IMMER vorbereitet sein

daisygrip für die schnelle und hygienische Blutentnahme

Stellen Sie sich und das Startup daisygrip doch kurz vor!
daisygrip steht für die schnelle, hygienische Blutentnahme. Er ist der erste hygienisch wiederverwendbare Venenstauer und verfügt über ein neuartiges, intuitives Verschlusssystem.
Karl Hartmann (Wirtschaftsingenieur) und ich (Konstantin Altrichter) kennen uns schon aus der Schule. Die Wahl der Studienorte trennte uns, regelmäßige Treffen ließen die Freundschaft jedoch bestehen und durch spannende gemeinsame Ausflüge und Urlaube festigen.

Mit der Idee zu daisygrip wendete ich mich im Dezember 2016 direkt an Karl, da er das wirtschaftliche Know-How besaß. Karl erkannte das Potential sofort, so dass wir ab da den Weg gemeinsam gingen. Wir kündigten unsere Jobs und konnten erste Preise bei lokalen Ideenwettbewerben gewinnen.
Doch der Weg zu einem fertigen Medizinprodukt war weit. Zusätzliche Expertise erhielten wir durch alte Freunde, Beratungen, Coachings und Dienstleister. Am Ende war das (erste) Produkt fertig, der daisygrip.

Die einfachere Desinfektion und Anwendung sorgen nachhaltig für mehr Sicherheit und senken dauerhaft Kosten. Mit daisygrip erfolgt jede Routine­blutentnahme zeiteffizient und erfüllt alle hygienischen Bedingungen, ohne dabei Routineabläufe zu verändern.

daisygrip reduziert nachhaltig Zeit- und Personalaufwand, Kosten und Infektionsrisiken

Wie ist die Idee zu daisygrip entstanden?
Als Arzt weiß ich, dass schon viel für die Hygiene im Krankenhaus getan wird. In meinem praktischen Jahr stellte ich dabei jedoch fest, dass bei der Blutentnahme die Hygiene häufig vernachlässigt wird bzw. nicht adäquat umgesetzt werden kann. Bei jeder Blutentnahme benötigt man einen Venenstauer, der das Blut im Arm hält um das Punktieren der Vene mit einer Kanüle zu ermöglichen. Bisher bestehen fast alle Venenstauer aus gewobenen Kunstfasern und Baumwolle und werden an den meisten Häusern mit Desinfektionsspray benetzt und ggf. zum Trocknen aufgehängt. Bessere Reinigungsmethoden, etwa durch Hitze sind sehr zeitaufwändig und logistisch kaum umsetzbar, da die festen Geräte andernorts stehen. Auch Einweg-Produkte kommen selten zum Einsatz, da deren Handhabung sehr viele Kompromisse mit sich bringt und die Kosten dramatisch steigen lässt.

Welche Vision steckt hinter daisygrip?
Die kurzfristige Vision hinter daisygrip ist die Ermöglichung der weltweiten hygienischen Blutentnahme. Langfristig sensibilisieren und optimieren wir die hygienische Interaktion zwischen Patienten und Krankenhausumgebung. Dafür werden wir in kleinen und großen Schritten Routinen analysieren und ungenutztes Potential bei der Digitalisierung im Krankenhaus in den Alltag integrieren.

Weitere Ideen und Projekte sind bereits angestoßen, noch konzentrieren wir uns jedoch ausschließlich auf die Verbreitung des daisygrips.

Wie funktioniert die Blutentnahme mit daisygrip?
daisygrip verändert keine Routinen: Umlegen – Spannen – Pieken – Lösen – Reinigen. Jedoch führt die bekannte Reinigung mittels Desinfektionstuch bzw. -spray, zu einem bedenkenlos weiterverwendbaren Ergebnis und das Umlegen/Befestigen erfolgt durch einen selbstfindenden magnetischen Verschluss, der eine einhändige Benutzung ermöglicht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Das Format kennt natürlich jeder in der Gründerszene. Wir brauchten Kapital und suchten nach einem Investor der uns durch seine Expertise im Vertrieb und in der Produktion unterstützen könnte.
Außerdem ist es natürlich eine gute Plattform um das Problem in die Köpfe der Menschen zu bringen, denn auch wenn unser Produkt nicht für jeden gemacht ist, so kennt doch jeder die Situation beim Arzt:

Morgens im Untersuchungszimmer noch schnell Blut abgeben, um zu checken, ob alles in Ordnung ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Ehrlicherweise nur sehr kurz, da wir sehr spontan eingeladen wurden. Doch die beste Vorbereitung, auch für zukünftige Pitches, war es einmal ein ausformuliertes A4 Blatt für die ersten Minuten zu erstellen. Das gibt Sicherheit für den Pitch und darauf konnten wir auch noch Monate später aufbauen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Die Motivation ist sehr groß, schließlich wollen wir den Vorschusslorbeeren gerecht werden und uns adäquat präsentieren.
Wir versprechen uns hauptsächlich Expertise im Vertrieb und in der Produktion durch einen Investor. Denn das Ziel ist es den daisygrip in alle Krankenhäuser mit westlichem Hygienestandard zu bringen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf  daisygrip aufmerksam werden?
Es wird natürlich eine spannende Zeit. Und wir hoffen darauf, dass jeder Patient sich zukünftig fragt, wie viele Oberarme vor dem Eigenen schon in diesem Venenstauer eingequetscht waren und ob das alles auch hygienisch gereinigt wurde.

Denn unser großes Ziel ist es die Hygiene im Krankenhausalltag zu verbessern.

Ziel der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Dafür kommen mehrere durch die unterschiedlichen Kernkompetenzen in Frage.
Herr Dümmel könnte uns natürlich unglaublich bei der Produktion helfen, Herr Thelen wäre für den Online-Auftritt und für die strategische Ausrichtung bei der Skalierung sicherlich eine unglaubliche gute Unterstützung und Herr Maschmayer wäre für den Vertrieb der richtige. Gerne würden wir also auch einen Kombi-Deal machen.

daisygrip, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wenn der daisygrip dann in allen deutschen und international in möglichst vielen Krankenhäusern liegt und unsere Wege für die Venenstauer eingespielt sind, tüfteln wir weiter an anderen Routinen. Gerade durch die Digitalisierung und den Übergang zur „SmartClinic“ bietet sich hier bereits heute ein großes Potential, das wir in jedem Fall ausschöpfen wollen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Selbstbewusst, aber demütig sein, IMMER vorbereitet sein

Bild © MG RTL D /Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie daisygrip am 11.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Konstantin Altrichter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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