Im zwischenmenschlichen Miteinander werden die Weichen gestellt!

COQON: Steuern Sie Ihr Smart Home einfach über Ihr Smartphone oder Tablet

Stellen Sie sich und das Startup COQON doch kurz unseren Lesern vor!
Sehr gern. Wir sind ein junges Unternehmen, mit Wurzeln in Bremen und Bonn, das smart vernetzte Lösungen für intelligentes und sicheres Wohnen anbietet. Wir kommen aus der Welt des Internet-of-Things und haben mit unserem Produkt COQON eine einzigartige funkvernetzte Smart-Home -Lösung für Endverbraucher sowie Profis aus dem Handwerk entwickelt. Datenschutz und Sicherheit nehmen bei uns eine Schlüsselrolle ein: Unsere Server stehen in Deutschland und COQON DataLock verschlüsselt die Daten mit 256 Bit nach Bankenstandard. Wir bieten Nutzern bereits heute von der „schlauen“ Steckdose bis zum Rauchwarnmelder rund 60 Produkte an, mit denen sie Licht, Heizung und Klima oder Sicherheitsfunktionen smart vernetzen können. COQON basiert auf offenen Standards und ist ein modular erweiterbares System, in das sich auch Produkte von anderen Herstellern wie SONOS, Netatmo oder in Kürze Philips Hue einbinden lassen.

Wie ist die Idee zu COQON entstanden?
In meinem vorherigen Job habe ich bei der Telekom am Thema IoT im Energiesektor gearbeitet und dadurch einen guten Einblick in Technologie, Produktion und Vertrieb bekommen. Gleichzeitig suchte ich privat nach einer Lösung, mit der ich verschiedene Systeme zuhause smart machen konnte. Die gab es aber einfach nicht. Mit Gleichgesinnten, die heute Investoren und Partner von COQON sind, haben wir erste Prototypen entwickelt, aus denen letztlich COQON entstanden ist.

Es ist doch so: Bei Autos, Motorrädern und selbst Fahrrädern haben wir uns längst an eine ganze Reihe von digitalen Technologien und Assistenzsystemen gewöhnt. Unsere Autos warnen uns, wenn nicht alle Türen geschlossen sind, Komfortdienste wie Klimaanlage, Lichtregelung, elektrische Fensterheber und das Schließen aller Türen mit einem Knopfdruck sind längst Standard. Unser Wohnen hat sich aber in den letzten 50 Jahren praktisch nicht weiterentwickelt – Licht an, Licht aus. Uns fällt einfach kein Grund ein, warum das so bleiben sollte. Da steckt mehr Potenzial in den eigenen vier Wänden. Sehr viel mehr.

Aus unserer Sicht gibt es vier Hürden, die smarte Wohnungen bis dato nicht zum Standard haben werden lassen. Zum einen sind das hohe Kosten, fehlende übergreifende Vernetzung – Stichwort Insellösungen – und eine extrem hohe Komplexität, die damit verbunden war, ein smartes System zum Laufen zu bringen. Und last but not least war einfach das Styling nicht wohnzimmertauglich, sondern das hat man am liebsten irgendwo im Schrank verschwinden lassen. Diese vier Punkte haben uns dazu gebracht, über eine eigene Lösung nachzudenken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen auf Produktseite waren und sind, die Komplexität nicht dem User aufzubürden, sondern mit einfach erlernbaren Oberflächen auch komplexe Steuerungen mit flexibel kombinierbaren Wenn-Und-Dann-Operatoren möglich zu machen. Denn für uns war es von Anfang an elementar, dass wir keine weitere Fernbedienung für das Zuhause anbieten, sondern einen echten smarten Assistenten für jedermann – eben einfach intelligent wohnen von der Anwendung bis zur Preisgestaltung.

Unsere Finanzierung ist durch erfahrene Business-Angel getragen. Weiter können wir auf Ressourcen unseres Mutterunternehmens team neusta, eine der größten deutschen Digitalagenturen, zurückgreifen.

Wer ist die Zielgruppe von COQON?
Eine repräsentative Studie aus dem letzten Jahr besagt, dass 74 Prozent der Deutschen gern in einem Smart Home leben möchten. Über die Hälfte hält Investitionen für sinnvoll und immerhin ein Viertel ist sogar bereit über 2.000 Euro für smarte Lösungen auszugeben. Der Smart-Home-Markt ist immer noch ein Nischenmarkt – aber äußerst dynamisch mit starker Wachstumsprognose. Verschiedene Marktforscher schätzen, dass sich das Umsatzvolumen jährlich um über 30 Prozent erhöhen wird. Die Anzahl smarter Wohnungen und Häuser soll bis 2021 von derzeit 2,9 Mio. auf über 13 Mio. anwachsen. Das Interesse ist also da.

Wir adressieren mit COQON zwei Hauptzielgruppen: Smart-Home-Einsteiger und Profis aus dem Handwerk. Deshalb bieten wir COQON auch in zwei Varianten an – als Basic-Variante über unseren Onlineshop http://shop.coqon.de/ und OTTO.de https://www.otto.de/baumarkt/smart-home/?marke=coqon#scroll=facet-marke_100 sowie als Professional-Lösung, die über das geschulte Fachhandwerk bundesweit mit Beratung und Installation vertrieben wird.

Das ist ein weiterer USP von COQON: Der Einsteiger kann „Basic“ wählen und damit zu Beginn einfach zu installierende Plug-and-play-Produkte. Bei der zweiten Variante „Professional“ kommt der Fachhandwerker ins Spiel, wenn es beispielsweise um die Einbindung von Unterputzkomponenten geht. Der Verbraucher kann dabei jederzeit von „Basic“ auf „Professional“ upgraden.

Neben dem Online-Vertrieb ist COQON Professional bundesweit in rund 220 ELEMENTS-Ausstellungen vertreten. https://www.elements-show.de/

Wie funktioniert COQON?
Für das smarte Wohnen mit COQON braucht es im Grunde drei Dinge: Zum einen das Gateway, die sogenannte Qbox. Dann natürlich smarte Produkte sowie zur Einrichtung und zur Steuerung ein Smartphone, worauf unsere App läuft. Die gibt es für Android und für iOS. Über unsere Qbox lassen sich dann die verschiedenen smarten Produkte einbinden.

Und dabei gibt es fast nichts, was nicht integrier- und steuerbar wäre. So ziemlich jedes strombetriebene Gerät kann in ein smartes System eingebunden werden. Richtig Spaß macht aber erst die Vernetzung in Programmen und Szenen: Ob Grillabend, Kaminstimmung, Fußball, Frühstück oder Katerstimmung. Das Ambiente wird automatisch so eingerichtet, wie ich es mir wünsche. Von Typ zu Typ sind Ansprüche und Bedürfnisse unterschiedlich: Vielleicht ist es die Markise, die bei Wind und Regen endlich automatisch einfahren soll. Ein anderer wünscht sich vielleicht eine Warnlampe, die aufleuchtet, falls beim Verlassen der Wohnung noch ein Fenster geöffnet ist. Oder wenn der Rauchmelder Alarm schlägt, soll die Beleuchtung angehen und die Rollläden hoch.

Welche Vorteile bietet COQON?
COQON ist durchweg auf Verständlichkeit und Einfachheit ausgelegt und in vielen Punkten einzigartig. Wir bieten Plug-and-Play Produkte über unseren Onlineshop an, die ganz simpel per Barcode Scan mit dem Smartphone angelernt werden. So muss ich als Anwender nicht mit komplizierten Typ-Klassen oder Produktnamen hantieren. Wer kein Interesse an der selbständigen Einrichtung hat, der kann sich COQON einfach über das Fachhandwerk bundesweit schlüsselfertig einbauen lassen.

Was uns in der Entwicklung besonders wichtig war: Sie benötigen durchgehend nur eine App für die Steuerung Ihrer smarten Produkte zuhause. Doch eine Sache können wir nicht besser machen: Das ist der Taster an der Wand, um beispielsweise das Licht einzuschalten. Das ist einfach gelernt, intuitiv und sinnvoll. Nur sind wir einen Schritt weiter gegangen und geben dem Anwender die Chance, eben diesen Tastern schlaue Funktionen zuzuordnen. Äußerlich gibt es bei den Tastern keinen Unterschied zu den klassischen Programmen der großen bekannten Hersteller. Wir passen unsere smarten Taster in die vorhandenen Rahmen ein.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt Ihr USP?
Mit unserer Smart-Living-Lösung COQON stehen wir für den Anspruch, smartes Wohnen für jedermann möglich und bezahlbar zu machen. Wir legen dabei höchsten Wert auf einfache Bedienbarkeit, herausragendes Design und eine höchstmögliche Absicherung des Systems gegen unerwünschte Zugriffe. Was wenige wissen: Schon mit wenigen Hundert Euro kann ich mein Zuhause intelligent vernetzten und mein Leben zu Hause leichter und komfortabler gestalten.

Unsere Absicherung des Systems gegen unerwünschte Zugriffe mittels einer M2M-Technologie ist einzigartig im Markt – hierin sehen wir ein sehr starkes und relevantes Argument. Vertrieblich bieten wir mit unserem zweigleisigen System Smart-Home -Einsteigern den einfachen Weg ins intelligente Haus. Anspruchsvollere Anwendungen übernehmen bundesweit bereits rund 2.000 Handwerker – sorgenfrei und schlüsselfertig und jederzeit erweiterbar.

Mit COQON sind wir gestartet, um den Nutzern Automatisierungen zu ermöglichen. Sie haben es gewissermaßen selbst in der Hand, sind der Regisseur, Beleuchter und Stimmungsmacher im eigenen Heim, bestimmen Regeln – die wir Programme nennen – entwickeln Szenen, steuern Aktoren und Sensoren, einfach und intuitiv. Und falls Sie lieber nur genießen möchten, machen dies eben gern unsere Partner im Fachhandwerk für Sie. COQON ist zudem eine universelle und mitwachsende Lösung – kein App-Wechsel für verschiedene Anwendungen erforderlich, keine Silos oder Insellösungen. Und wir ergänzen stetig weitere Anwendungen, Sie sehen also: Unser Ökosystem wächst munter weiter.

Wie ist das Feedback?
Wir bekommen sehr viel positives Feedback von Anwendern und Testern wie Bloggern und Journalisten. In unserem Blog haben wir einen Pressespiegel mit Tests von Computerbild bis C’t zum Nachlesen veröffentlicht. http://blog.coqon.de/das-schreibt-die-presse-ueber-coqon/. Auch einige tolle Auszeichnungen und Nominierungen wie aktuell zur besten Smart-Home -Lösung durch den Bundesverband SmartHome Deutschland bestätigen unseren Weg.

Aber wir erhalten auch von unseren Kunden, unseren Partnern im Großhandel konstruktive Kritik, die wir in unser immer noch junges Produkt einfließen lassen.

COQON, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
COQON ist ein ständig wachsendes Smart-Living-System. Wir entwickeln und testen auf Produktseite neue Aktoren und Sensoren und führen diese schrittweise dem System hinzu. Softwareseitig steht COQON 2.0 vor der Tür, das ein nochmals verbessertes Design und neue Funktionen verspricht.

Wir sehen aber auch großes Potential im Bereich Ambient-Assisted-Living – also altersgerechtes Wohnen. Hier arbeiten wir bereits an Optionen und möchten uns auch in diesem Feld als Lösungsanbieter aufstellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Es gibt nur zwei Tage an denen man nichts tun kann. Das ist Gestern und Morgen. Also ist heute immer der Richtige, seinen Zielen zu folgen und sich den Herausforderungen zu stellen. (frei nach Dalai Lama)
2. Unser Leben wird immer digitaler. Dabei sollte man eines nicht außer Acht lassen: den analogen Austausch. Denn im zwischenmenschlichen Miteinander werden die Weichen gestellt.
3. Prüft beständig, holt Euch Feedback – fragt Euer Team, Freunde, Bekannte und Leute auf der Straße. Testet wo immer möglich A/B. Und wenn ihr überzeugt seid – Durchziehen!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andreas Kadler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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