Bloß nicht von Neidern oder Kritikern entmutigen lassen!!!

COMSPIRIT hilft mit nutzerfreundlichen und leistungsstarken Werkzeugen digitale Herausforderungen zu meistern

Stellen Sie sich und das Startup COMSPIRIT doch kurz unseren Lesern vor!
AB: Mein Name ist Andreas Brandfaß, Jahrgang 1967, verheiratet, zwei Töchter. Nach dem Abitur habe ich zunächst Industriekaufmann gelernt und später als Grundlage für die berufliche Selbständigkeit die Prüfung zum staatlich geprüften Betriebswirt und Ausbilder absolviert.
Ich bin einer von vier Gründern und geschäftsführenden Gesellschaftern der COMSPIRIT GmbH. Wir vereinen die Erfahrung und Persönlichkeit von zwei Auditoren, einem Diplom-Wirtschaftsinformatiker und mir als Betriebswirt und Inhaber einer Marketingagentur. Als Mitglied des C-VARIO Netzwerks hat das Unternehmen seinen Sitz im Dortmunder Westen, also inmitten der Metropole Ruhr.

COMSPIRIT unterstützt Unternehmer und Unternehmen, durch intelligente Digitalisierung den zeitgemäßen Anforderungen an wettbewerbsfähige Strukturen gerecht zu werden. Mit intuitiven, nutzerfreundlichen und leistungsstarken Werkzeugen helfen wir insbesondere dem Mittelstand, seine digitalen Herausforderungen zu meistern und dabei stets die Kundenorientierung und Zufriedenheit im Fokus zu halten.

Wie ist die Idee zu COMSPIRIT entstanden und warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
AB: Die vier Gründer saßen Anfang 2015 im Rahmen einer Agenturkooperation zusammen, bei der es u.a. um „gelebtes“ Qualitätsmanagement bei langjährigen Projekten z.B. für Coca-Cola oder REWE ging. Wir konnten trotz intensiver Recherche für das komplexe Tagesgeschäft keine zeitgemäße QM-Software finden, die unseren Erwartungen an eine normgerechte Prozess-Steuerung entsprach.

Vereinfacht ausgedrückt waren wir auf der Suche nach einem digitalen Werkzeug zur interaktiven Anwendung der ISO 9001, aber alle gängigen Lösungen waren lediglich zur reinen Darstellung von Abläufen geeignet. Man konnte Prozesse erfassen, abbilden, speichern oder abheften – mehr aber auch nicht! Es gab nach unserem Maßstab kein zeitgemäßes Programm, dass ein interaktives Arbeiten mit digitalen Laufzetteln oder intelligenten Dokumenten ermöglichte!

Aufgrund der Notwendigkeit haben wir mangels Alternative beschlossen, selbst ein digitales QM-Tool zu entwickeln – zumal alle erforderlichen Fachleute bereits am Tisch saßen! Im Agenturgeschäft kommen regelmäßig improvisierte Lösungen zum Einsatz, wenn in der Kürze der Zeit oder generell keine externe Option zur Verfügung steht. Die Hemmschwelle zu dieser digitalen Eigeninitiative war also sehr gering.

Wir wollten also nach meinen Worten die Norm „digital übersetzen und anwendbar machen!“ Das erfordert im hohen Maße Zeit, Geld und vor allem individuelle Kompetenz, die durch eine gemeinsame Gesellschaft manifestiert werden sollte. Alle Gründer haben sich dadurch auch formal dem gemeinsamen Ziel verschrieben und aus einer überzeugenden Zielsetzung wurde konsequenterweise eine handlungsfähige GmbH. Der Name war schnell gefunden, da der maßgebliche ITler am Tisch seine jahrelange Freiberuflichkeit bis dahin schon unter diesem Arbeitstitel geführt hatte. Gleiches gilt für die Bezeichnung unserer BOOMLINE-Software, die ebenfalls aus seiner Feder stammt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
AB: Natürlich ist jede Unternehmensgründung mit zahlreichen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Die größten Herausforderungen bestehen bisher in der Komplexität des Vorhabens und der Einhaltung des Zeitplans. Viele Schritte von der Idee bis zum Start sind erheblich umfassender oder tiefgehender als wir voraussehen konnten, was eine maximale Flexibilität des Gründungsteams erfordert. Außerdem mussten wir den Zeitplan wiederholt anpassen, um keine Abstriche beim definierten Ergebnis machen zu müssen.

Sozusagen als Flaschenhals hat sich erwartungsgemäß das Programmieren der QM-Software erwiesen, was wir mit professionelle Hilfe der team neusta GmbH aus Bremen kompensiert haben. Kalendarisch heißt das, dass wir etwa zehn Monate hinter unserem ursprünglichen Zeitplan liegen, dabei aber einen anfangs fehlinterpretierten Entwicklungsschritt übersprungen haben. De facto sind wir daher nur geringfügig später dran als geplant.
Finanziert haben wir uns über ein Gesellschafterdarlehn und Entwicklungsetats aus dem Tagesgeschäft der Marketingagentur. Eine Beteiligung Dritter haben wir bisher trotz diverser Alternativen nicht in Erwägung gezogen.

Wer ist die Zielgruppe von COMSPIRIT?
AB: Grundsätzlich sind unsere Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen jeglicher Art und Größe interessant, die durch angewandtes Qualitätsmanagement nachhaltige Verbesserungen vornehmen möchten. In der aktuellen Phase bieten wir digitale Werkzeuge speziell für den Mittelstand und alle Unternehmen mit geplanter oder zu erneuernder ISO-Zertifizierung an.

Welchen Service/ Leistungen bieten Sie an?
AB: Wir bieten mit BOOMLINE ein völlig neuartiges, digitales QM-Multi-Tool an, mit dem jedes Unternehmen sämtliche Prozesse erfassen, kreieren und vor allem intelligent steuern kann! Die Software steht als Miet- oder Kaufversion zur Verfügung. Natürlich bieten wir sämtliche dazugehörige Dienstleistungen, Hardware-Pakete oder Beratungen an.

Was unterscheidet sie von anderen Anbietern?
AB: Wahrscheinlich die unorthodoxe Vorgehensweise und das vielschichtige Netzwerk! Wir orientieren uns ausschließlich an dem notwendigen Bedarf und den Anforderungen der unterschiedlichen Unternehmen oder Verbände, mit denen wir uns seit Jahren fortlaufend austauschen. COMSPIRIT ist die konsequente Reaktion auf eine digitale Unterversorgung und unser Handeln ist dabei von völlig unterschiedlichen Kompetenzen, Intuition und kontroversen Erfahrungen geprägt, sodass jedes Ergebnis aus einem zielführenden Kompromiss besteht.

COMSPIRIT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
AB: Zunächst einmal möchten wir Unternehmen im Mittelstand mit einem zeitgemäßen digitalen Werkzeug für Prozess-Steuerung versorgen. Wir nehmen uns dazu die erforderliche Zeit, das praxisgerechte Feedback und die vielen Anwenderwünsche in die anstehenden Produktvariationen einfließen zu lassen. Sämtliche Weiterentwicklungen stehen den Anwendern anschließend kostenfrei zur Verfügung, sodass wir im fortlaufenden Dialog mit unseren Partnerunternehmen stehen.

In den nächsten Schritten werden dann definierte Branchenlösungen folgen, die den spezifischen Anforderungen der entsprechenden User angepasst werden. Wie viele Branchenlösungen das am Ende sein werden, hängt im Wesentlichen von unvorhersehbaren dynamischen Faktoren ab. In fünf Jahren sehen wir uns als etablierter Anbieter intelligenter QM-Werkzeuge für den Mittelstand.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Bloß nicht von Neidern oder Kritikern entmutigen lassen!!!
2. Aber unbedingt Kritik zulassen, denn entweder untermauert sie das eigene Handeln oder sie löst entsprechende Korrekturen aus!
3. Mindestens 25% Ressourcen für Unvorhergesehenes einplanen! Das gilt für Geld, Personal und vor allem Zeit – dann geht dem Vorhaben am Ende nicht die Luft aus…

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andreas Brandfaß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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