Sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen

CleverShuttle On-Demand RideSharing macht Mobilität effizienter und grüner

Stellen Sie sich und das Startup CleverShuttle doch kurz unseren Lesern vor!
Mit CleverShuttle bieten wir On-Demand RideSharing und wollen damit Mobilität effizienter und grüner machen. Wir sind der erste genehmigte RideSharing-Fahrdienst in Deutschland und mit unserer eigenen Flotte aktuell in Berlin, München, Leipzig und seit September in Hamburg unterwegs. Statt alleine im Taxi zu sitzen, können sich unsere Kunden Fahrten mit Fremden teilen. Per App werden die Shuttles gebucht. Gibt es mehrere Anfragen für ähnliche Routen, bündelt unser Algorithmus diese und berechnet die schnellste Strecke. Das macht CleverShuttle-Fahrten besonders günstig, und weil wir auf nachhaltige Elektro- und Wasserstoffautos setzen auch komplett emmissionsfrei.

Unter dem Namen CleverShuttle bieten wir zudem Mobility-as-a-Service an. Mit unserer On-Demand-Plattform und unserem bewährten Algorithmus lassen sich bestehende Verkehrssysteme problemlos um RideSharing ergänzen und somit nachhaltiger und effizienter machen.

Wie ist die Idee zu CleverShuttle entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Jan, Slava und ich kennen uns bereits aus Schulzeiten und sind zusammen in Berlin aufgewachsen. 2014 haben wir CleverShuttle gegründet und uns damit den großen Wunsch erfüllt, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Jan pendelte lange Zeit beruflich und war dabei viel mit dem Taxi unterwegs. Wir haben uns dann irgendwann gefragt, ob es noch zeitgemäß ist, dass sich Menschen einzeln in spritfressenden Limousinen durch die Stadt fahren lassen. Mit CleverShuttle und unserem On-Demand-RideSharing-Konzept bieten wir nun Lösung für gleich mehrere Herausforderungen des urbanen Verkehrs – Lärm, Stau und CO2-Belastung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Nach einer erfolgreich absolvierten Betatest-Phase, in der wir in erster Linie die IT in der Praxis erprobt haben, haben wir uns mehrere Monate um die Genehmigung der Behörden bemüht. Das war eine aufreibende Zeit und es war nicht immer klar, ob es klappt. Wie bei den meisten Start-ups war auch die Finanzierung in der Anfangsphase eine große Herausforderung. Mittlerweile haben wir die Deutsche Bahn, Daimler und einige private Investoren an Bord.

Wer ist die Zielgruppe von CleverShuttle?
Unsere Kunden kommen aus allen Altersgruppen. Sie sind digital, urban, umweltbewusst und wollen kein eigenes Auto, sondern lieber genau das Verkehrsmittel, das für den Moment am besten passt. Unsere Kunden sind gegenüber Innovationen aufgeschlossene Menschen, die nachhaltig mobil sein wollen oder einfach Interesse an neuen Konzepten haben. Die Nachfrage steigt seit Beginn stetig an und zeigt uns, dass die Menschen neuen und umweltfreundlichen Alternativen gegenüber sehr aufgeschlossen sind.

Wie funktioniert der CleverShuttle?
Die Nutzung ist ganz simpel. Einfach die App runterladen und öffnen. Wer will kann sich registrieren – das hat ein paar Vorteile, ist aber kein Muss – dann Start und Ziel definieren, ein Fahrtangebot bekommen und dieses dann mit einer Buchung bestätigen. Bezahlen kann man bequem in der App per Kreditkarte oder PayPal oder ganz traditionell in Bar beim Fahrer.

Welche Vorteile bietet CleverShuttle?
CleverShuttle kombiniert einen Tür-zu-Tür-Fahrdienst mit einem innovativen RideSharing-Prinzip zu einem umweltfreundlichen und günstigen Fahrdienst.
Durch das effiziente Sharing können wir einen Fahrpreis von mindestens 40 Prozent unterhalb des Taxitarifs anbieten. Mit einer Flotte aus E-Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden und neuerdings auch Wasserstoff-Autos sind wir besonders umweltfreundlich. So profitiert auch die Stadt und die Umwelt durch Verkehrs- und Emissionsreduktion.

Wie ist das Feedback?
Sehr positiv. Das RideSahring Konzept ist ja zumindest auf dem deutschen Markt noch ganz neu. Unsere Fahrgäste finden die Idee spannend, Fahrten mit anderen Fahrgästen zu teilen und der günstige Preis kommt natürlich auch gut an. Auch das Thema Elektro- oder Wasserstoffmobilität interessiert unsere Fahrgäste. Viele sitzen zum ersten Mal in einem E-Auto.

CleverShuttle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen uns als sinnvolle Ergänzung der bereits bestehenden Mobilitätsangebote in den Großstädten. In Zeiten, in denen Abgase, Stau und Lärm ein großes Problem darstellen, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, innerstädtische Mobilität effizienter und grüner zu machen. Natürlich wollen wir wachsen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir in allen großen deutschen Städten unterwegs sein und sehen auch in ländlichen Regionen Potential für On-Demand-RideSharing. Dazu denken wir auch über ein Franchisemodell nach.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Es lohnt sich, hartnäckig zu bleiben und etwas zu riskieren.
2. Sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen.
3. Den Spaß an der Sache nicht verlieren. Eine Firma zu gründen, gleicht oft einer Berg- und Talfahrt, denn natürlich klappt nicht immer alles. Aber: Nach Regen folgt Sonnenschein. Ansonsten gilt Tipp Nummer zwei.

Bildcopyright: CleverShuttle

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Bruno Ginnuth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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