Konzentriert euch auf das Wesentliche

CrowdDesk White-Label-Lösungen für den Start und Betrieb von Plattformen zur Schwarmfinanzierung

Stellen Sie sich und CrowdDesk doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Jamal El Mallouki und ich bin neben Johannes Laub Gründer und Geschäftsführer von CrowdDesk, einem Anbieter von White-Label-Lösungen für den Start und Betrieb von Plattformen zur Schwarmfinanzierung – egal, ob Fonds, Anleihen oder Vermögensanlagen.

Die Grundidee hinter CrowdDesk ist die Demokratisierung der Finanzindustrie und der Abbau von Intermediären, um Anlegern bessere Anlageprodukte bieten zu können und Emittenten den Gang zum Kapitalmarkt zu vereinfachen. Letztere haben dabei die Möglichkeit, aus einem einzigartigen Modul-Baukasten wählen zu können, der die technologische Infrastruktur, die rechtliche Strukturierung, die Vermarktungsstrategie und einen professionellen Anlegerservice umfasst.

Wie ist die Idee zu CrowdDesk entstanden?
Bevor Johannes und ich CrowdDesk gründeten, studierten wir beide an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden und waren kurz davor eine Karriere im Investmentbanking zu starten. Doch unter dem Eindruck der Finanzkrise empfanden wir die dortigen Strukturen zunehmend als abschreckend. Stattdessen waren wir der Meinung, dass es für Unternehmen schneller und einfacher möglich sein müsste, Kapital jenseits der Kreditvergabe im traditionellen Banksystem zu beziehen. Diese Idee trieb uns an, mit CrowdDesk einen Marktplatz für Schwarmfinanzierungen zu schaffen, auf dem sich Unternehmen und Anleger auf Augenhöhe begegnen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Gerade am Anfang war es nicht einfach, das Unternehmen zu führen und weiterzuentwickeln und sich gleichzeitig auf das Wesentliche zu konzentrieren – das Produkt zu entwickeln, den Vertrieb voranzubringen und für Wachstum zu sorgen.

Etwas einfacher war es dafür mit der Finanzierung. Die haben wir zunächst zu großen Teilen selbst übernommen, bevor wir für weiteres strategisches Wachstum einen Investor an Bord geholt haben, mit dem wir auch heute noch vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ansonsten kam uns sehr zugute, dass wir von Anfang an viele Aufträge und damit Einnahmen hatten.

Wer ist die Zielgruppe von CrowdDesk?
Unser Angebot richtet sich in erster Linie an Unternehmen der verschiedensten Branchen mit Eigenkapital-Bedarf, die händeringend nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Ihnen bietet die Crowd eine Möglichkeit, ihre Finanzierung zu diversifizieren.
Doch auch Finanzvermittler, Banken und Finanzdienstleister gehören zu unserer Zielgruppe, denn sie bekommen durch eine eigene digitale Finanzierungsplattform die Möglichkeit, auch Unternehmen, die aufgrund ihres niedrigen Eigenkapitals vielleicht bislang nicht berücksichtigt werden konnten, einen neuen Zugang zu Kapital zu eröffnen.

Welchen Service bieten Sie an?
CrowdDesk bietet mit seiner Funding-as-a-Service Lösung einen standardisierten Modulbaukasten für den Start und Betrieb von Crowdfunding-Plattformen. Das Paket umfasst die technologische Infrastruktur, eine fundierte rechtskonforme Strukturierung, die Vermarktungsstrategie und einen professionellen Anlegerservice. Damit machen wir Schwarmfinanzierungen für die unterschiedlichsten Branchen und Bedürfnisse zugänglich.
Darüber hinaus bieten wir mit einer Fundingpage-Lösung Unternehmen die Möglichkeit, einzelne Projekte zur Zeichnung anzubieten. Mit einer individuell gestalteten Fundingpage können so erstmals ohne großen Aufwand rechtssicher Schwarmfinanzierungen gestartet werden, ohne dafür eigens eine Plattform in Anspruch nehmen zu müssen. Dadurch wird Crowdinvesting auch eine Alternative für Mittelständler, Handwerksbetriebe und Startups, um kleinere Summen einzusammeln.

Warum sollte man CrowdDesk nutzen?
Weil CrowdDesk als Experte auf dem Gebiet der Digitalisierung von Finanzierungsprozessen geeignete Funding-Lösungen bereithält, die Unternehmen trotz unzureichender Eigenkapitalquote strategisches Wachstum ermöglichen. Banken und Finanzdienstleister wiederum bekommen durch unsere Lösungen die Möglichkeit, ihre Kundenbindung zu stärken, indem sich auch Unternehmen abfertigen können, die sie zuvor aufgrund mangelnder Kreditwürdigkeit abweisen mussten.

Zudem kann sich, wer CrowdDesk nutzt, darauf verlassen, dass er dank unseres Baukastenprinzips eine individuell auf ihn abgestimmte Schwarmfinanzierungslösung erhält, und keine 08/15-Abfertigung. Dabei profitieren unsere Kunden nicht zuletzt davon, dass wir durch unsere eigenen Investmentplattformen LeihDeinerStadtGeld.de und LeihDeinerUmweltGeld.de wissen, worauf es beim Start und Betrieb einer Crowdfunding-Plattform ankommt.

Wie ist das Feedback?
Die Resonanz ist großartig und die Anfragen von Unternehmen, die mit unseren B2B-Lösungen arbeiten möchten, werden spürbar mehr. Zudem können wir bereits auf einen ansehnlichen Track-Record mit jährlicher Umsatzverdreifachung blicken: Seit unserem Start im Jahr 2015 setzen mittlerweile 25 Plattformen in Deutschland auf unsere Technologie und unser Know-how. Darunter die Immobilienplattform Zinsland sowie LeihDeinerUmweltGeld und GreenVesting, die beide Millionenprojekte aus dem Bereich erneuerbarer Energien und Nachhaltigkeit finanzieren. Außerdem wäre da noch unsere „GLS Crowd“ – die erste bankeigene Crowdinvesting-Plattform Europas, die wir in Kooperation mit der Bochumer GLS Bank geplant und realisiert haben –, die gerade dabei ist, Schule zu machen. So werden noch in diesem Jahr weitere Banken und Bankengruppen mit einer Schwarmfinanzierungsplattform made by CrowdDesk starten.

CrowdDesk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es, durch die Zusammenführung und Skalierung unserer Angebote einen zentralen Marktplatz für Investitionen im deutschsprachigen Raum zu schaffen, auf dem Unternehmen Kapital erhalten und Anleger attraktive Investitionsmöglichkeiten vorfinden. Als Abwicklungspartner für den Start und Betrieb von Crowdinvesting-Plattformen wollen wir dabei eine Position erreichen, wie sie heute Paypal in der Zahlungsabwicklung hat.
Gegenüber Investoren wiederum wollen wir eine Anlaufstelle werden, deren Bekanntheit vergleichbar mit der von Amazon im Bereich des Onlineshoppings ist. Ob das alles in den nächsten fünf Jahren geschieht oder etwas länger dauert, ist für uns aber nicht entscheidend.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Da muss ich gar nicht lange überlegen! Meine wichtigsten Ratschläge sind:
– Konzentriert euch auf das Wesentliche – verschwendet keine Zeit bei Diskussionen über das Aussehen von Pfeilen in Präsentationen.
– Haltet die Time-to-Market kurz und geht notfalls mit einem „halbfertigen“ Produkt raus, um Market Response zu erhalten.
– Gerade am Anfang solltet ihr grundsätzlich immer hinterfragen, ob eine Maßnahme dem Unternehmen mehr Umsatz bringt – wenn nicht, verschwendet keine Zeit und Energie darauf.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jamal El Mallouki für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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