Den Digitalisierungsdruck nutzen

Digitalisierung scheint in den letzten Monaten, seit Ausbruch dieser epochalen Krise, das Zauberwort zu sein, wenn es um den Umgang mit den wirtschaftlichen Herausforderungen geht. 

Damit aus dem Zauberwort kein Fluch wird, analysiert Claudio Catrini, Experte für Business-Digitalisierung und Skalierung, in diesem Artikel die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, wenn der Weg der Digitalisierung beschritten wird. 

Krisenresistenz durch Digitalisierung

Die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown hat die Weltwirtschaft fest im Griff. Unternehmen erkennen zunehmend, dass die Fokussierung auf alte Strukturen der falsche Weg war. Viele Branchen haben mit einem 100% Rückgang des Umsatzes zu kämpfen, da die eigenen Kunden das Haus nur mehr in Ausnahmefällen verlassen dürfen. In vielen Chefetagen regiert Angst und blanke Panik. Doch diese beiden Gefühlszustände sind keine guten Ratgeber in solch einer herausfordernden Situation. Außerdem ist es wenig ratsam, das gesamte Geschäftsmodell über den Haufen zu werfen und blindlings alles zu digitalisieren. Denn eines ist klar: Auch Digitalisierung braucht Zeit und Strategie.

Claudio Catrini: Digitalisierung ist die gut, wenn sie gut gemacht wird

Plötzlich treten Experten und Berater hervor, von denen man noch nie etwas gehört hat und wollen Digitalisierungskonzepte als Allheilmittel verkaufen. Doch das kann nicht funktionieren. Ein Unternehmen muss bei diesem Transformationsprozess, sofern sie ihn tatsächlich umsetzen möchte, professionell analysiert, beraten und begleitet werden. Prinzipiell ist jeder Geschäftsprozess digitalisierbar, doch nicht immer macht das Sinn. Es müssen Digitalisierungskonzepte für jedes Unternehmen entworfen werden, mit einem individuell gestalteten Plan, wie die digitale Implementierung auszusehen hat. Das perfekte Tool, welches die Lösung für alle geschäftlichen Herausforderungen darstellt, gibt es einfach nicht. Was es gibt, sind Konzepte und Strategien, welche entwickelt und umgesetzt werden müssen.

Claudio Catrini: Alle über einen Kamm scheren, ist der falsche Weg

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Bedingungen, Herausforderungen und Zielsetzungen. Es liegt auf der Hand, dass dafür eine individuelle Lösung her muss. Eine Firma, die bereits einen Online-Shop betreibt, aber noch kaum Umsatz darüber erzielt, hat andere Aufgaben zu erledigen als ein Unternehmen, das noch überhaupt nicht im Internet vertreten ist. 

Im ersten Fall wird es wohl einer Optimierung des Shops und der entsprechenden Werbeanzeigen bedürfen, wohingegen im zweiten Fall geklärt werden muss, was und wer überhaupt mit einem Onlineauftritt erreicht werden soll. 

Die Lösungswege für diese beiden Unternehmen werden wohl sehr unterschiedlicher Natur sein, weshalb es keinen Sinn macht, nur von der einen und einzigen Lösung zu sprechen, die für alle absolute Gültigkeit besitzt. Professionelle Beratung und Begleitung von Experten, die bereits gezeigt haben, wie eine digitale Transformation gelingen kann, ist hier mehr als notwendig, da mit falschen Maßnahmen das Unternehmen schlussendlich noch handlungsunfähiger gemacht wird, weil das Geld an der falschen Stelle ausgegeben wird.

Digitalisierung nicht Allheilmittel

Diese These wird von Beratern hinausposaunt, die schnell und mit wenig Aufwand Geld machen möchten. Das ist sehr gefährlich. Denn gerade in Zeiten, in denen das Geld, auch für ehemals sehr erfolgreiche Unternehmen, schwierig aufzutreiben ist, können sich Fehlinvestitionen verheerend auswirken. 

Um kurzfristig und nachhaltig von der Digitalisierung zu profitieren sind mehrere Aspekte entscheidend, die in den folgenden Fragen abgebildet werden:

  1. Wie sieht der Ist-Zustand der Digitalisierung aus? Wo steht das Unternehmen? Wo will es hin?
  2. Welche Strukturen, die digitalisiert werden, refinanzieren sich schnell von selbst.
  3. Welche Maßnahmen der Digitalisierung können, aus jetziger Sicht, nach hinten verschoben werden und sind nicht überlebensnotwendig, aber langfristig sehr wohl sinnvoll?
  4. Wie können, nach der Krise, verschiedene Strukturen nach und nach digitalisiert werden?

Dies sind nur Auszüge der Fragen, die ein guter Berater auf dem Gebiet stellt. Er hat sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Implikationen im Auge. 

Claudio Catrinis Fazit

Die Realität ist oft komplexer als die Theorie, deshalb ist es so wichtig, die Bedingungen genau unter die Lupe zu nehmen, um nachhaltig von der Digitalisierung zu profitieren. Nicht für jedes Unternehmen wird ein Onlineshop die passende Lösung sein. Schließlich will dieser auch gewartet, befüllt und beworben werden. Nur eine professionelle Beratung wird dazu führen, dass die Schritte in Richtung Digitalisierung auch erfolgreich gegangen werden können. Viel Erfolg dabei!

Autor: Claudio Catrini

Als einer der führenden Verhandlungs- und Verkaufsexperten innerhalb der D-A-CH-Region ist Claudio Catrini seit über 20 Jahren in diesem Bereich tätig. Seine Ansätze als strategischer Berater bringen einen klaren Nutzen in Verbindung mit hohen ethischen und moralischen Werten.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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