Mach nur, was Du verantworten kannst.

csdp: coaching – strategie – design – produktion

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen CSDP Medienagentur C. Schade doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo allerseits! Ich bin Cornelia Schade und bin 37 Jahre alt. Ich bin gelernte Buchhändlerin, studierte einige Zeit Kunst (an der „aki“ akademie voor beeldende Kunst in Enschede/NL), Informatik (in Bremen), machte mein Diplom Grafikdesign Schwerpunkt Kommunikationsdesign an der FH Bielefeld. Anschließend erwarb eine pädagogische Zusatzqualifizierung für die Lehre, sowie einen Ausbilderschein.

Für 27,50 Euro bekam ich im Jahr 2012 beim Reutlinger Gewerbeamt meine erste Steuernummer und arbeitete von da an als freie Grafikerin und als Lehrerin im Bereich Medientechnik, Informatik etc.

Im Jahr 2016 ging ich dann den Schritt und mietete Büroräume für die csdp Medienagentur an, in der heimatlichen Stube war einfach nicht mehr genug Platz.

Die „csdp Medienagentur“ steht für

coaching
Wir schulen den Kunden direkt am Projekt, gezielt für das Projekt.

strategie
Wir starten bei einem Projekt nicht mit blinder Pixelschubserei. Die Entwicklung eines Plans unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen steht für uns an erster Stelle.

design
Wir designen nicht nur visuelle Inhalte, sondern auch Informationen und bilden daraus Strukturen und Konzepte.

produktion
Ist das Konzept verabschiedet und das Design entwickelt, setzen wir unseren Plan medienspezifisch um.

Neuerdings gehen wir beim coaching noch einen Schritt weiter! Gemeinsam mit unserem Schwesterunternehmen, der „DTS-Akademie für Aus- und Weiterbildung Reutlingen“, haben wir uns der „DTS Gruppe“ angeschlossen und starten 03.07.2017 mit einem breiten Angebot aus zertifizierten Weiterbildungen und Umschulungen für die Medienbranche und weiteren spannende Themenfeldern (Sicherheitsgewerbe, Büro und EDV für neue Mitbürger, Soziale Berufe).

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?/Wie ist die Idee entstanden?
Es hat mich schon immer geärgert, bei vielen Kunden gegen Windmühlen des Unverständnisses kämpfen zu müssen. Viele verstehen unsere Produkte und Leistungen nicht, geschweige denn die „unsichtbare“ Arbeit, die hinter einer Website, einem Flyer oder einer Werbekampagne steht. Dazu kann man bei einigen Produkten, wie z.B. Social Media Arbeit, den Erfolg nicht immer sofort oder überhaupt konkret messen. Unsere Werkzeuge und Produkte sind komplex und nicht sehr transparent und damit möchte ich aufräumen. Daher habe ich coaching als eigenen Pfeiler von csdp aufgebaut. Wer bei uns Kunde wird, muss damit leben, dass er auch was lernt.

Außerdem kann ich meine Arbeit nur gut machen, wenn ich an sie glaube. Das war schon immer so und in der Schule nicht immer so richtig glücklich. Und auch wenn das ehrenwert klingen mag, ist dies im Alltag ein Problem. Finden Sie mal einen Kunden, der einem das glaubt.

Warum „coaching“ ausbauen?
Darüber hinaus beobachtete ich einige Jahre bei meiner nebenberuflichen Tätigkeit als Lehrerin am technischen Berufskolleg den Bedarf an wirtschaftsnaher Bildung in der Medienbranche und im Bereich Medienkompetenz. Die schulische Ausbildung ist nicht in der Lage, aktuelle Standards aus der Wirtschaft zu vermitteln. Hier fehlen einfach das Know How und die Erfahrung, vor allem da sich die Medienbranche stetig und parallel zur Technik entwickelt. Dazu wird in vielen Unternehmen von Mitarbeitern mit einem völlig anderen beruflichen Hintergrund verlangt. Marketing- Webredaktion oder die Erstellung von Geschäftsdrucksachen zu übernehmen.

Unsere Leistungen und Produkte sind und werden immer mehr benötigt werden. Ich bin überzeugt, dass der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern vor allem in Grafikabteilungen der Unternehmen selbst steigen wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die erschwerten Quereinstiegschancen und das Anstreben dieser Berufsfelder für junge Menschen, die nicht den unrealistisch hohen Anforderungen, die derzeit an z.B. Anwärter/innen auf die Berufsausbildung Mediengestalter Digital- und Print gestellt werden, gerecht werden können. Der Begriff „Eierlegende Wollmilchsau“ wurde glaube ich genau dafür erfunden, denn das sucht die Branche derzeit.

Daher habe ich mich der „DTS Gruppe“ mit der „DTS-Akademie für Aus- und Weiterbildung Reutlingen“ angeschlossen, um auf diese Entwicklungen zu reagieren, und weitere Zugänge zu dieser Branche zu ermöglichen. Durch die direkte und praxisstarke Zusammenarbeit mit „csdp“ werden aktuelle und qualitativ hochwertige Weiterbildungen und Umschulungen in unserem Hause in Reutlingen ermöglicht.

Was waren bei der Gründung Ihres Unternehmens die größten Herausforderungen?
Banken! Ich wollte eine Existenzgründungsförderung seit meiner Gründung bei einer meiner Hausbanken erreichen. Man sagte mir im April 2012 dort, es würde keine 3 Monate dauern, dann hätte ich meinen kleinen Kredit. Das klingt unmöglich, aber leider läuft es nicht immer glatt.

Bürokram! Ich absolvierte im Jahr 2000 eine Lehre zur Buchhändlerin. Dort waren auch kaufmännische Grundlagen Thema. Aber Grundlagen reichen einfach nicht aus. Ich bin vieles, aber keine Bürokratie-affine Bürokraft. Ich kann nur sagen, egal was Sie für ein Business planen, ohne eine solche zuverlässige Person an Ihrer Seite geht es nicht!

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten, das schaffen wir nicht?
Natürlich. Und die wird es immer geben! Aber ich habe das Glück, dass mein Lebenspartner, meine Familie und meine Mitarbeiter mich großartig unterstützen.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Ja, ja und oh ja. Egal wie viel Stress und unter wie viel Druck ich vor 2012 schon stand, es ist nicht ansatzweise vergleichbar mit den letzten 5 Jahren.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
„ Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert“ (Zitat: A-Team) Aber in der Realität funktioniert das meiner Erfahrung nach fast nie. Eine Idee unterliegt einem ständigen Entwicklungsprozess (das ist Bestandteil meiner Branche), entweder aufgrund von unbeeinflussbaren Außeneinwirkungen, oder einfach weil einem selbst eine Anpassung notwendig erscheint. Es ist wichtig, mit Varianten des Plan- Szenarios jonglieren zu lernen und vor allem mit Kompromissen leben zu lernen.

Wer ist die Zielgruppe?
Jeder Kunde der zu uns, und zu dem wir passen. Das lässt sich aber erst nach einem Gespräch entscheiden und das von beiden Seiten.

Warum ich keine „Branchenspezialisierung angebe?
Ich könnte jetzt sagen csdp ist eine Medienagentur mit dem Schwerpunkt Bildungsbranche, weil dort aktuell die meisten Kunden angesiedelt sind, aber die Kundschaft bestimmt das Thema.

Genauso wie Kreativität ein selbstverständlicher Bestandteil der Branche ist, gehört für mich die Fähigkeit, sich in jedes „Kundenthema“, einzuarbeiten und die Produkte und Leistungen des Kunden zu verstehen, natürlich dazu. Daher gibt es keine Spezialisierung, sondern Projekte.

Welche Leistungen bieten Sie an?
Wie schon bei Punkt 2 zu sehen bietet csdp: coaching – strategie – design – produktion an.

Wir bieten das an, was jede „Full-Service Werbeagentur“ anbietet:

Websites, Online Shops, Flyergestaltung, Visitenkarten, Design von Powerpoint Vorlagen, Geschäftsdrucksachen, Plakatwerbung, Autobeklebungsdesign und Produktionsbetreuung, Fotografie, Bildbearbeitung, Druckvorstufe, Logodesign, Magazin- und Buchgestaltung, Social Media Kampagnen, Werbemittel, etc. Wir denken medienübergreifend und konzentrieren uns darauf, einen klaren Vorteil für unsere Kunden erlebbar und messbar zu machen.

Was unterscheidet Sie von anderen Agenturen?
„Natürlich ist unsere Gestaltung viel besser als die der anderen und unsere Strategien für die erfolgreiche Vermarktung sind die einzig richtigen, die wir jedes Mal völlig neu und aus dem Nichts Kraft unserer Wassersuppe erschaffen!“ Nein, wir sind nicht einzigartig! Wir haben nicht als einzige die Weisheit gepachtet und wir machen auch mal Fehler! Aber… wir sind ehrlich, und vor allem arbeiten wir professionell und zielstrebig ausschließlich an Produkten/Projekten, an deren Erfolg wir glauben.

Außerdem schulen wir den Kunden mit. Manche unauffällig und nebenbei , manche mit eigens dafür geplanten Workshops. Wir arbeiten nicht nur für, sondern mit dem Kunden und blicken für die passende Kommunikationslösung über den Tellerrand hinaus.

CSDP Medienagentur : Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?

Wenn ich drei Wünsche frei hätte:

Ein paar neue Kunden: Toll wäre ein regelmäßig erscheinendes Magazin, eine Zeitschrift oder Gebrauchsanleitungen. Denn wir sind immer nur so gut und so stabil wie unsere Kunden und umgekehrt.
Einmal ganz oben mitmischen, einen großen Pitch rocken (und vor allem die Zeit dafür haben) und mal zeigen, dass wir mehr können als „nur“ Tagesgeschäft.
Ich wünsche mir, dass unsere Weiterbildungen und Umschulungen im Medienbereich (Mediengestaltung, Marketing, Webdesign, Adobe Programme…) gut anlaufen und wir damit effektiv auf die Arbeitsmarktanforderungen reagieren.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Mach nur, was Du verantworten kannst. Denn wenn du „echt“ bist, merken und schätzen das Deine Kunden.
Erwarte niemals von Deinen Mitarbeiter etwas, indem Du von Dir selbst ausgehst. Es ist Dein Risiko, es ist Deine Verantwortung, daher ist Deine Motivation eine völlig andere.
Reflektiere immer wieder Deine Ideen und Entscheidungen mit unterschiedlichen Menschen, denn irgendwann wirst Du sonst betriebsblind.
„never give up, never surrender“ (Film: Galaxy Quest)

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Cornelia Schade für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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