Auch wenn es nicht direkt so läuft, wie anfangs geplant, weitermachen!

Damantis: Durch das innovative Analyseverfahren lassen sich Aktien auf einen Blick einschätzen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Damantis doch kurz vor unseren Lesern vor!
Jörn Schimanski/Gründer und Geschäftsführer Damantis: Damantis wurde im Jahr 2013 von meinem Partner Dustin Tkocz und mir gegründet, mit dem Ziel die Anlage in Aktien zu systematisieren, automatisieren und damit zu vereinfachen.
Wir geben damit einerseits Privatinvestoren, und solchen, die es werden wollen die Möglichkeit, sich unabhängig und auf Basis objektiver Kriterien über Aktien zu informieren. Dabei greifen wir auf einen Algorithmus zurück, welcher die Geschäftsberichte von mehreren tausend Unternehmen analysiert, auswertet und somit die Entwicklung und die Bewertung der Unternehmen miteinander vergleichbar macht. Auf unserer Website einfachaktien erhalten unsere Nutzer nicht nur Zugriff auf die Auswertungen der Unternehmen, sondern können auch durch viele visuelle Elemente erkennen, wie die Aktie eines Unternehmens bewertet ist.
Für Vermögensverwalter und institutionelle Investoren haben wir eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, eigene Algorithmen zu erstellen. Hierzu können unsere Kunden auf unsere Datenbank und unsere Technologie zurückgreifen, mit der sie ohne Programmierkenntnisse eigene Algorithmen erstellen, testen und für ihre Investments nutzen können. Damit haben wir regelbasiertes Handeln auf eine neue Stufe gestellt.

Wie ist die Idee zu Damantis entstanden?
Jörn Schimanski: In erster Linie aus Mangel an Alternativen. Wir brennen schon lange für das Thema Aktien und haben einen Anbieter am Markt vermisst, der uns Fundamentaldaten zu Unternehmen einfach und gut aufbereitet zur Verfügung stellt. Wir mussten feststellen, dass sich die Plattformen, welche sich mit dem Thema Börse und Aktien beschäftigen in den letzten Jahren fast überhaupt nicht verändert haben und technologische Neuerungen bisher keinen Einzug in diese Portale fanden.
So sahen wir uns damit konfrontiert, dass zwar auf allen Seiten Geschäftsberichte und weitere Unternehmenskennzahlen zu finden waren, doch ein objektiver und vor allem ganzheitlicher Vergleich der unterschiedlichen Unternehmen nicht ermöglicht wurde. Genau das wollten wir ändern, und mit Hilfe von Technologie und insbesondere Algorithmen Modelle kreieren, die genau diesen Vergleich ermöglichen.
Auch ist es uns ein großes Anliegen dabei zu helfen, die Aktionärsquote in Deutschland zu erhöhen, und so kamen wir auf die Idee unseren Teil über einen Education-Ansatz beizutragen. In Zeiten von Negativzinsen kommt man an der Börse nämlich nicht mehr vorbei.
Dustin Tkocz: Weil wir als Team unsere Fähigkeiten bestmöglich einsetzen konnten übernahm Jörn den Bereich der Konzeptionund das Themenfeld der Erstellung der Algorithmen und ich die technische Umsetzung. Diese Aufgabenteilung erlaubt Fokus auf das Fachgebiet von jedem von uns und so können wir unser Unternehmen bestmöglich nach vorne bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Dustin Tkocz: Wir kannten uns bereits lange vor Gründung von Damantis und haben die Idee bereits im Jahr 2010 entwickelt. Bis wir eine marktreife Lösung auf die Beine gestellt haben, dauerte es aber sehr lange. Wir haben viel Zeit damit verbracht die unterschiedlichen Algorithmen zu entwickeln, im Vorfeld mussten unheimlich viele manuelle Tests durchgeführt werden. Bis wir unsere Ansätze verifiziert haben, gab es viele schlaflose Nächte. Doch nur so konnten wir filtern, was Sinn macht und was nicht, was überhaupt umsetzbar ist, und was nicht. Aber vor allem, was einen Mehrwert im Portfolio bringt, und was nicht.
Jörn Schimanski: Was die Finanzierung betrifft, haben wir die Gründung mit eigenen Mitteln gestemmt. Seit dem Jahr 2015 haben wir auch Partner an unserer Seite, die unsere Innovationskraft in dem Themengebiet verstehen, und die uns mit Know-How und auch Kapital zur Seite stehen.

Wer ist die Zielgruppe von Damantis?
Jörn Schimanski: Unsere Zielgruppe sind einerseits Privatpersonen, die sich für das Thema Aktien interessieren. Vor allem diese, die nun das Thema Geldanlage „selbst in die Hand nehmen“ wollen.
Unsere B2B Lösungen hingegen richten sich an Vermögensverwalter, die Ihre Anlagestrategien systematisieren und automatisieren wollen. Jene, die Ihre Investments auf Daten aufbauen wollen und weniger recherchieren wollen, um sich mehr auf ihre Kunden fokussieren zu können.

Welchen Service bieten Sie an?
Jörn Schimanski: Unsere zwei Geschäftsbereiche teilen sich in B2C Lösungen und B2B Lösungen auf. Unsere B2C Lösung einfachaktien ist kostenlos. Dort gibt es Informationen zu Aktien, einfach, verständlich und objektiv. Komplett auf Technologie basierend.
Unsere B2B Lösungen ermöglichen es, eigene Investmentstrategien auf Basis von fundamentalen Daten und Kennzahlen zu entwickeln, Backtests durchzuführen und die entwickelten Algorithmen für Investments zu nutzen. Ein einmal erstellter Algorithmus, eine Investmentstrategie erstellt dann ein eigenes Portfolio, dem man folgen kann, vollautomatisch. Sollten sich relevante Daten ändern, die nicht mehr im Toleranzbereich liegen, wird automatisch umgeschichtet.
Dustin Tkocz: Auch bieten wir bereits Strategien auf Basis unserer eigens entwickelten Algorithmen an, damit kann der Prozess der Portfolioerstellung und –pflege komplett outgesourct werden. Dabei können unsere Kunden zwischen vorgefertigten Strategien wählen, oder wir erarbeiten diese gemeinsam mit unseren Kunden.

Wie viel kostet der Service?
Jörn Schimanski: Unsere B2B orientieren sich natürlich an den konkreten Bedürfnissen unserer Kunden. Daher ist eine pauschale Aussage nicht möglich. Was wir mit Sicherheit sagen können: Eine schlechte Geldanlage kostet viel mehr!

Warum sollte man Damantis nutzen?
Jörn Schimanski: Wir erleichtern es, regelbasiertes Handeln durch unsere gute Usability und klaren Aufbau unserer Programme umzusetzen. Unsere Produkte geben unseren Kunden die Chance, Handelsstrategien datenbasiert umzusetzen. Eigene regelbasierte Systeme aufzusetzen, die die Psychologie an der Börse in den Hintergrund treten lassen und sich auf Daten zu verlassen, das sehen wir ganz klar als wichtiges Element für die Gegenwart und besonders für die Zukunft.

Damantis, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Dustin Tkocz: Das Thema Algorithmen und künstliche Intelligenz im Bereich Börse und Aktien wird in den nächsten Jahren stark zunehmen, in den USA ist der Markt schon viel weiter. Wir sind uns sicher, dass in 5 Jahren der Trend auch hier vollends angekommen ist und wir uns dann unsere Rolle als „First-Mover“ gesichert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jörn Schimanski:
1. Durchhaltevermögen ! Auch wenn es nicht direkt so läuft, wie anfangs geplant oder gewünscht, weitermachen und nicht unterkriegen lassen !
2. Gelassenheit ! Es kann gern mal länger dauern, als man denkt, es können immer wieder unerwartete Herausforderungen auftreten, diese zu meistern und auch Situationen erstmal hinzunehmen und dabei gelassen zu bleiben, ist sehr wichtig.
3. Starke Partner ! Ein gutes Team ist notwendig, aber genauso wichtig sind Partner mit ähnlichen oder im besten Fall derselben Vision.

Wir bedanken uns bei Jörn Schimanski und Dustin Tkocz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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