Freitag, Dezember 9, 2022

Standardisiere frühzeitig die Unternehmensprozesse

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

CURE alles rund um deine Gesundheit mit dem Arzt sprechen, E-Rezept erhalten und Medikamente von zu Hause aus bestellen

Stellen Sie sich und das Startup CURE doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Ali El-Ali, ich bin Gründer des Apothekenlieferservice CURE. Ich habe Business Administration mit Fokus auf Behavial Psychology studiert und kurz nach meinem Masterabschluss mein erstes Start-up gegründet: die Social-Investment-Plattform AE Invest. Nach meinem Exit bei AE Invest habe ich mit meinem zweiten Unternehmen GreenLog E-Mobility-Anbieter bei der Prozessoptimierung unterstützt. Im Dezember 2021 habe ich dann gemeinsam mit meinem Co-Founder Manuel Aberle die CURE Group gegründet.

Unsere App CURE fasst unsere Vision zusammen, eine One-Stop-Shop-Plattform für das Gesundheitswesen aufzubauen. Über sie können Menschen mit einem Arzt sprechen, ein E-Rezept erhalten und ihre Medikamente von zu Hause aus bestellen. Wir werden ein Gesundheitsmarktplatz sein, um Patient*innen, Apotheken und Telemedizinanbieter miteinander zu vernetzen. Derzeit kann man rund 3.000 rezeptfreie Medizinprodukte zu sich nach Hause bestellen. Und sobald das E-Rezept auf dem deutschen Markt eingeführt ist, können unsere Kund*innen auch ihre verschreibungspflichtigen Medikamente über unsere App bestellen und von CURE geliefert bekommen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nach meinem Studium habe ich für zwei Wochen für ein großes deutsches Unternehmen gearbeitet. Mir wurde klar, dass ich, um einen größeren Einfluss auf meine Gemeinschaft und Gesellschaft zu haben, selbst etwas aufbauen müsste, anstatt Teil der Kette zu sein. Was ich gelernt habe ist, dass die Gründung und der Aufbau eines Unternehmens etwas ist, was mich erfüllt und mir Freude und Spaß bereitet. Es ist wie bei allen anderen Tätigkeiten auch: Je öfter du es machst, desto besser wirst du darin. Außerdem fasziniert mich besonders die Tatsache, dass man den Unternehmensmarkt beeinflussen kann und bei einem Start-up mit echten menschlichen Problemen direkt konfrontiert wird.

Welche Vision steckt hinter CURE?

Das Ziel ist es, die Gesundheitsinfrastruktur durch ein digitales Angebot mit dem stationären Einzelhandel zu verbinden und damit für alle Beteiligten zu verbessern. Heutzutage wird unser Alltag vom Quick Commerce bestimmt. Hat man keine Zeit zum Kochen oder Einkaufen, lässt man sich etwas liefern. Gleiches gilt für Kleidung und Schuhe. 

Nun, wenn man krank ist, sollte man zu Hause bleiben. Niemand, der krank ist, muss sich und andere gefährden, um Medikamente zu bekommen. Deshalb haben wir CURE zum Leben erweckt. In Zukunft ist die Apotheke und der*die Apotheker*in des Vertrauens aus der Nachbarschaft nur wenige Klicks entfernt. Außerdem sind über 65 % aller Rezepte Folgerezepte, sodass diese Arzttermine aus der Ferne durchgeführt werden können. Letztendlich wird die Fernbehandlung unser Gesundheitssystem entlasten, da man so nicht lange auf einen Arzttermin warten muss.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die erste Investitionsrunde verlief sehr gut und wir haben innerhalb von 14 Tagen 4,7 Mio. Euro erhalten. Das ist wirklich schnell! Manuel und ich hatten den Vorteil, dass wir beide bereits einen erfolgreichen Exit hinter uns hatten und somit als Unternehmer anerkannt wurden. Das hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Zudem war es für die Anleger sinnvoll einzusteigen, sobald das E-Rezept kommt.

Zu den Investoren von CURE gehören Craft Ventures, Abstract Ventures und J12 Ventures – mit Beteiligung von J Ventures. Craft Ventures hat auch in Unternehmen wie Uber, Airbnb, Facebook und Bird investiert. Damit haben wir einen Geldgeber mit großer Expertise in moderner und nachhaltiger Mobilität und digitaler Infrastruktur an Bord. Als einer der ersten Investoren ist Craft Ventures in gewisser Weise auch für andere Investoren ein gutes TÜV-Siegel.

Wer ist die Zielgruppe von CURE?

Jede*r, der*die Gesundheitsversorgung benötigt, von OTC-Lieferdiensten bis hin zu telemedizinischer Beratung. Mit CURE wollen wir in erster Linie das Leben aller Menschen angenehmer machen. Wer krank ist oder aus anderen Gründen ein Apothekenprodukt oder ein rezeptfreies Medikament benötigt, sollte es möglichst schnell und unkompliziert bekommen. So wollen wir die Gesundheitsversorgung für alle verbessern.

Wenn man sich intensiver mit der Zielgruppe beschäftigt, ist es ist wichtig, über ältere Bevölkerungsteile zu sprechen, Menschen zwischen 55 und 65. Diese Gruppe wird von keinem anderen Technologieunternehmen angesprochen. Wir möchten, dass auch Menschen jenseits der 55 unsere Dienste nutzen und mit der App eine gute Benutzererfahrung haben. Es ist klar, dass junge Menschen Apps deutlich leichter annehmen. Unsere Dienstleistung ist aber auch für die älteren Generation wichtig.

Wie funktioniert CURE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Man öffnet die App, wählt das gewünschte Medikament oder Pflegeprodukt aus, fügt die Zahlungsinformationen hinzu, gibt seine Adresse ein und lehnt sich entspannt zurück. Das Medikament kommt zu einem nach Hause. Kund*innen können mit der GetCURE-App schnell und einfach aus einem Angebot von 3.000 rezeptfreien Medizinprodukten auswählen, was sie benötigen  und es sich nach Hause liefern lassen.

Anhand des Kundenstandortes wird die nächstgelegene Partnerapotheke ausgewählt und die Bestellung dort durch CURE aufgegeben. Die Bestellung wird von einem Apotheker oder einer Apothekerin geprüft und überwacht. Wenn die Apotheke das Medikament auf Lager hat, holt einer unserer Rider die Bestellung ab und liefert sie innerhalb weniger Minuten an die Haustür des*der Kund*in. Für Kund*innen entstehen keine zusätzlichen Lieferkosten. 

Der Vorteil für Apotheken liegt auf der Hand: CURE ist kein Konkurrent, sondern ein Lieferdienst, der ihr Geschäftsspektrum erweitert. Die Lieferung des Medikaments ist für Endverbraucher*innen  kostenlos. In Zukunft wird CURE auch den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung demokratisieren, indem wir den Arzt oder die Ärztin mit Patient*innen und der Apotheke verbinden.

Unser erfahrenes operatives Team, das genau weiß, wie man standardisierte Prozesse aufsetzt, hebt uns von anderen ab. Wir wollen den Betrieb optimieren, damit er in Zukunft für alle nutzbar ist.

CURE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In Zukunft wollen wir mit CURE auf den ganzen Kontinent expandieren. Egal, wo du dich in Europa befindest, öffnest du die GetCURE-App und kannst Ibuprofen, Orthomal, Cerave oder sogar verschreibungspflichtige Medikamente bestellen. Wir sehen unsere Rolle zukünftig als Gesundheitsplattform, mit der wir das Bindeglied zwischen Ärzt*innen, Apotheke und Patient*innen sind. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Standardisiere frühzeitig die Unternehmensprozesse und passe sie bei Bedarf an. In meiner Anfangszeit habe ich, wie viele andere Gründer*innen in der Gründungsphase, in vielen verschiedenen Bereichen gleichzeitig gearbeitet: Man macht also von allem ein bisschen. Das macht für die Erfahrungs-/Lernkurve in der Anfangszeit durchaus Sinn. Im Laufe der Zeit merkt man jedoch, dass man oft immer wieder dieselben oder ähnliche Kernprobleme lösen muss. Diese sollte man unbedingt in eine Blaupause übersetzen, um effizienter zu sein. Das habe ich erst nach dem zweiten Start gesehen. Ich habe von Anfang an damit begonnen, die Blueprints oder standardisierten Prozesse umzusetzen, damit man bei einem Hyper-Scale-Up oder einem schnellen Wachstum nicht zu viele Wachstumsschmerzen hat. Das PlayBook kann man dann für andere Start-ups verwenden und im Laufe der Zeit anpassen.

Verstehe, dass es Menschen sind, die diese Prozesse ausführen.

Tue Dinge, die am Anfang nicht skalierbar sind. Gründer*innen glauben, dass jede erfolgreiche Idee vom ersten Tag an eine erstaunliche Zahl widerspiegeln muss. Ganz im Gegenteil. Die Gründer von Airbnb klopften an viele Türen, um mehr Häuser auf ihrer Plattform zu haben. Ein zufriedener und wachsender Kundenstamm ist für eine frühe Gründungsphase entscheidend. Manchmal muss man auf eine Weise beginnen, die die meisten eine nicht skalierbare Marketinglösung nennen würden, um dorthin zu gelangen.

Wir bedanken uns bei Ali El-Ali für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: CURE

Kontakt:

CURE Group GmbH
Pariser Platz 6a
D-10117 Berlin

www.getcure.app

Ansprechpartner: Manuel Aberle und Ali El-Ali

Social Media:
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