsführer
Stefan Gassner ist Geschäftsführer des mit dem Titel „Bester Immobilienmakler Österreichs“ prämierten Immobilienmaklerbüro SAGE in Zell am See. Umfassende Markt- und Branchenkenntnis in Kombination mit Verlässlichkeit und Engagement werden also nicht nur von seinen Kunden, sondern auch von der Fachjury der European Property Awards, geschätzt.

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1 KOMMENTAR

  1. Hallo Stefan,

    ein spannender Beitrag zur Wahl des richtiges Arbeitsplatzes! Ein eigenes Büro ist natürlich das Optimum – und bei mehreren Mitarbeitern oder einem größeren Gründungsteam auch platzmäßig sinnvoll. In letzterem Fall lassen sich die Kosten dafür ja auch teilen. Die Standortplanung ist dabei aus meiner Sicht eigentlich der wichtigste Faktor: In unserem Arktikel zum Thema Standortwahl gehen wir genau auf diesen Aspekt näher ein: https://debitoor.de/gruenderlounge/unternehmensgruendung/wie-waehle-ich-den-richtigen-standort-fuer-mein-unternehmen
    Vielleicht ist das ja noch eine gute Ergänzung zu deinem Artikel?

    Viele Grüße,

    Andrea
    Debitoor

StartupValley Magazin

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