Play the long game

Construyo Plattform für die Bauplanung für Bauherren, Architekten, Ingenieure, Statiker

Stellen Sie sich und Construyo doch kurz unseren Lesern vor!

Fabian Müller und Leonhard Jeub. Wir sind die Gründer und Geschäftsführer von Construyo. Construyo ist eine digitale Plattform für die Bauplanung. Über Construyo koordinieren wir Projekte, egal ob Neubau, Umbau oder Sanierungen, für Bauherren und matchen über ein Scoring-System die für das jeweilige Bauvorhaben besten Architekten, Statiker und Ingenieure aus unserem schnell wachsenden Netzwerk. Für Bauherren können Projekte qualitativ abgesichert, schneller und daher kostengünstiger durchgeführt werden. Architekten und Ingenieure profitieren von Aufträgen, die genau auf das eigene Profil zugeschnitten sind und sich in die gesamte Auftragsplanung ideal einpassen. Es ist also für alle eine Win-Win-Situation.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir kennen uns schon sehr lange und sind seit dem Gymnasium befreundet. Unabhängig voneinander haben wir beide dann Erfahrung in verschiedenen Start-Ups sammeln können – irgendwann kam uns die Idee: wir wollen jetzt selbst das Steuer in die Hand nehmen. Dieser Mix aus Freiheit, sein eigenes Ding zu machen und Verantwortung ist ein großartiges Gefühl. Dass es in Richtung Bauwirtschaft und Technologie geht, war eigentlich auch absehbar, da wir familiär und beruflich bereits etwas vorgeprägt sind. Die Bauwirtschaft ist eine europäische Schlüsselindustrie und technologisch sehen wir hier sehr großes Entwicklungspotenzial. Eine ausgezeichnete Ausgangslage für Gründer.

Welche Vision steckt hinter Construyo?

Es ist eher ein sehr praktisches Anliegen, statt eine Vision: Wir wollen es Bauherren, Architekten, Ingenieuren und allen, die in Bauplanungsprozessen involviert sind, so einfach wie möglich machen, ihre Projekte umzusetzen. Zeitverlust, verschobene Termine, unklares Projektmanagement, Dokumentenwirrwarr – Ärgernisse von denen bis jetzt fast jedes Bauprojekt mal mehr mal weniger betroffen ist. Mit unserer Technologie und den smarten Strukturen, können wir diesen Ärger abstellen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das richtige Team zu finden ist sehr wichtig. Daher ist das Recruiting eine sehr wichtige Aufgabe für uns gewesen und wird es auch bleiben. Das muss fachlich und menschlich einfach stimmen, daher sind wir sehr froh, dass wir inzwischen ein sehr gutes Team gefunden haben, dass wir immer weiter aufbauen werden. Alle anderen Herausforderungen lassen sich dann gut zusammen abarbeiten. Auch mit Blick auf unsere Kunden ist das zentral. Expertise zusammen mit Spaß am Projekt und Freundlichkeit schaffen vertrauen. Und Vertrauen ist sehr wichtig, unabhängig ob es sich um Projekte mit einem eher kleinerem Volumen oder um Projekte mit einem sehr hohen Volumen und Komplexitätsgrad handelt. 

Die erste Finanzierung haben wir über das Berliner-Startup-Stipendium der Freien Universität Berlin und Business Angels erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Construyo?

Unsere Plattform und Services richten sich an alle, die an der Bauplanung beteiligt sind. Also Bauherren, Architekten, Ingenieure, Statiker. Aktuell betreuen wir über Construyo vor allem Projekte zwischen 100.000 und 10 Millionen Euro Gesamtvolumen. Unsere Technologie lässt sich aber auch für Projekte jenseits der 10-Millionen-Euro-Grenze sehr bequem einsetzen.

Wie funktioniert Construyo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für Bauherren ist Construyo ein one-stop-shop. Das ist sehr praktisch. Alles was wir brauchen ist eine kurze Beschreibung des Vorhabens – das kann online erfolgen. Unsere Projektplaner machen sich ein erstes Bild, stellen die richtigen Fragen, wählen über das Scoring-tool die Idealen Experten für die Umsetzung des Projektes aus und erstellen dann ein Angebot. Der eigentliche Planungsprozess verläuft ebenso unkompliziert, da der Status sämtlicher Schritte für alle über die Plattform immer aktuell einsehbar ist. Dokumente liegen zentral ab und können von denjenigen, die befugt sind, jederzeit und von überall abgerufen werden. Das macht die Zusammenarbeit deutlich effizienter und auch angenehmer.

Mit Construyo haben wir eine Marktlücke besetzt. Es gibt Managementsoftware für die Baustelle, Software für Architekten, aber keine Plattform, die Bauherren, Ingenieure und Architekten so unkompliziert, schnittstellen- und softwareunabhängig vernetzt, wie es Construyo macht. Anstatt vieler kleiner Insel-Lösungen setzen wir auf eine zentrale cloud basierte Lösung und heben alle Beteiligten umgehend auf ein gleiches digitales Niveau. Anstatt Plug-and-Play ist es bei uns eben Plug-and-Construct.

Construyo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Construyo soll zur„love brand“ der Bauwirtschaft und der Bauherren werden. Wir haben bereits mehr als 1.000 Projekte erfolgreich über Construyo durchgeführt und sind heute schon die größte virtuelle Architektur- und Ingenieurgemeinschaft in Deutschland. Wir arbeiten dafür, dass unser Netzwerk weiterhin stark wächst und werden Schrittweise verschiedene Produkte einführen, die die Arbeit in der Baubranche digitalisiert und modernisiert. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Einfach anfangen, machen und vor allem etwas machen, von dem möglichst viele gleichzeitig einen Vorteil haben.

Zweitens: Ein Thema, eine Branche aussuchen, in der man die kommenden Jahre gern unterwegs ist. Fachkenntnisse aus der Branche sind auch ein großer Vorteil. 

Drittens:  Play the long game. Oftmals macht man den Fehler zu kurzfristig zu denken und opfert dafür die langfristige Prosperität der eigenen Firma.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fabian Müller und Leonhard Jeub das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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