Cornelius Fibry: Prototypen bauen und testen!

Cornelius Fibry Gründer BlitzMinds sucht auf der herCareer eine Mitgründerin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Cornelius Fibry: Unser Unternehmen BlitzMinds entstand aus einem studentischen Innovationsprojekt. Dort fanden wir über eine viermonatige Untersuchung heraus, dass es noch kein Wissensmanagementtool gibt das höhere Nutzerquoten als 4-8% erreicht. Unsere Lösung wurde maximal an den Bedürfnissen der Nutzer von Wissensmanagementtools ausgerichtet und mit modernster Graphdatenbanktechnologie verknüpft.

Mit diesem Ansatz konnten wir bereits drei Kunden von der V1.0 unserer Software überzeugen.

Mittlerweile arbeiten wir seit zwei Jahren an dem Projekt, das Team hat sich aber diesen Sommer neu formiert, daher freuen wir uns auf eine Mitstreiterin, die uns auf finanzstrategischer oder technischer Seite verstärkt. Das bedeutet sogleich die Chance auf einem Produkt und bestehenden Kundenbeziehungen aufzubauen, aber auch die Unternehmenskultur und -entwicklung noch entscheidend prägen zu können. Derzeit arbeiten Andreas (Informatiker und Mathematiker) und ich (Technik und Management) daran ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen und Investoren zu finden.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Cornelius Fibry: Für mich persönlich bedeutet ein eigenes Unternehmen die volle Verantwortung aus der ich wiederum meine Motivation ziehe. Außerdem möchte ich eine Unternehmenskultur prägen und moderne Wege der Arbeit erproben um Arbeit und Lebensplanung besser miteinander zu vereinbaren. Was gibt es schlimmeres als nach Zeit bezahlt im Büro abzusitzen? Mittelfristig möchte ich ein zielgesteuertes, wachstumsstarkes Unternehmen mit mündigen Mitarbeitern erreichen.

Das sind für mich persönlich zwei von einigen wichtigsten Gründen.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Cornelius Fibry: Die Gründung war einfach. Am schwierigsten war es nach Rückschlägen weiterzumachen und nicht aufzuhören. Gründen bedeutet in den meisten Fällen auch eine emotionale Achterbahnfahrt und die mentale Herausforderung einer Vision zu folgen die an guten Tagen vage erkennbar ist und an schlechten Tagen fast unerreichbar scheint.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Cornelius Fibry: Natürlich! Die wenigsten Unternehmer gehen mit einem fertigen, perfekten Produkt an den Markt. Das halte ich auch nicht für schlau, denn viele Annahmen sollte man möglichst früh am Markt testen um nicht an den wirklichen Bedürfnissen vorbeizusteuern. Das behalten wir uns übrigens auch bei. Wenn wir uns bei Features uneinig sind testen wir sie noch tiefergehend und sehen was die Nutzer sagen. Diese Philosophie wollen wir auch in anderen Bereichen etablieren.

Früh testen und dann gemeinsam fundiert entscheiden.

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Cornelius Fibry: Wir sind in diversen Startup Newslettern registriert und da ist auch die herCAREER aufgetaucht. Das klang dann einfach spannend.

Sie suchen auf der herCAREER eine Mitgründerin. Was sollte die Mitgründerin mitbringen?
Cornelius Fibry: Sie sollte vor allem eigenen Drive haben Ihre Ideen in unser Unternehmen einzubringen und den Ehrgeiz ein Unternehmen groß zu machen und zu prägen. Neben Entscheidungsstärke und Teamfähigkeit zählen für uns vor allem Integrität und Offenheit für neue Ideen. Natürlich gehört unverzichtbar dazu, dass sich unsere Mitgründern für die Lösung der Probleme des Wissensmanagements begeistern kann. Alles weitere kommt dann auf den persönlichen Austausch an. Wir suchen jemanden, der unser Team mit neuen Stärken bereichert, aber auch manche Eigenschaften mit uns teilt. Nur so können wir gemeinsam erfolgreich sein.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich schreibe gerade einen Businessplan wie wir 60 Mio. € Umsatz in 2023 erreichen. Spaß beiseite, das geht natürlich nur wenn wir 2-3 große Investitionsrunden durchziehen, es sollte aber definitiv möglich sein zweistellige Millionenumsätze zu machen und sich dabei hochprofitabel im Software-as-a-Service Segment zu etablieren. Ansonsten sehe ich in 5 Jahren auch die Aufgabe die dann gewachsene Organisation so aufzustellen, dass die wichtigen Werte gelebt und weitergegeben werden. Hierzu zählen dann alle Werte, auf die wir uns mit dem Gründungsteam und den ersten Mitarbeitern festlegen.

Ich denke erfolgreiche Firmen sollten ein klares Gerüst haben an das sich alle halten können.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1.Prototypen bauen und testen, so früh wie es geht und nie damit aufhören.
2.Team kennen und sich gemeinsam entwickeln. Nur wenn eure individuellen Ziele miteinander vereinbar sind habt ihr eine Chance.
3.Nicht für den Exit arbeiten. Gründer sollten die Gesellschaft mit guten Produkten und wertschätzenden Arbeitsplätzen bereichern.

Wir bedanken uns bei Fabian Höhne für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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