Investiere in Ausbildung und Team, um Fluktuation zu vermeiden

Treffen Sie die Gründer von Coffee Circle auf dem „InstaMarkt: Winter Wonderland am 14 November in Berlin“

Stellen Sie sich und das Startup Coffee Circle doch kurz unseren Lesern vor!
Coffee Circle steht für richtig guten Kaffee. Unser Ziel ist ein fairer Kaffeehandel, von dem alle Menschen profitieren, die vom Anbau der Kaffeekirsche bis hin zum Genuss einer Tasse Kaffee beteiligt sind. Wir sind jedes Jahr persönlich in den Kaffeeregionen, um die besten Kaffees der Ernte zu fairen Preisen einzukaufen und die Menschen vor Ort zu treffen. Die Kaffees werden natürlich und auf traditionelle Weise angebaut und schonend in unserer Rösterei in Berlin geröstet. Mit jeder Tasse Kaffee unterstützen unsere Kunden soziale Projekte in den äthiopischen Kaffeeregionen, die wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort umsetzen.

Wie ist die Idee zu Coffee Circle entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die drei Gründer Robert, Martin und Moritz waren bereits vor der Zeit von Coffee Circle durch ihre Arbeit bei einer Wirtschaftsberatung befreundet. 2009 reisten Martin und Moritz für ein anderes Projekt nach Äthiopien und trafen dort auf die allgegenwärtige Kaffeekultur im Alltag der Menschen. Obwohl Äthiopien als Wiege des Kaffees gilt und Kaffee das größte Exportgut ist, können die Menschen vom Anbau und Verkauf ihrer Kaffees nicht gut leben. So war die Idee zu Coffee Circle geboren: Einen fairer und transparenter Kaffeehandel. Neben fairen Einkaufspreisen finanzieren wir mit 1€ pro verkauftem kg Kaffee soziale Projekte in Äthiopien, die in den Anbauregionen umgesetzt werden.

Wer ist die Zielgruppe von Coffee Circle?
Alle, die Wert auf richtig guten Kaffee legen oder Lust haben, sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen – und dieses Interesse wächst von Jahr zu Jahr. Unsere Zielgruppe lässt sich schwer nach demographischen Daten einordnen. Kaffee trinkt jeder gern.

Was ist das Besondere an dem Kaffee auf Coffee Circle? Woher stammt der Kaffee?
Unsere Kaffees stammen vor allem aus Äthiopien, Kolumbien und Kenia. Die Kaffees werden meist in kleinbäuerlichen Mischkulturen in natürlichen Waldgärten auf traditionelle Art und Weise angebaut und von Hand geerntet. Wir rösten selbst hier vor Ort. Mit richtig gutem Kaffee sind wir natürlich nicht allein! Das Besondere ist, dass der Kunde mit jeder Tasse Kaffee auch noch zu besseren Lebensbedingungen für die Kaffeefarmer beiträgt.

Wie nutzen Sie Instagram?
Für Instagram ist Kaffee ein sehr dankbares Produkt: wir sind an allen Schritten in der Wertschöpfungskette beteiligt, die durchweg eine große Ästhetik mitbringen. Von den bildgewaltigen, wunderschönen Momenten in den Herkunftsländern, über den Röstprozess bis zu den unterschiedlichen Zubereitungsarten ist Kaffee einfach nur schön – und damit wie gemacht für Instagram. Deshalb besteht unser Instagram-Feed aus einer gesunden Mischung dieser Themen, ergänzt durch Momente aus unserem Arbeitsalltag die wir auch in Instagram Stories zeigen. So können wir die User mit auf die Reise ihres Lieblingskaffees nehmen und gleichzeitig sehr viel Wissen vermitteln.

Authentizität und Nahbarkeit stehen für uns im Vordergrund. Zum Glück arbeiten wir mit einem Produkt, dass man wunderbar im Büroalltag integrieren kann und sind mit dem Büro räumlich sehr nah an Rösterei und Logistik dran. So ergeben sich die meisten Stories spontan! Gestellte Szenen kauft dir die Community eh nicht ab.

Wie hat Instagram zum Erfolg beigetragen?
Wir nehmen die User und Kunden mit und zeigen, wo ihr Lieblingskaffee herkommt und wie er geröstet wird und verraten gleichzeitig, wer die Menschen sind, die für Coffee Circle arbeiten. Wir gewähren einen Einblick in unseren Arbeitsalltag und zeigen, wie der Kaffee verarbeitet wird. Ich denke, das macht uns nahbar.

Der Rohkaffee wird hier frisch geröstet, verpackt und macht sich dann auf den Weg zu dir. Dazu zählen nicht nur erfahrene Röstmeister, sondern auch verschiedene Produktionsschritte oder auch der ganz klassische Büroalltag im Marketing, Kundenservice & Co. Unsere Arbeit ist vorrangig digital und so haben wir die Möglichkeit, der Community etwas näher zu sein.

Was können Sie anderen Unternehmern hinsichtlich der Nutzung von Instagram zum Erreichen der Unternehmensziele empfehlen?
Auch wenn das inzwischen jeder Marketingabteilung klar sein sollte: Social Media ist kein Praktikantenjob. Stellen Sie Kapazitäten, Zeit, Personal zur Verfügung. Wenn es die Marke und das Unternehmen zulässt: nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst. Lassen Sie die Follower an sich ran. Nehmen Sie sie mit. Bieten Sie Einblicke, die andere Marketingkanäle einfach nicht bieten können. Das schafft Vertrauen.

Coffee Circle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Der Spezialitätenkaffeemarkt steckt in den Kinderschuhen, wächst nur langsam. Wir möchten diese Entwicklung weiter prägen. Wir denken dabei nicht nur an Deutschland, sondern an eine Internationalisierung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Wahre Werte werden nicht über Nacht geschaffen. Ich denke es ist wichtig, sich auf einen langen harten Weg einzustellen, um etwas Wertvolles zu schaffen. Gründen hat in der Regel nichts mit schnellem Geld zu tun.
2. Stelle deine Kollegen nach cultural fit an, und nicht nach Expertenwissen. Investiere in Ausbildung und Team, um Fluktuation zu vermeiden. Top Teams formen sich nicht über Nacht. Jahrelange Zusammenarbeit und Vertrauen ist für mich wertvoller und bereichernder als kurzfristig zusammen gewürfelte Expertenrunden.
3. Lerne Erwartungen zu managen: Gegenüber deinem Team, Investoren und vor allem dir selbst. Zu viel zu versprechen, bringt einen nur zur nächsten Ecke. Nur wenn du Erwartungen übertriffst, gewinnst du Vertrauen. Wichtig: lasse Raum für Fehler. Nur so lernst du und deine Kollegen dazu!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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