Macht bei Wettbewerben mit und präsentiert den Leuten eure Ideen

Codecheck über die Strichcode-Erkennung sehen Sie welche Inhaltsstoffe in den Produkten stecken

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen  doch kurz unseren Lesern vor!
Wir von Codecheck wollen Menschen dabei helfen, die für sich besten Einkaufsentscheidungen zu treffen. Menschen mit hohem Umwelt- oder Gesundheitsbewusstsein finden mit der Codecheck App Pizza ohne Palmöl, Säfte mit wenig Zucker oder Duschgele ohne Mikroplastik. Veganer finden Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe und Menschen mit Unverträglichkeiten, können Gluten oder Laktose ganz einfach meiden.

Wie ist die Idee zu Codecheck entstanden ?
Die Idee über die Strichcode-Erkennung zeigen zu können, welche Inhaltsstoffe in Produkten stecken, hatte Codecheck-Gründer Roman Bleichenbacher (links im Bild) schon während seiner Studienzeit. Im Kubaurlaub 1998 kaufte er unwissend eine unreife und daher ungenießbare Mango und fing an darüber nachzudenken, nach welchen Kriterien Menschen eigentlich ihre Kaufentscheidungen treffen. 2002 entwickelte er im Rahmen seiner Diplomarbeit einen Kühlschrank, der minderwertige Produkte quasi wieder „ausspuckte“. Codecheck startete danach als gemeinnütziger Verein. Seither werden auf der Homepage und später auch der App Produktdaten gesammelt. Diese Daten machen Codecheck mit mittlerweile mehr als 33 Millionen Produkten (Stand 09/16) zu Deutschlands größtem Produktratgeber.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ende 2013 entschloss sich Roman gemeinsam mit Investoren dazu, mit Codecheck die nächste Stufe zu erklimmen. Vom gemeinnützigen Verein zur AG – das war natürlich eine riesige Herausforderung. Aber die Idee von Codecheck war so einzigartig, dass wir im Juli 2014 die erste Finanzierungsrunde mit mehr als 1,2 Millionen Schweizer Franken abschließen konnten. Unter den Investoren waren unter anderem auch die beiden zwei Doodle-Gründer Myke Näf und Paul E. Sevinç.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Zu Beginn von Codecheck war das Unternehmen mehr oder weniger eine One-Man-Show und die Codecheck-Community klein und überschaubar. Heute hat Codecheck ein großes und professionelles Team mit verschiedenen Standorten in Europa ausbauen können. Die Codecheck-Community ist mittlerweile auf mehr als 1,2 Millionen User gewachsen, die die App und die Webseite monatlich aktiv nutzen – und stetig kommen neue hinzu.

Wer ist die Zielgruppe von Codecheck?
Codecheck ist für jeden gedacht, der gesünder, nachhaltiger und vor allem bewusster konsumieren will.

Wie funktioniert Codecheck?
Die Produktscanner-App von Codecheck kann kostenlos für Android oder IOS herunter geladen werden. Die Bedienung ist einfach und intuitiv: Auf dem Smartphone starten, im Menü „Strichcode scannen“ wählen und über den Barcodes des Produktes halten. Codecheck zeigt dann sehr detailliert und binnen von Sekunden, was genau in Produkten steckt und wie diese Stoffe einzuschätzen sind. Wer kann schon etwas mit kryptischen Bezeichnungen wie Nylon 6, Ethylparaben oder Cetearyl Alcohol anfangen? Daher arbeiten wir für unser Bewertungssystem mit unabhängigen Experten und Organisationen wie Greenpeace (Schweiz) oder dem BUND zusammen, die uns sagen, wie diese Stoffe einzuschätzen sind.

Wo liegen die Vorteile für die Kunden?
Codecheck hilft Menschen, die bewusster konsumieren wollen. Die Leute glauben nicht mehr den kryptischen Angaben zu den Inhaltsstoffen, sondern hinterfragen sie aktiv. Dafür sprechen mehr als drei Millionen Downloads. Wir geben den Leuten mit der App schlicht das Werkzeug dazu, die für sich persönlich besten Entscheidungen zu treffen. Und wir können zusammen mit der wachsenden Community den Druck auf Hersteller erhöhen, transparenter zu sein. Wir sehen ganz eindeutig, dass der Verbraucher Macht hat. Was er kauft oder nicht ist einfach relevant.

Welche Vorteile haben die Produzenten?
Produzenten auf der anderen Seite können besser einschätzen, was ihre Kunden wollen und ihre Produkte dementsprechend anpassen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren soll Codecheck Menschen auf der ganzen Welt dabei helfen, die für sich besten Produkte zu finden. Und dazu beitragen, dass unser Konsum insgesamt gesünder und nachhaltiger wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lasst euch nicht entmutigen. Die Idee von Roman Bleichenbacher zu Codecheck traf bei seinen Prüfern damals nicht auf allzu große Begeisterung. Die Professoren bezweifelten, dass die Nutzer die dafür nötigen Angaben tatsächlich selbst zusammentragen würden. Heute hat er eine der erfolgreichsten Apps der Schweiz entwickelt, die vor allem aufgrund ihrer aktiven Community funktioniert.
Macht bei Wettbewerben mit und präsentiert den Leuten eure Ideen. Roman gewann für Codecheck nach der Gründung des Vereins gleich drei Preise: den Switch Innovation Prize (2004), den Eidgenössischen Förderpreis für Design (2005) und den Prix Ars Electronica (2006). Das bestärkt zum Weitermachen.
Guckt schon früh über den Tellerrand bzw. über Landesgrenzen hinaus und überlegt, ob eure Idee auch international funktionieren könnte.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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