Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

BakerBro’s: Cupbreads der pikante Snack

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmendoch kurz unseren Lesern vor!
Hallo: Wir sind die BakerBro´s GmbH! Mit „wir“ meine ich: Daniel Kirchmayr: Geschäftsführer und „Erschaffer“ der Cupbreads, Peter Puscha: rasender Außendienstleiter und meine Wenigkeit, Alessa Prochaska: quirlige Marketingleitung.

Unser Unternehmen sitzt in Leonding, im schönen Oberösterreich und von hier aus managen wir alle Aufgaben, die ein Startup so zu bewältigen hat. Vor allem arbeiten wir daran unsere Cupbreads in Österreich und im gesamten DACH-Raum auszurollen und somit alle mit unserer Brotliebe anzustecken.

Wie ist die Idee zur Cupbreads entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Eine Mädelsparty schmeißen, eine Vorspeise zaubern oder aber einfach zwischendurch etwas Warmessnacken, ohne viel Aufwand und ohne dabei wichtige Nährstoffe zu verlieren?! Das waren die Probleme, die wir mit unseren Cupbreads lösen wollten undheute auch erfolgreich tun.

Als Team vereint uns vor allem eines: Die österreichische Liebe zu „echtem“ Brot. Unser Brotsnack ist einzigartig und wir drei spüren einfach, dass das etwas Großes ist. Wir kommen alle aus verschiedenen Richtungen und genau diese Diversität macht uns stark. Daniel und Peter haben sich durch das Theater kennengelernt und sind so auch beruflich ein Team geworden. Und da jedes Startup ein wenig weibliche Intuition braucht, wurde ich, Alessa, 2015 auch Teil des Teams.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine Herausforderung war es auf jeden Fall passende Produzenten für unsere Cupbreads zu finden und hier haben wir uns selbst übertroffen. Wir arbeiten mit absoluten Profis in der Branche zusammen.Des Weiteren waren natürlich das Knüpfen von Kontakten und der Ausbau unseres Netzwerkesgroße Meilensteine und zu guter Letzt die Finanzierung. Hier haben wir nach vielen Pitches, Gesprächen und Präsentationen das nötige „Kleingeld“ zusammen gehabt, um unsere kleinen Brötchen ganz groß raus zu bringen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Zu Beginn hatten wir lediglich eine Idee und eine ungefähre Vision. Im Laufe der Zeit hat sich rund um diese Vision ein Geschäftsmodell entwickelt, dem wir nach wie vor treu geblieben sind. Es hat sich alles ineinandergefügt und wir sind stolz darauf alle Aufgaben und Herausforderungen so gut wie möglich gemeistert zu haben. Jetzt wird sich zeigen, ob sich unsere harte Arbeit gelohnt hat.

Wer ist die Zielgruppe von Cupbreads?
Einerseits zählen zu unseren Zielgruppen die Lebensmitteleinzelhändler und Gastronome, die mit unseren Cupbreads ihr Produktsortiment innovativ erweitern wollen. Anderseits zielen wir auf Endkunden ab, die sich gerne mit ihren Freunden oder der Familie zusammensetzen und etwas Köstliches snacken wollen. Aber auch Menschen, die im Alltag wenig Zeit haben und sich gerne zwischendurch mal einen warmen Snack gönnen möchten.

Was ist das Besondere an den Cupbreads?
Der Cupbread ist nicht nur ein Augen- sondern auch ein wahrer Gaumenschmaus. Unser Snack kann zuhause aufgetaut in nur 10 Minuten fertiggebacken werden. Wenn also Freunde zu Besuch kommen, ist er schnell zubereitet und kann einfach in Viertel geteilt werden – schließlich macht geteilter Genuss mehr Spaß.

Unser Cupbread kann aber auch als Snack an der heißen Theke mitgenommen werden, denn er hat die Größe und die Nährwerte,um ihn alleine unterwegs oder zuhause zu verspeisenund dabei satt zu werden.
Er ist knusprig, warm und einfach mit nur einer Hand zu essen, ohne sich dabei anzupatzen. Aufgrund der zwei Teige bleibt er lange warm, jedoch schmeckt er auch kalt köstlich.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback von unseren Cuppies (so nennen wir unsere Kunden) ist sehr gut, was uns natürlich freut. Sie geben uns aber auch Tipps, wie wir die Cupbreads weiter entwickeln können. Auf die Frage, welche Geschmacksrichtung noch fehlt, wurden beispielsweise Wünsche wie „ein veganer Cupbread“ oder aber auch „ein Cupbread mit Käse und Rosinen – perfekt zum Wein“ geäußert.

Bei den Geschäftspartnern ist es dasselbe. Alle sind von unserem Wunderwuzzi sehr begeistert und vor allem der Name „Cupbread“ und die Geschmackskombinationen kommen sehr gut an.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Das Produkt war fertig entwickelt, das Feedback war großartig und das gesamte Team hat daran gearbeitet, den Cupbreads zur Weltmarke zu machen. Da fehlt ein strategischer Partner der das alles schon einmal vollbracht hat und somit bereits wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Einmal sind wir ohne Vorankündigung bei Leo Hillinger im Linzer Store aufgetaucht – mit Holzkiste, Dirndl usw. Da konnten wir sein Herz leider noch nicht gewinnen, aber das war nur eine Frage der (Sende)Zeit. Des Weiteren wollten wir Herrn Prokop von unserem Produkt überzeigen. Den anderen Investoren wollten wir hingegen einfach nur ein warmes Mittagessen vorbei bringen.

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Ich habe an dem Pitch tagelang gefeilt. Wie packt man unser großartiges Produkt in nur 2 Minuten – das war eine echte Herausforderung. Danach haben wir alle gemeinsam geübt, geübt und geübt. Wir haben Testpitches vor unseren Familien und Freunden abgehalten. Haben uns Pitches von ehemaligen Kandidaten angesehen und viel über die Investoren recherchiert. Wir wollten nichts dem Zufall überlassen.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Der Snackmarkt ist heiß umkämpft und wir wissen, dass wir starke Konkurrenz haben. Aber unsere USPs sind nun mal wirklich unique und da waren wir natürlich absolut stolz und froh, unser Produkt an dem wir jahrelang gefeilt haben, ganz Österreich zu präsentieren. Schließlich gibt es das Produkt nun auf unserer Websitewww.cupbreads.at online zu bestellen und das ist wirklich großartig.

Wir haben vor allem auf die Chance gesetzt, die Show als Marketinginstrument zu verwenden und dadurch endlich den erhofften Schritt in den Lebensmitteleinzelhandel zu schaffen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup-Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf den Cupbreads aufmerksam werden?
Das ist ein extrem wichtiger Punkt für uns. Als wir wussten, dass wir in der Show auftreten dürfen, haben alle im Team nochmals einen Zahn zugelegt. Peter hat noch mehr Unternehmen und potentielle Kunden als zuvor besucht. Daniel hat all seine Ressourcendarauf verwendet Partner zu finden, damit unsere Kunden die Cupbreads online kaufen können und ich habe mich darum bemüht das Design professioneller aufzubauen und die Website „showtauglich“ zu machen. Wir wussten, dass dies eine große Chance für uns und für unseren Snack ist. Wir wollten sie so gut es geht nutzen und haben dies auch gemeinsam geschafft.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren haben Sie im Fokus?
Da wir auf der Suche nach einem strategischen Investor waren, kamen eigentlich nur Leo Hillinger und Heinrich Prokop für uns in Frage. Wir wollten jemandem dabeihaben, der sich in der Lebensmittelbranche und in der Internationalisierung von Unternehmen auskennt. Schließlich steht der rote Bulle als österreichisches Aushängeschild am internationalen Markt ziemlich alleine da – das wollen wir ändern.

Cupbreads, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Der Weg wird in Richtung Erweiterung der Produktpalette gehen. Hierfür sind saisonale Füllungen und spezielle Teige bzw. Toppings angedacht. Wir wollen, dass unsere Cupies Teil des Prozesses sind. Ihre Wünsche und Probleme wollen wir lösen und das nicht nur im DACH-Raum, sondernauch international. Wieso keinen Cupbread mit Lachs und Kartoffeln für Schweden entwickeln? Wieso sollte es keine Cupbreads in Italien, Japan oder den USA geben?

In 5 Jahren wollen wir mit unserem Unternehmen BakerBro’s für innovative Snack-Ideen stehen und weltweit unsere Liebe für Brot versprühen. Hierfür gibt es auch schon Pläne,aber die sind natürlich Top Secret .

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sich im vorhinein Gedanken machen auf welche Reise man sich hier einlässt. Der Gedanke „heute gründe ich ein Start Up und morgen bin ich erfolgreich“ funktioniert definitiv nicht.
2. Sich einen Plan bzw. eine Wegbeschreibung basteln und versuchen dieser treu zu bleiben. Viele Wege erscheinen verlockend, doch bringt dich nur einer andas gewünschte Ziel. Jedoch ist mit dem richtigen Team an der Seite ist kein Berg zu hoch.
3. Und zu guter Letzt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Bild © PULS 4 / Gerry Frank

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Wir bedanken uns bei Alessa Prochaska für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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