Habt eine klare Vision, wo die Reise hingehen soll

CrowdDesk ist Startup of the Month im Januar des Frankfurt Forward Awards

Stellen Sie sich und das Startup CrowdDesk doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Jamal El Mallouki und ich bin gemeinsam mit Johannes Laub der Gründer und Geschäftsführer von CrowdDesk. CrowdDesk ermöglicht es Unternehmen online Kapital einzusammeln. Unsere Software ist in der Lage verschiedene Arten von Finanzprodukten zu digitalisieren – und damit auch das Geschäft der Kapitalaufnahme und -vermittlung. Das gibt Unternehmen einen schnellen und einfachen Kapitalzugang, ohne dabei abhängig von Dritten zu sein.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Eigentlich habe ich es nie aktiv forciert Unternehmer zu sein, sondern war einfach schon immer unternehmerisch aktiv. Mit 16 habe ich bereit mit meinen heutigen Mitgründern Websites für Restaurants und Gemeinden erstellt. Später haben wir dann auch ein eigenes Label gegründet und damit eine Band aus unserem Freundeskreis unterstützt. Die Entscheidung ein Unternehmen zu gründen, haben wir in der Studienzeit getroffen, später aus einem Beruf heraus, wäre es wohl unwahrscheinlicher gewesen. 

Welche Vision steckt hinter CrowdDesk? 

Wir wollen jedem Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen, weil wir davon überzeugt sind, dass der Kapitalzugang – und damit die Möglichkeit Ideen und Geschäftsmodelle umzusetzen – nicht von Wenigen bestimmt werden sollte. Vielmehr muss die Vergabe transparent und demokratisch ablaufen. Die Crowd soll entscheiden, wer Kapital erhält. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Das passende Team zu finden und sich jeden Tag zu motivieren neu zu denken und sich selbst ständig zu hinterfragen ist enorm wichtig, aber auch sehr schwer. Das waren und sind die größten Herausforderungen. 

Wir haben uns zunächst aus verschiedenen Eigenkapitalquellen finanziert und uns zu Beginn nur 5000 Euro pro Jahr Gehalt ausbezahlt. Zu Beginn konnten wir Business Angel von uns überzeugen, die uns unterstützt haben. Im Frühjahr 2019 haben wir dann eine Finanzierungsrunde mit VC-Kapital abgeschlossen. 

Wer ist die Zielgruppe von CrowdDesk? 

Potenziell sprechen wir mit unserer Software 24 Millionen kapitalsuchende kleine und mittelständische Unternehmen in Europa an. Da der Kapitalzugang durch die strengeren Regulierungen, Stichwort Basel III, immer schwieriger und teurer wird, müssen sich Firmen nach Alternativen umschauen. Doch nicht nur sie profitieren von CrowdDesk. Auch Banken, Emissionshäuser, Haftungsdächer und Finanzvermittler können ihr Geschäftsmodell mit uns digitalisieren oder tun das bereits. 

Wie funktioniert CrowdDesk? Wo liegen die Vorteile? 

CrowdDesk bietet eine White-Label-Software mit der Unternehmen die rechtliche Strukturierung, die Vertriebsstrategie und einen professionellen Anlegerservice vollständig digital abwickeln und so Kapital über das Internet einsammeln können. Dabei haben unsere Kunden die größtmögliche Flexibilität, weil sie Kapital über verschiedene Finanzinstrumente einsammeln können. Also nicht nur über ein Nachrangdarlehen, sondern beispielsweise auch über Genussscheine oder Wertpapiere.

Sie sind Startup of the Month im Monat Januar. Wie geht es jetzt weiter? 

Wir wollen natürlich nun auch Startup of the Year werden

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir in Sachen Finanzierungswege dieselbe Relevanz wie Börsen und Banken haben. Finanzierungen über alternative Instrumente wie Crowdinvesting sollen weltweit zum Standard gehören – wie der klassische Bankkredit heute.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Arbeitet nicht nur hart an eurem Geschäftsmodell, sondern auch an euch selbst.

Habt eine klare Vision, wo die Reise hingehen soll – und nehmt eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit auf diese Reise.

Feiert Erfolge!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jamal El Mallouki für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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