Bau das richtige Team um dich auf

DailyDress Outfit Vorschläge passend zum Wetter, Anlass und dem eigenen Kleiderschrank

Stellen Sie sich und das Startup DailyDress doch kurz unseren Lesern vor!
DailyDress zieht Frauen an: Wir haben die erste App entwickelt, die individuelle Outfit Vorschläge präsentieren, die zum Wetter, Anlass und vor allem zu dem eigenem Kleiderschrank passen.
Gemeinsam mit meinen beiden Mitgründern Laura Karim und Marius Murtz habe ich DailyDress vor genau einem Jahr gegründet. Laura ist Product Owner und Data Scientist, Marius ist UX Screendesigner und ich bin Geschäftsführerin und für das Marketing zuständig. Wir drei kommen aus sehr unterschiedlichen Branchen – was super für unser StartUp und Entwicklungen ist.

Wie ist die Idee zu DailyDress entstanden?
Laura hatte die Idee zu DailyDress während ihrer Promotion in kognitiven Neurowissenschaften. Ihre Theorie: Alltägliche Entscheidungen mit Hilfe selbstlernender Algorithmen abnehmen (oder zumindest stark vereinfachen). Laura und ich kennen uns schon seit der Kindheit. Als sie mir von ihrer Idee erzählte, erkannte ich das große Geschäftspotential. Wir waren neugierig und gemeinsam entwickelten wir das Konzept. Damals arbeitete ich mit Marius in einer Agentur zusammen und wollte ihn unbedingt an Bord haben.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Gründung war bei uns eher ein schleichender Prozess. Anfangs waren wir drei einfach nur überzeugt von der Idee und hatten Spaß, das Konzept zu entwickeln. Das Ganze hat sich erstmal nur nach Feierabend und am Wochenende abgespielt. Step by Step haben wir uns weiter vorangearbeitet.
Durch eine Kooperation mit der FH Münster und ein Stipendium vom Bundesministerium konnten wir dann in 2016 unsere Jobs kündigen und Vollzeit DailyDress weiter vorantreiben, was uns natürlich extrem weitergebracht hat. Der Entschluss stand dann zu diesem Zeitpunkt für keine Sekunde in Frage. Dafür waren wir schon zu sehr und zu lange Feuer und Flamme für das Projekt und überzeugt von dem riesen Potential.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es gab so viele Herausforderungen, dass es schwierig ist, die Größten zu identifizieren. Aber jede Herausforderung haben wir rückblickend nicht nur schnell gemeistert, sondern sie haben unser Produkt auch besser gemacht. Der abgedroschene Satz „what doesn’t kill you makes you stronger“ trifft hier definitiv zu. Hier ist meiner Meinung nach das Team die wichtigste Komponente. Wir drei Gründer sind alle sehr lösungsorientiert: Statt sich lange und ausführlich mit dem Problem zu beschäftigen konzentrieren wir uns sofort darauf, wie wir es lösen können. Hier hilft auch sehr, dass wir so komplementär sind. Ich bin heute immer noch häufig überrascht davon, wie schnell und effizient wir Lösungen und neue Ideen finden, wenn wir zu dritt diskutieren – weil wir alle vollkommen andere Perspektiven mitbringen.

Wer ist die Zielgruppe von DailyDress?
Frauen, die sich für Mode und Online Shopping interessieren. Natürlich haben wir im Businessplan die Zielgruppe genauer und kleiner definiert, aber im Prinzip trifft das zu. Das Problem, dass man oft nicht weiß, was man anziehen soll, kennt wirklich jede Frau. Wenn die Frau dann noch Smartphone und Mode affin ist, ist DailyDress definitiv das richtige Produkt.

Wie funktioniert DailyDress?
Nutzerinnen synchronisieren ihren Kleiderschrank anhand repräsentativer Teile – man muss nichts abfotografieren. Es werden sofort Outfit Vorschläge präsentiert, die zu Wetter und Anlass passen. Diese können von der jeweiligen Nutzerinnen geliked, gedisliked oder bearbeitet werden. Wann immer die Nutzerin ein Kleidungsstück sieht, das sie so oder so ähnlich bereits besitzt, kann sie es mit einem Klick ganz einfach als „hab ich“ markieren. So füllt sich nach und nach der digitale Kleiderschrank und die App lernt, was ihr gefällt.
Im integrierten Designer können die Nutzerinnen aber vor allem auch selbst kreativ werden und Outfit erstellen. So wird der Algorithmus am besten gefüttert und DailyDress lernt am meisten über den Style und den Präferenzen.

Welche Vorteile bietet DailyDress?
DailyDress gibt zum einen Überblick über den Kleiderschrank und man kann sich alle Outfits, die zu Wetter und Anlass passen, sofort übersichtlich anzeigen lassen. Häufig vergisst man ja viele Kleidungsstücke, weil sie ganz hinten im Schrank vergraben sind. DailyDress erinnert zum einen an diese Teile und inspiriert darüber hinaus auch, wie man sie ganz neu kombinieren kann.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass die App dabei hilft, Fehlkäufe zu vermeiden. Neue Teile können direkt im Kontext des eigenen Kleiderschranks „ausprobiert“ werden. Die App zeigt den Nutzerinnen, wie man ältere Teile mit Neukäufen zu ganz neuen coolen Styles kombinieren kann.

Wie ist das Feedback?
Wir sind noch ganz frisch auf dem Markt, aber das Feedback ist bisher überwältigend. 500 Beta Testerinnen hatten vor Launch Zugriff auf die iOS App und haben uns täglich Liebesmails geschrieben. Die ersten Zahlen übertreffen weit die Erwartungen und Annahmen aus unserem Businessplan. Das macht uns natürlich unglaublich glücklich und stolz und wir hoffen natürlich, dass das so weitergeht.

DailyDress, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten möglichst schnell internationalisieren und haben auch schon zahlreiche Konzepte für Produktfeatures und Weiterentwicklungen in der Hinterhand. Generell sind wir aber vor allem auch daran interessiert, die Algorithmen auch für andere Alltagsentscheidungen in den Einsatz zu bringen. Wir haben da viele Ideen – aber noch halten wir uns dazu bedeckt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1. Bau das richtige Team um dich auf. Ohne die richtigen Leute wird es nie klappen.
2. Rede nicht, mach’s. Und rechne damit, dass Plan A nicht funktioniert. Lerne daraus und gehe weiter zu Plan B, C, D. Bloß nicht zu lange mit Misserfolgen aufhalten, sondern weitermachen.
3. Trotz allem: Bleib realistisch (und plane sogar eher pessimistisch). Natürlich brennst du für deine Idee, aber verlier nicht die Bodenhaltung.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jennifer Schäfer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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