Sich nicht zu ernst nehmen

Mit Code it! lernen die Kinder in angeleiteten Online-Kursen die Grundlagen des Programmierens

Stellen Sie sich und das Startup Code it! doch kurz unseren Lesern vor!
Code it! ist ein Startup aus dem Bildungsbereich. Wir geben Kindern die Möglichkeit, online Programmieren zu lernen. Das Besondere an unseren Kursen ist der spielerische Ansatz und das Format der Online-Kurse. Für unsere Kurse benutzen wir Computerspiele, um den Kindern den Einstieg zu erleichtern und sie zum Lernen zu motivieren.
Unsere Kurse können online absolviert werden. Das erlaubt ein individuelles Lernen: die Kinder können die Kurse durchführen wo, wann und wie lange sie wollen. Schulen, denen Informatiklehrer fehlen, können mit unseren Kursen ihren Schülern eine Einführung ins Programmieren anbieten.

Wie ist die Idee zu Code it! entstanden?
Die Idee zu Code it! ist aus ehrenamtlichen Programmierkursen an Schulen entstanden. Dabei haben wir festgestellt, wie groß der Bedarf ist – wir mussten jedes Jahr vielen Schulen absagen. Außerdem waren wir mit dem verfügbaren Material für Kinder, nicht wirklich zufrieden. Mit Code it! können wir Kurse erstellen, die unseren didaktischen und inhaltlichen Vorstellungen entsprechen: ein langsames Heranführen an das Programmieren und ein spielerischer Ansatz.

Welche Vision steckt hinter Code it!?
Wir wollen allen Kindern die Möglichkeit geben, Programmieren zu lernen – auch denen, die nicht in Großstädten leben oder sich teuren Privatunterricht leisten können. Und wir wollen, dass Kinder lernen, mit Computern kreativ umzugehen. Hin zur selbstbestimmten und produktiven Nutzung von Technik, weg vom passiven Smartphone wischen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Anfang stand die Idee unseres didaktisch-inhaltlichen Ansatzes. Wir wussten aber nicht genau, wie wir das technisch umsetzen. Wir mussten ziemlich viel ausprobieren und tüfteln, bevor klar war, dass sich die Ideen realisieren lässt. Dann kam die Finanzierungsfrage. Wir haben uns auf Stipendien beworben und mussten auch dafür Neuland betreten: Business- und Finanzplan schreiben usw. Mit den Stipendien konnten wir dann die technischen Voraussetzungen schaffen und einen ersten Kurs fertigstellen. Den Kurs, für den wir sehr viel positives Feedback von den Kindern und Informatiklehrern bekommen haben, kann man auf unserer Seite ausprobieren.
Die nächsten großen Herausforderungen: unser Angebot bekannter zu machen, und die Finanzierung des Projekts zu sichern. Gerade sind wir dabei, zwei neue Kurse über eine Crowdfunding-Kampagne zu finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Code it!
Die Kurse sind für Kinder ab 9 Jahren entwickelt – einzige Voraussetzung: die Kinder müssen lesen können. Im Prinzip kann jeder mit unseren Kursen ins Programmieren lernen einsteigen.
Neben den Kindern und ihren Eltern, sprechen wir auch Schulen an. Viele Schulen würden gern Programmierkurse anbieten, es fehlt aber an qualifizierten Pädagogen. Unsere Online-Kurse können für viele Schulen eine kostengünstigste Lösung dieses Problems sein.

Wie funktioniert Code it!?
Mit Code it! lernen die Kinder in angeleiteten Online-Kursen die Grundlagen des Programmierens. Die Kurse werden über Videos und kleine Aufgaben angeleitet. Nach jeder Aufgabe gibt es ein Feedback und wenn sich Fehler einschleichen, gibt es Hilfestellungen.

Neben den Programmierkursen gibt es einen Makerbereich. Dort können die Kinder ihr neues Programmierwissen direkt ausprobieren und praktisch einsetzen. Im Makerbereich wollen wir zukünftig viele verschiedene Anwendungen zum freien Programmieren anbieten. Damit lassen sich dann z.B. Webseiten bauen, Roboter und Hardware steuern, Bilder und Animationen erstellen und mehr.

Welche Vorteile bietet Code it!? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Das Besondere an unseren Kursen ist das Online-Format und der didaktische Ansatz. Viele Programme überwältigen Kinder durch die Vielzahl an Möglichkeiten, sie wissen nicht wie und wo sie anfangen sollen. Wenn Kinder mit dieser Erfahrung ins Programmieren einsteigen, verlieren Kinder meistens schnell die Lust. Wir führen die Kinder langsam, Schritt für Schritt an das Programmieren heran, ohne sie zu überfordern. In unseren Kursen setzen wir deshalb auf eine visuelle Programmiersprache. Damit erleichtern wir Kindern den Einstieg, da sie nicht die komplizierte Syntax textbasierter Programmiersprachen lernen müssen.

Außerdem legen wir Wert darauf, dass das Programmieren lernen Spaß macht. Wir arbeiten in den Kursen nicht nur mit spielerischen Methoden und Inhalten, wir wollen auch die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Programmierens zeigen. Die Kinder lernen viel motivierter, wenn sie sich kreativ austoben und eigene Ideen und Projekte umsetzen können. Dafür haben wir den Makerbereich geschaffen.

Code it!, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im Moment konzentrieren wir unsere Arbeit auf die Erstellung der Einführungskurse, in denen wir die Grundlagen vermitteln. Der nächste Schwerpunkt werden dann die verschiedenen Anwendungen im Makerbereich sein. Wir sind überzeugt, dass das Programmieren bald zu einer selbstverständlichen Alltagstechnik wird, wenn man z.B. seine IoT-Geräte konfiguriert und individuell anpasst. Wir wollen zukünftig Anwendern die Möglichkeit geben, über unsere Seite genau das zu machen: mit verschiedenen Anwendungen Alltagsaufgaben erledigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Die eigene Idee so früh wie möglich anderen vorstellen, sich nicht zu ernst nehmen und Finger weg von Ramen-Nudeln.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andreas Koch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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