Clara Kaesdorf: innovatives Design

Clara Kaesdorf Modeunternehmen aus Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Clara Kaesdorf doch kurz vor!
Wir sind ein in Berlin ansässiges Modeunternehmen. Wir haben uns spezialisiert auf eigens entworfene Print-Stoffe, die in Kombination mit unseren grafischen, reduzierten Schnitten alltagstauglich werden. Um die Kollektion zu vervollständigen produzieren wir auch Accessoires wie Gürtel, Taschen und Rucksäcke aus Leder. Diese sind nach dem Prinzip des Setzkastens noch vom Kunden individualisierbar. Ein Rucksack kann zur Tasche werden, Träger ausgetauscht, die Teile eines Gürtel farblich zum Kleid passend kombiniert werden.
Wir versuchen so nachhaltig wie möglich zu arbeiten und beziehen deshalb unsere Kunden in möglichst viele Schritte mit ein, von der Gestaltung bis zur Produktion. Dies folgt der Überzeugung, dass ein Kleidungsstück schon vor dem ersten Tragen eine persönliche Geschichte haben sollte, um den Wunsch nach einer längeren Nutzungsdauer zu wecken. Hochwertige natürliche Materialien und gute Verarbeitung lassen dies zu.
Überproduktion und Lagerhaltung vermeiden wir, indem wir alles im Umkreis von Berlin produzieren und so kurze Fertigungs- und Lieferzeiten haben. Da wir unsere Stoffe selber drucken müssen wir auch diese nicht auf Vorrat halten.

Wie ist die Idee zu Clara Kaesdorf entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Nachdem mit der Uni-Abschlusskollektion von Clara Kaesdorf ein Wettbewerb gewonnen wurde, war der Start einer weiterführenden Linie unsausweichlich. Der Preis, eine große Modenschau auf der Fashion-Week Berlin, bildete die Grundlage für die Firmengründung. Durch diesen Wettbewerb war es uns möglich, die Marke von Anfang an mit viel Presse und unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit zu starten.
Das Konzept der Abschlussarbeit überzeugt uns bis jetzt. Profi-Sorien. Ein vom Speziallisten entworfenes Provisorium, welches vom Kunden vervollständigt wird und erst durch die Nutzung seinen finalen Charakter erhält. Die Nutzungsdauer von Provisorien übersteigt bekanntlich die von fertig gekauften Produkten, bei denen sich der Kunde keine Gedanken im Vorfeld machen musste, bei Weitem.
Eins kam zum anderen, und nach erfolgreichen Pop Up Stores in verschiedenen deutschen Städten erkannten wir das Interesse der Kunden an einem festen Standort, bei dem man die Schaffung des eigenen Produkts mitverfolgen und persönlich mit der Designerin in Kontakt treten kann. Seit gut einem Jahr haben wir in Berlin-Mitte, unweit der Friedrichstraße, ein Laden-Atelier geöffnet. Dort präsentieren wir unsere Kollektionen und bieten anderen Jungdesignern mit ähnlichem Hintergrund die Möglichkeit, ihre Entwürfe den Kunden zu präsentieren und zu vertreiben. Eine Art Concept-Store für ausgewählte Entwürfe von Jungdesignern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen waren bis jetzt für uns die Großereignisse wie Modenschauen oder Messen. Da wir klein gestartet haben und uns selber finanzieren, sind wir auf Wettbewerbe oder gesponserte Groß-Ereignisse angewiesen. Oft bekommt man dadurch erst kurz vorher Bescheid und muss innerhalb kürzester Zeit etwas Großartiges auf die Beine stellen. So verlief es zum Beispiel bei unserer letzten großen Fashion-Week Show. Wir bekamen erst zwei Monate vor dem Termin das Angebot, selber eine ganze Modenshow mit 20 Outfits zu bespielen. Da wir unsere Stoffe selber entwerfen und diese erst gedruckt werden müssen, konnten wir erst zwei Wochen vor der Show mit dem Nähen beginnen. Auch das Weihnachtsgeschäft lag genau in diesem Zeitfenster. So mussten wir quasi zwei Unternehmen gleichzeitig durch eine sehr wichtige Zeit navigieren. Fast unmöglich, aber wir sind der Überzeugung, dass am Ende doch immer alles klappt. Wie auch bei diesem Mal! Die Show kam am Ende sehr gut bei der Presse und den Kunden an.

Wer ist die Zielgruppe von Clara Kaesdorf? Welche Mode findet der Kunde auf Clara Kaesdorf? Was ist das Besondere an der Mode?
Dadurch, dass wir uns auf schlichte Schnitte konzentrieren und die Kleidung quasi als Leinwand für unsere Malereien und Muster nutzen, ist unsere Zielgruppe sehr weit gefächert. Vor allem Liebhaber schöner Stoffe und guter Qualität finden immer wieder den Weg in unser Atelier. Ein auffälliges Alleinstellungsmerkmal wie All-over-Prints zu haben, bewirbt die Marke auch von selbst. Ich habe schon oft Kunden im Laden gehabt, denen das Kleid der Nebensitzerin im Theater aufgefallen ist und die so, quasi über Mund zu Mund-Propaganda, zu uns gefunden haben.

Clara Kaesdorf, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben in unserer drei jährigen Firmenerfahrung gelernt, dass der Weg nie konkret vorausgesehen werden kann. Wir werden auch weiterhin flexibel bleiben und offen für Neues sein. Unser wichtigster Vorteil gegenüber vielen anderen Firmen auf dem Markt.
Wir streben für die Zukunft an, auch in anderen Ländern zu vertreiben und unser Sortiment ständig zu erweitern und auszubauen.
In fünf Jahren sehen wir unsere Mode auf den Straßen vieler Großstädte, der Kunde ist für uns immer größte Priorität und dies soll auch so bleiben.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wendig zu bleiben und sich nicht festzufahren. Viele Erkenntnisse kommen erst nach und nach. Business-Pläne sind wichtig für den Anfang, sie sollten aber stetig überarbeitet und den Situationen und Erfahrungen angepasst werden. Das wichtigste ist, nicht den Mut zu verlieren und an sich selber und seine Produkte zu glauben.

Weitere Informtionen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Clara Kaesdorf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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