Klare Fokussierung auf das „Minimum Viable Product“

DABBEL steuert Gebäude wie Büros Schulen, Hotels etc. effizienter und nachhaltige

Stellen Sie sich und das Startup DABBEL kurz unseren Lesern vor!

DABBEL ist eine KI-basierte Softwarelösung die große Gebäude, wie z.B. Büros, Schulen, Einkaufszentren, Hotels etc. über Nacht effizienter und nachhaltiger macht. Wir haben eine Lösung zur vollautonomen Steuerung der Gebäudeleittechnik geschaffen, die sich selbstständig an jedes Gebäude anpasst und eigenständig Entscheidungen trifft und damit Heizung, Kühlung, Lüftung, Verschattung und Licht optimal steuert. DABBEL verbessert über Nacht die Nachhaltigkeit von Gebäuden in dem unsere KI den Energieverbrauch um bis zu 40% reduziert und optimiert den Betrieb der Gebäudeleittechnik in dem unsere KI Vorhersagen trifft und Fehler erkennt. Darüber hinaus sorgt DABBEL für ein ideales Raumklima. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als ich vor 4 Jahren aus Alicante nach Deutschland zog und anfing als Projekt Ingenieur für die Automatisierungstechnik Industrie zu arbeiten sind mir drei Dinge bewusst geworden. Erstens ist es echt kalt im deutschen Winter und es ist unglaublich viel Energie notwendig, um die Büros angenehm zu machen. Zweitens ist das Klima in vielen Büros nicht sehr angenehm. Drittens ist die Gebäudeleittechnik, die für das Klima in Gebäuden zuständig ist, extrem ineffizient und schwer zu managen, wodurch sehr extrem viel Energie verschwendet wird. Mir ist da klar geworden, dass wenn man die Ansätze, die wir zur Optimierung von Industriesystemen benutzen auf Bürogebäude übertragt, man diese Gebäude viel besser managen und darüber hinaus sehr viel Energie sparen kann. 

Mit dieser Idee und dem Willen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu schaffen habe ich mich in die Recherche gestürzt und nach intensiver Recherche und Vorbereitung im März 2018 DABBEL zusammen mit zwei Freunden und Technologie Enthusiasten gegründet.

Welche Vision steckt hinter DABBEL?

Eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, in der sich nicht Menschen um Gebäude, sondern die Gebäude um die Menschen kümmern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen waren:

einen Algorithmus zu schaffen der selbständig agieren kann und durch seine Anpassungsfähigkeit an neue Gebäude vollkommen skalierbar ist

Kunden und Investoren von unserer Idee zu überzeugen

Trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse immer motiviert zu bleiben und weiter zu machen

Wir haben uns anfangs selbst finanziert und haben dann sukzessive Unterstützer durch E.ON, Climate KIC und Blackprint Booster gefunden die uns monetär und mit viel Rat und Tat unterstützt haben.

Wer ist die Zielgruppe von DABBEL?

Firmen die für den Betrieb der Gebäudeleittechnik (Heizung, Kühlung, Lüftung) zuständig sind sowie alle Firmen im Real Estate Bereich die Ihre Gebäude nachhaltiger machen wollen und operative Probleme in Bezug auf die Gebäudeleittechnik reduzieren wollen.

Wie funktioniert DABBEL? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

DABBEL schaltet sich über eine VPN Internetverbindung auf die Gebäudeleittechnik von großen Gebäuden (z.B. Büros). Basierend auf den Daten der Gebäudeleittechnik und einem Grundriss des Gebäudes wird ein Model des Gebäudes erstellt. DABBEL stellt sich nun selbständig auf das Gebäude ein. Nach wenigen Tagen übernimmt DABBEL vollautonom die Steuerung der Heizung, Lüftung, Kühlung und Verschattung im Gebäude. Dabei berücksichtigt DABBEL aller verfügbaren Parameter z.B. Außentemperatur, gewünschte Innentemperatur, Luftqualität, Isolierung des Gebäudes usw. Alle 1-5min trifft DABBEL basierend auf allen verfügbaren Daten eigenständig Entscheidungen, um die Temperatur möglichst effizient auf der vom Nutzer gewünschten Temperatur zu halten. Mit jeder Iteration überprüft DABBEL seine Entscheidungen und verbessert sich bzw. passt sich an die veränderte Gegebenheiten an.

Darüber hinaus analysiert DABBEL konstant alle Systemabweichungen bzw. Fehler und weist den Gebäude Manager darauf hin damit dieser proaktiv tätig werden kann und nicht auf eine Beschwerde des Mieters warten muss wenn etwas falsch läuft.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist dass:

Ohne technische Nachrüstung Energie eingespart wird und damit nicht nur Kosten gesenkt werden, sondern auch CO2 Ausstoß vermieden wird

Der Betrieb der Gebäudeleitechnik optimiert und transparenter wird und damit operative Kosten gesenkt werden können

Das Klima in den Gebäuden besser wird

DABBEL unterscheidet sich zu anderen Anbieter durch verschiedene Aspekte. Auf der einen Seite bieten wir eine optimal gut funktionierende Softwarelösung die mithilfe von Künstlicher Intelligenz vollkommen autonom funktioniert aber jederzeit transparent nachvollziehbar ist und eine absolute Neuerung im Markt darstellt. Auf der anderen Seite kann sich unsere Software selbstständig an neue Gebäude und Gegebenheiten anpassen und ist damit einfacher und schneller skalierbar als alle Konkurrenzprodukte. Außerdem bieten wir ein Produkt, das nur mit einer monatlichen Gebühr und ohne Investitionskosten auskommt und darüber hinaus in wenigen Tagen ohne Unterbrechungen im Betriebsablauf implementiert werden kann.

Wie ist das Feedback?

Durchweg positiv. Wir stellen fest, dass viele Kunden Probleme mit dem Betrieb Ihrer Gebäudeleittechnik haben und Interesse daran haben den Energieverbrauch zu reduzieren. Wir freuen uns bis Ende des Jahres noch weitere 5 Projekte in Deutschland, dem Nahen Osten und in Neuseeland zu implementieren.

DABBEL, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden in den nächsten Monaten in mehreren neuen Projekten die Funktion unserer Technologie ausgewählten Kunden demonstrieren, das Team ausbauen und weitere Funktionen entwickeln. Nächstes Jahr werden wir dann in Deutschland und in erste internationale Märkte expandieren. In fünf Jahren werden wir mit unserem Partner im Gebäudemanagement/Facility Bereich mehr als 10.000 Gebäude überall auf der Welt operativ besser und nachhaltig gemacht haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Alle Annahmen so schnell wie möglich am Kunden erproben und dann ändern oder weitermachen
  2. Klare Fokussierung auf das „Minimum Viable Product“  
  3. Nicht aufgeben, wenn es schwierig wird, sondern flexibel nach alternativen Wegen zum Ziel suchen und immer den Humor behalten

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Abel Samaniego für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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