Nicht aufgeben und hartnäckig bleiben!

Thomas Müller Gründer von curassist ,Dienstleister für Pflegekräfte, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Curassist doch kurz vor!

Thomas Müller: Curassist ermöglich es Jeder Pflegekraft seine Fachkompetenz für sich selbst zu nutzen, auch nebenbei. Wir haben dafür ein Zertifikat, ein Abrechnungssystem, melden Pflegekräfte bei den Krankenkassen und schaffen somit die Hürden für sie ab. Sie können so ihre ganze Fachkompetenz für sich selbst nutzen.

Wie ist die Idee zu Curassist entstanden?

Ich hatte mit 21 mein erstes Unternehmen gegründet und damit auch viel Erfolg. Mit 28 wurde ich jedoch schwer krank, was mich aus der Bahn geworfen hat. Faszinierte von der Arbeit der Pfleger und Pflegerinnen habe ich schließlich meine Laufbahn geändert uns eine Ausbildung in der Pflege gemacht. Erschreckend fand ich jedoch, dass so viele Pflegekräfte in dem Beruf nicht arbeiten können, meist aus Familiären Gründen, oder keine volle Stelle bekommen, da diese für Arbeitgeber bei Krankmeldungen und Wochenenddiensten schwerer Planbar sind.

Aber diese Pflegkräfte sind dann für immer aus der Pflege raus! Die Selbstständigkeit, seine Fachkenntnisse können sie nicht für sich selbst nutzen, sondern nur in einem Angestelltenverhältnis. Dafür sorgen zu viele Hürden! Trotz Demografischen Wandels und Pflegenotstand hat sich da nichts getan. Das können wir in Deutschland mit vielen Struktur schwachen Regionen nicht erlauben. Also suchte ich nach einer Lösung, und die Heißt curassist.

Welche Vision steckt hinter Curassist?

Thomas Müller: Die Vision, das bei 400.000 Pflegekräfte, die den Beruf verlassen haben, oder 750.000 Pflegekräfte, die in Teilzeit arbeiten, es ganz normal wird, die Pflegekraft um die Ecke um Hilfe zu fragen und das dann auch, wie bei Physiotherapie oder Akupunktur, von der Kasse bezahlt bekommt. Zumal die Pflege einer der Ältesten Berufe der Menschheit ist.

Wer ist die Zielgruppe von Curassist?

Jeder, der pflegt und dort eine Ausbildung oder Schulung gemacht hat. Also alle “Pflege-Profis“

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Ich wurde oft, seit der ersten Staffel, gefragt, warum ich das nicht mal versuche, also … habe ich es mal versucht, und es ging schneller als ich dachte.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Thomas Müller: Mit dem ganzen Team, geprobt, programmiert, organisiert. Es war ein Wahnsinns Aufwand, den man nicht sieht. Alleine schon das Pflegebett „ohne ärztliche Verordnung“ zum Set zu bekommen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr motivierend. Wir sind schon in einer Nische, aber zu sehen, dass die Nische viele Menschen bewegt, ist schon Klasse!

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Curassist aufmerksam werden?

Thomas Müller: Sehr wichtig! curassist ist noch recht unbekannt aber sehr wichtig. Alleine die Möglichkeiten, die Pfleger wirklich haben, öffentlich zu zeigen statt nur die Probleme zu thematisieren, sondern sie zu lösen. Alle schon das „ich kann nebenbei Selbstständig sein“ ist ein Riesenthema. Alle glauben immer, sie müssten kündigen, um sich zu verwirklichen, was nicht stimmt und so mal an die Öffentlichkeit kommt.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Herr Maschmeier, da er sich in der Branche auskennt, und Frau Wöhrl, da curassist ein sehr politisches Thema ist, waren meine Favoriten, aber auch auf Herrn Glagau war ich sehr gespannt.

Curassist, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird es normal sein, eine Pflegekraft aus der Nachbarschaft nach Hilfe zu fragen. Diese wird dann fair von den Kassen bezahlt, da curassist alles regelt und die Arbeit der Pflegekräfte von der Gesellschaft und vor allem den Kassen gewürdigt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben. Wenn einer sagt, dass etwas nicht möglich ist, erst mal selbst schauen. Und wenn man hartnäckig ist, kann man wirklich einen kompletten Beruf, mit fast 2 Millionen Menschen, verändern und ein neues Selbstbewusstsein geben.

Thomas Müller aus Koblenz präsentiert mit „Curassist“ eine Dienstleistung für Pflegekräfte. Er erhofft sich ein Investment von 500.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie curassist am 17. März in der Höhle der Löwen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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