Claudia Oeking: So wird Transformation eine Chance für Female Leadership

Seit August 2019 ist Claudia Oeking Geschäftsführerin External Affairs bei Philip Morris Deutschland – als vorerst einzige Frau im fünf-köpfigen Führungsteam. Davor war sie zwei Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung bei Philip Morris Austria in Wien. Jetzt, in Zeiten dieses Wandels könnten Frauen in Führungspositionen besonders viel bewirken, sagt Claudia Oeking. 

Claudia Oeking sieht Transformationsprozesse in Unternehmen als Chance für Female Leadership. Der Weltmarktführer Philip Morris befindet sich wie viele andere Unternehmen mitten in der größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Mit Alternativen zu Zigaretten für Raucher, die nicht aufhören zu rauchen, wie dem Tabakerhitzer Iqos will man das Ende des Marlboro-Man einläuten; das Unternehmen hofft auf eine „rauchfreie“ Zukunft. Der Tabakkonzern setzt auch auf Gender Diversity: Bis 2022 will man weltweit den Frauenanteil im Konzern von 42 auf 50 Prozent heben. Das Unternehmen ist auch „Equal Salary“-zertifiziert: Frauen verdienen gleich viel wie Männer. Am Standort Gräfelfing hat man ein Family Office für MitarbeiterInnen und ihre Kinder eingerichtet. 

Diversität zählt zunehmend

Claudia Oeking selbst sei als vorerst einzige Frau in der fünfköpfigen Geschäftsleitung von den männlichen Kollegen positiv aufgenommen worden: neue Sichtweisen einzubringen gehöre zu ihren Aufgaben. Sie sieht ihre Stärke in der Mittlerrolle zwischen dem Unternehmen und der Öffentlichkeit und der Politik, wie sie sagt. „Diversität ist uns generell wichtig, auch hinsichtlich des Alters und der Kulturen. Wenn unsere rund 77.000 MitarbeiterInnen weltweit gleich denken würden, könnte das Unternehmen seine Herausforderungen in Markt und Gesellschaft nicht schaffen“, sagt sie im Interview mit herCAREER. Männer würden das zunehmend auch so sehen. „Und die vielen jungen Leute in unserem Unternehmen erwarten ohnehin Diversität.“ 

Die interne Transformation der Unternehmens- und Führungskultur bei Philip Morris sei weltweit im Gange: „Wir wollen Führung kollaborativer gestalten, Hierarchien abbauen, ein Ja zur Fehlerkultur und zur Diversität geben“, sagt Claudia Oeking. Im Zuge dessen könnten weibliche Führungskräfte vieles mit ihren Stärken mitgestalten. „Ich habe es bisher erlebt, dass viele Frauen sehr gut darin sind, unterschiedliche Perspektiven zu vereinen und das Verbindende in den Vordergrund zu stellen. Das heißt nicht, dass wir deswegen nicht schwierige Entscheidungen treffen können“, sagt die Top-Managerin. Frauen würden oft auch abteilungsübergreifende Kollaboration vorantreiben. Sie selbst stehe für das Verbindende, sei wertschätzend und vermittelnd, könne aber in Auseinandersetzungen auch klare Ansagen machen.   Claudia Oeking will mit ihrem Vortrag und im MeetUp andere Frauen dazu inspirieren, ihre Stärken in Transformationsprozesse einzubringen und sie als Chance zu nutzen.

Auf der herCAREER 2019 hält Claudia Oeking am 11. Oktober den Vortrag „Perfect match: Female Leadership in the transformation era!“ und ein Karriere-MeetUp zum Thema „Time of my life! How to make a career in the transformation era“. 

Quelle Jane Uhlig

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