Wer Erfolg möchte, muss dafür täglich arbeiten – auch wenn es nicht immer Spaß macht

clickbits: clockodo Online-Zeiterfassung für kleine und mittlere Unternehmen

Stellen Sie sich und Ihr Startup-Unternehmen clickbits und Ihr Produkt clockodo doch kurz unseren Lesern vor!
Thomas Romanek: Die 2013 gegründete clickbits GmbH entwickelt Webseiten, Apps, Portale und E-Commerce-Anwendungen und bietet mit clockodo eine der führenden Online-Zeiterfassungen für kleine und mittlere Unternehmen an. Wir arbeiten mit sieben Leuten an zwei Standorten in Unna (Westfalen) und Fürth (Franken).

Wie ist die Idee zu clockodo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Moritz Hofmann: Thomas Romanek und ich haben uns bereits in den 90er Jahren in der Schule kennengelernt. Uns hat die gleiche Leidenschaft für das Programmieren verbunden, und so haben wir 2002 mit der lokalen Social Media-Plattform „unnaer.de“ unser erstes gemeinsames Projekt gestartet. Der Erfolg war übrigens enorm und wurde erst durch das Aufkommen von Facebook gestoppt. Parallel haben wir zusammen Informatik studiert und neben unnaer.de Werbeagenturen mit webtechnologischen Leistungen unterstützt. Als wir unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht hatten, wurde uns in der eigenen Praxis klar, wie wichtig eine einfache und verlässliche Zeiterfassung für den geschäftlichen Erfolg ist. Am Markt gab es nichts, was uns begeistert hätte. Also haben wir selbst eine Zeiterfassung entwickelt, die funktioniert und Spaß macht. Das war die Geburtsstunde von clockodo.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Thomas Romanek: Unsere erste große Herausforderung war, sich angesichts des abnehmenden Erfolgs von unnaer.de neu zu fokussieren. Wir haben uns dann konsequent auf die Realisierung von clockodo konzentriert und die anfänglichen Entwicklungskosten mit den Gewinnen aus unnaer.de querfinanziert.
Das entsprach ganz unserer Linie. Denn finanziell haben wir von Beginn an konservativ agiert. Keine Kredite, keine Investoren, sondern alles selbst zu erarbeiten, war und ist unser Credo. Mit der entsprechenden Zielstrebigkeit, einer rigiden Kostenpolitik und der Bereitschaft zu 60-Stunden-Wochen konnten wir unsere Firma und clockodo entwickeln, ohne Schulden zu machen. Und so halten wir es weiter.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Moritz Hofmann: Die clickbits GmbH beschäftigte zu Beginn neben uns beiden Gründern zwei Mitarbeiter, heute sind wir zu siebt und haben bereits zwei Umzüge hinter uns. Den Umsatz konnten wir – vor allem durch den Erfolg von clockodo – seit der Gründung verdreifachen. Inzwischen ist unsere App auch im englischsprachigen Ausland erfolgreich. Sogar in Neuseeland wird clockodo immer beliebter.

Wer ist die Zielgruppe von clockodo?
clockodo spricht vor allem Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen an, die Einsatzzeiten an ihre Kunden berechnen. Dazu zählen Agenturen, Steuerberater, Anwälte, Handwerker und viele verschiedene Dienstleister, die darauf angewiesen sind, einfach und verlässlich ihre Zeiten und Leistungen zu erfassen.

Wie funktioniert clockodo?
Moritz Hofmann: So einfach wie kein anderes Zeiterfassungsprogramm. Im Mittelpunkt steht die virtuelle Stoppuhr, die ich aktiviere, um die Zeit für eine bestimmte Leistung innerhalb eines bestimmten Projekts für einen bestimmten Kunden zu einem bestimmten Preis zu messen. Aus diesen Daten kann ich meine Abrechnungen generieren, Kapazitäten überblicken, Effizienz und Rentabilität überprüfen. clockodo funktioniert über den Desktop-PC ebenso wie mobil über das Smartphone oder Tablet-PCs.

Warum sollte man clockodo nutzen?
Thomas Romanek: Weil es keine einfachere Möglichkeit gibt, Zeiten exakt zu erfassen und dabei sogar noch Spaß an der Anwendung zu haben. clockodo versteht jeder User intuitiv und ist schon nach Minuten einsatzbereit. Unternehmen profitieren von mehr Überblick, mehr Rentabilität und mehr Freiraum für ihre Kernaufgaben. So verstehen wir modernes Arbeiten mit Tools, die das Leben wirklich erleichtern.

clickbits, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Moritz Hofmann: In fünf Jahren wollen wir Marktführer für Online-Zeiterfassungen im deutschsprachigen Raum sein und unser Auslandsgeschäft deutlich ausgeweitet haben. Inzwischen kommen interessante Unternehmen auf uns zu, die mit uns kooperieren möchten. So kam es erst kürzlich zu einer Partnerschaft mit dem ERP-Anbieter Sage. Wir können uns vorstellen, auch durch solche Kooperationen die Marktdurchdringung in den kommenden Jahren zu beschleunigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Thomas Romanek:
1. Talent und gute Ideen reichen nicht allein. Fleiß, Disziplin und Zielstrebigkeit gehören ebenso dazu. Wer Erfolg möchte, muss dafür täglich arbeiten – auch wenn es nicht immer Spaß macht.
2. Die Idee für ein Startup muss nicht zwingend neu und exklusiv sein. Aber die Ausführung sollte besser sein, als die der anderen schon bestehenden Produkte oder Dienstleistungen.
3. Investoren können gut sein. Aber es geht auch ohne. Arbeitet hart, lasst Euch nicht ablenken und akzeptiert, dass der Weg länger ist. Am Ende kann es sich lohnen!

Wir bedanken uns bei Thomas Romanek und Moritz Hofmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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