Ehrlichkeit: Man sollte alle Karten auf den Tisch legen!

CurveSYS innovative Sensoren für das Lenkrad

Stellen Sie sich und das Startup CurveSYS doch kurz vor!
Als junges Münchner Startup sind wir überzeugt davon, dass wir mit unseren CurveSYS™ Sensoren – Erfindung den Straßenverkehr absolut sicherer machen können und dem Menschen im Falle eines Sekundenschlafs oder Herzinfarkt während der Fahrt zuverlässig assistieren.

Denn mit CurveSYS™ kann das nicht mehr passieren.

Wir haben ein richtig smartes Überwachungssystem für Lenkräder erfunden, welches Anrufe entgegennehmen, Starten von Routenumleitungen über das Navi, Vorlesen von Textnachrichten und E-Call (Notruf-Funktionen) direkt vom Lenkradkranz ausführen kann.

Wie ist die Idee zu CurveSYS entstanden?
Mein Vater hatte vor einigen Jahren einen schweren Autounfall, inkl. Helikopter Transport und sofortiger Not-Operation. Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 18 Jahre alt und musste mich umgehend um meine Mutter und um das Familiengeschäft kümmern. Der immense Druck bescherte mir lange schwere Alpträume, bis ich eines Tages die Idee hatte, eine Müdigkeitserkennung zu erfinden.

Ich startete umgehend mit den eigenen Zeichnungen und zeigte diese in ersten Gesprächen Patentanwälte, die auf dem Gebiet der Elektronik-Kommunikation und Sensorik Spezialisten waren und sind. Daraufhin begann ich ein Team aus weiteren kreativen Köpfen zusammenzustellen. In kürzester Zeit bauten wir erste Funktionsmodelle – aufgrund von Platzmangel noch in der eigenen Garage und teilweise auf dem Balkon – und führten diese bei namhaften Automobil- und Busherstellern vor. Rückblickend mit dem damaligen Status, denken wir heute “OK – hätten wir mal lieber etwas gewartet“. Dennoch und Jahre später wurde das System bei vielen Automobilherstellern ernst genommen und auf einigen Teststrecken erfolgreich getestet.

Wer ist die Zielgruppe von CurveSYS?
Zu unserem Bedauern wird in den Medien immer wieder und vermehrt über die Müdigkeit von Bus-Fahrern berichtet. Erst kürzlich war ein übermüdeter Fahrer in der früh um 6 Uhr am Steuer eingeschlafen ist und hat somit nicht nur sich, sondern auch alle Insassen und alle involvierten Menschen im Straßenverkehr in Gefahr gebracht. Aber es sind nicht nur die Busfahrer.

Zu unserer Zielgruppe gehört jeder Mensch, der ein Auto, einen LKW, BUS, Motorrad, Rollator, Fahrrad, Flugzeug, Boot, Jet Ski, Traktor oder jegliches Objekt durch eigene oder extern getriebene Kraft mit eigener Hand steuert.

Was ist das Besondere an dem CurveSYS?
Die Implementierung von CurveSYS™ Sensoren in bestehende Lenkräder, wo ohnehin kaum Platz ist, ohne Behinderung bestehender Abläufe der Hersteller, schien unlösbar. Wir haben uns sehr mit dem beschäftig und hatten bereits starke Patente, die das belegen. Das beschaffte uns u.a. strategisch Zeit und breite Anwendungsfelder. Durch jahrelange Entwicklung ist uns dann die Lösung gelungen. Mit einem Satz: Wir bauen in Lenkräder einen zuverlässigen Sensor-Assistenten ein, der erkennt ob der Druck der Hand nachlässt oder diese nicht mehr vorhanden ist. Mit unserem patentierten Geschäftsfeld gibt es demnächst CurveSYS™ als Nachrüstung fürs Fahrzeug. Ziel: Verpackung auf, aufs Lenkrad spannen und die Messung beginnt.

Somit haben auch ältere PKWs, LKWs, Busse und Motorräder die Möglichkeit nachgerüstet zu werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Es war ein absolutes Bauchgefühl und wir entschieden uns intuitiv. Wir haben die „Die Höhle der Löwen”-Folgen lange verfolgt und fanden, dass es für uns Zeit wird als deutsches Startup etwas einzigartiges technisches zu launchen und uns einen strategischen Investor an Bord zu holen. Da wir immer mehr Anfragen erhalten hatten, wollten wir letztendlich einen Löwen als Mentor und Partner haben. Das Format ist eine wahnsinnige Erfahrung.

Ich habe daher vor jedem einzelnen Gründer/in Respekt der/die in der Höhle war.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Ehrlich gesagt haben wir alle CurveSYS in den Adern und wir sind stets bereit CurveSYS aus jeder Situation heraus und vor jedem zu pitchen. Wir kannten die Sendung nur aus dem Fernsehen und wollten dementsprechend so pitchen wie wir die Fragen aus dem TV kannten.

Diese Fragen kennt ja letztendlich jeder: Wo seid ihr gerade? Welche Umsätze habt ihr? Wieviel habt ihr verkauft? Wieviele Anteile für welches Investment?
Aber es kamen auch andere Fragen. Rückblickend hätte ich mich doch mehr darauf konzentrieren müssen, CurveSYS auf eine einfachere Art und Weise zu erklären. Aber CurveSYS ist nun mal nicht so schnell und einfach erklärt. Weiterhin mussten wir auch darauf achten, dass wir nicht tiefes KnowHow verraten, denn es schauen ja doch einige Millionen zu.

Daher hieß es Fragen gekonnt und raffiniert umzuwandeln und das beste daraus zu machen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Das war definitiv ein großer Erfolg ohnehin zum Start. Der Moment indem man erfährt, dass man zur Auswahl gehört ist einfach schön. Aber das ist die Spitze des aufregenden Eisbergs den man erklimmen möchte. Es ist alles andere als einfach. Man beginnt von da an sich selbst zu motivieren und aufzubauen für die Show. Man versetzt sich in die Lage der Investoren, zumindest versucht es.

Ich bin ganz ehrlich. Man erhält ein Mikro, wird kurz geschminkt und dann heißt es „du bist der nächste“ & viel Erfolg. Die Tür geht auf , du gehst durch den Käfig, kannst sogar schon das Parfüm der Löwen wahrnehmen und dann zählt nur noch Konzentration. Dein Fokus richtet sich auf die fünf Investoren und vielleicht noch auf die Millionen Zuschauer… Ich verspreche mir ein Vorbild für viele Erfinder zu sein, die sich teilweise nicht trauen diese umzusetzen.

Hier zitiere ich gerne Albert Einstein: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie“. Das sollte der Weg und das Motto vieler Gründer sein.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf  CurveSYS aufmerksam werden?
Der Auftritt bei der „Höhle der Löwen” ist meines Erachtens in Verbindung mit einem Deal extrem wirksam. Mit einem Mal so viele potenzielle Interessenten und Medien auf sich zu ziehen ist tolles Marketing und zeigt auch, wie innovativ wir in Deutschland sind. Wir stellen natürlich auch immer mehr fest, dass die Vorreiter-Startups aus China, USA, Korea, Israel und viele weiteren Ländern kommen. Deshalb ist es uns auch besonders wichtig zu zeigen, dass auch wir wieder Trends setzen können.

Ziel der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Carsten Maschmeyer, der mit seinem großen Netzwerk uns sicherlich sehr gut unterstützen könnte..

CurveSYS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir hatten einige Start-Schwierigkeiten, doch wir kommen unserem Ziel immer näher, CurveSYS™ in jedes Fahrzeug der Welt zu implementieren, wo die Steuerung durch die menschliche Hand erforderlich ist und eine große Rolle spielt. Mittlerweile erhalten wir täglich Anfragen aus aller Welt bezüglich der Hand-Erkennung in Fahrzeugen, haben weitere Patente in Ländern wie Korea, USA, China und Taiwan angemeldet.

Wir werden hier definitiv den Markt weiterhin ausbauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ehrlichkeit: Man sollte alle Karten auf den Tisch legen, bei der Due Diligence wird eh alles akribisch geprüft.

Hartnäckigkeit: Immer wieder mit seinem Produkt überzeugen zu wollen ohne sein Gegenüber zu verärgern.

Arbeitswille: Nach der Show nicht glauben, dass läuft schon von alleine. Gerade dann muss man alles für sein Unternehmen und sein Produkt tun. Hundertprozentige Konzentration, 24/7 erreichbar sein – denn so eine Chance bekommt nicht so oft.

Bild© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie CurveSYS am 09.Oktober in #DHDL

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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