Formuliere eine Vision, die die Richtung vorgibt, dich jedoch in deinem Agieren nicht einschränkt!

Auf Craftplaces findest du Foodtrucks und Street Food in deiner Nähe

Stellen Sie sich und das Startup Craftplaces kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Daniel und komme wie mein Mitgründer Markus aus Nürnberg. Dort haben wir 2012 einen Foodtruck entdeckt. Zum damaligen Zeitpunkt keimte in unserer mittelfränkischen Heimat das Street Food Phänomen in Deutschland auf. Begeistert waren wir nicht nur von Burgern und Sandwiches. Menschen mit Leidenschaft, Produkte von hoher Qualität, original amerikanische Step Vans: Foodtrucks sind ein überzeugendes Gesamtkonzept. Nur hatten wir ein Problem. Wie andere Fans der ersten Stunde existierten keine zuverlässige Informationen darüber welche Foodtrucks es gibt und wo diese wann zu finden sind. Aus Kundensicht blieb damals keine andere Wahl als Social Media Kanäle zu durchsuchen. Das wollten wir schneller und einfacher haben.

Daher schufen wir unsere eigene Lösung, stellten diese online und brachten so eine Bewegung ins rollen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Ganz einfach: Weil gründen uns in die Lage versetzt unsere Ideen zu verwirklichen. Das erste Unternehmen startete ich bereits zu Beginn meines Studiums, es folgten zwei weitere. Mit Markus hatte ich bereits ein Unternehmen bevor wir uns entschieden Craftplaces zu gründen, welches unsere Idee “nur” Foodtrucks zu finden deutlich weiter denkt.

Welche Vision steckt hinter Craftplaces?
Mit Craftplaces verfolgen wir das Ziel die Plattform als weltweit digitalen Marktplatz Nummer eins für Unternehmen mit wechselnden Standorten und deren Kunden zu platzieren.

Finden, bestellen, buchen, bezahlen. Dies findet alles auf Craftplaces statt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die richtig großen Herausforderungen stehen vermutlich noch vor uns. Wenn ich eine benennen müsste, dann ist es tatsächlich das Thema Finanzierung. Bisher waren wir nur per Bootstrapping unterwegs. Die Einnahmen aus unserem vorherigen Unternehmen sowie die ersten Umsätze aus unserem Bezahlservice von ersten Kunden ermöglichten dies. Der Zeitpunkt ist nun da, wo wir für die richtig großen Ziele wie beispielsweise Internationalisierung nach Kapital suchen. Wir sind dazu in Gesprächen mit reinen VCs, Accelerator-Programmen und einem möglichen strategischen Investor. Wir versuchen uns parallel aber immer weiter zu verbessern, indem wir an Startup- und Businessplan-Wettbewerben teilnehmen und so gutes Feedback erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Craftplaces?
Zielgruppe sind auf der einen Seite alle Unternehmen, die keinen festen Standort haben bzw. nur kurze Zeit an einem festen Ort verfügbar sind. Heute sind das Foodtrucks, Foodtrailer, Street Food Stände und Pop-up Restaurants. Künftig wird dies nicht mehr nur auf Food beschränkt sein. Andererseits sind die Kunden unserer Kunden – die Verbraucher – unsere zweite Zielgruppe. Denn Sie nutzen unsere Services sowie die Lösungen unserer Multiplikatoren und Partner.

Wie funktioniert Craftplaces? Wo liegen die Vorteile?
Schaut man sich etablierte Location based Services wie z.B. Yelp, Google Maps oder auch Foursquare an, lässt sich feststellen, dass alle Daten auf Informationen von Local Businesses basieren. Wir fokussieren uns mit Craftplaces hingegen auf mobil agierende Unternehmen (Mobile Vendors). Diese organisieren in Craftplaces Business ihre Termine und Standorte. Mit Hilfe der Craftplaces API publizieren wir diese Tourdaten in Apps, Websites oder beispielsweise dem Craftplaces Alexa Skill. Unternehmen informieren damit ihre Mitarbeiter im Intranet über verfügbare Foodtrucks in der Mittagspause und auch Städte wie z.B. Hamburg oder Nürnberg veröffentlichen auf den offiziellen Stadt-Portalen diese Informationen.

Die Street Food Anbieter können natürlich auch über die Plattform für Caterings und Veranstaltungen gebucht werden.

Wie ist das Feedback?
Wir haben uns über die Jahre einen Wissensschatz und ein tiefes Verständnis für die Prozesse im Daily Business unserer Nutzer erarbeitet. Mit den digitalen Services unserer Plattform verschlanken wir die Arbeitsprozesse der Foodtrucks und Street Food-Anbieter und bringen mit Hilfe von Automatismen Zeitersparnis. Die noch sehr junge Branche ist sehr heterogen. Wir haben einerseits die Hobby-Anbieter, die neben ihrem festen Job auf ein paar Festivals im Sommer mit ihrem Stand aktiv sind und es gibt Foodtruck-Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen und Teams, die Sommer wie Winter im Tagesgeschäft, bei Events und Caterings profitabel arbeiten. Street Food beginnt sich erst seit kurzer Zeit zu professionalisieren. Letztlich stellen wir fest, dass je höher der Professionalisierungsgrad, je mehr setzt man sich mit dem auseinander, was unsere Plattform zu bieten hat.

Ich bin regelmäßig im Austausch mit unseren Nutzern. Dies ist für uns sehr wertstiftend, da wir erfahren was wir bereits gut umgesetzt haben und wo es Nachholbedarf gibt.

Craftplaces, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren möchten wir, dass Craftplaces von allen Foodtrucks in Europa und den USA genutzt wird, wollen erste Testballons in Asien starten und in einzelnen Ländern Erfahrung mit der Ausdehnung unseres Geschäftsmodells über den Sektor Street Food hinaus gesammelt haben. In jedem Fall soll Craftplaces die meistgenutzte Plattform für das Finden von Foodtrucks sein und über diese mehr als 80 Prozent der Buchungen für Caterings und Veranstaltungen abgewickelt werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Verzichte nur dann auf Verträge, wenn du es mit Menschen zu tun hast, die du lange kennst und für die du auch privat die Hand ins Feuer legen würdest. Mit allen anderen Personen treffe klare Vereinbarungen und halte diese schriftlich fest.
Formuliere eine Vision, die die Richtung vorgibt, dich jedoch in deinem Agieren nicht einschränkt – also genug Spielraum für neue Anforderungen lässt.
Denke immer im Kopf deiner Kunden und leite deine Produktentscheidungen hauptsächlich davon ab. Die Customer Experience sollte an allen Punkten smart sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Bendl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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