Sonntag, November 27, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Clanq: Kombination aus Bankkonto, Sparplan, Cashback-Gutschriften und nachhaltigen Anlagen

Stellen Sie sich und das Fintech Clanq doch kurz unseren Leser*innen vor!

Privat bin ich Mutter, Familienmensch und Ski-Fan; im beruflichen Umfeld kombiniere ich fundiertes Bankfachwissen mit meiner 30-jährigen Erfahrung als Marketing Executive. Clanq in einem Satz. Wir bieten jungen Familien in unserer App eine einzigartige Kombination aus Bankkonto, Sparplan, Cashback-Gutschriften und nachhaltigen Anlagen an, um für ihre Kinder nachhaltig vorzusorgen. 

Clanq versteht sich zudem als „digitaler Mentor“ und Plattform für Fragen rund um Finanzplanung, aber auch -erziehung. Familien sollen so die Unterstützung, die Sicherheit und das Selbstbewusstsein bekommen, selbst ein finanzielles Fundament für die Zukunft ihrer Kinder zu errichten. Nachhaltige Investitionen, ein partnerschaftliches Miteinander und ein Verantwortungsbewusstsein für die nächste Generation sind dabei fester Teil der unternehmerischen DNA. Zudem wollen wir dabei helfen, Kindern einen guten und nachhaltigen Umgang mit Geld beizubringen 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war zuvor in leitender Position beim größten Wealth Manager der Welt und habe vor allem Netzwerke für Unternehmer*innen und Financial-Education-Plattformen für Frauen und junge Erwachsene aufgebaut. Meine Begegnungen und Learnings dort haben mich immer mehr inspiriert, selbst in diesem Bereich unternehmerisch zu handeln und aktiv etwas ganz Neues zu gestalten. Als sich dann die Chance ergab, mein Know-how mit der technischen Kompetenz und strategischen Vision meiner beiden Co-Founder zusammenzuführen, war der Schritt zur Gründung sehr naheliegend.

Was war bei der Gründung von Clanq die größte Herausforderung? 

Bevor wir die ersten Kund*innen gewinnen können, brauchten wir erst einmal finanzielle Mittel, um die Plattform zu entwickeln und zu programmieren. Also mussten wir ohne bestehendes Produkt, dafür mit einer großen Idee erste Investor*innen überzeugen. Wir konnten dann aber schnell starten und werden nun im Februar live gehen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Auf jeden Fall, denn viele Lösungen und Kundenbedürfnisse werden im Detail erst im Verlauf des Prozesses richtig klar. Das ist der Ursprung von Weiterentwicklung und soll bei uns auch in Zukunft so bleiben. Als agiles Unternehmen möchten wir immer das aktuelle Feedback von unseren Kund*innen und der Community in unsere Lösungen einbauen.

Welche Vision steckt hinter Clanq? 

Das Leben von Familien erleichtern und ihnen als digitale*r Finanzbegleiter*in zur Seite stehen. 

Wer ist die Zielgruppe von Clanq? 

Junge Familien mit mittlerem und kleinem Einkommen, aber vor allem auch schwangere Frauen und frischgebackene Mütter, die sich im Zusammenhang mit der Vorsorge für ihr Kind zum ersten Mal mit dem Thema Finanzplanung beschäftigen.

Wie funktioniert Clanq? 

Clanq bietet zwei verschiedene kostenlose Kontoarten: das „normale“ Bankkonto und das Konto für Unterstützer*innen. Ersteres ist ein vollwertiges, von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliertes Konto. Es funktioniert wie gewohnt mit Zahlungskarte sowie Ein- und Auszahlungen. Dabei kann man bis zu fünf Kinder-Sparkonten in der App anlegen, auf denen Cashback gesammelt oder zusätzlich Geld gespart wird. In der Praxis bedeutet das: Sparen per Cashback-Karte bei jedem Einkauf und höhere Sparbeträge bei Angeboten für Familien über den Clanq-Shop. Zudem können vom gesamten Sparclan, von den Großeltern bis zu den Pat*innen, natürlich Geldgeschenke zentral auf ein Kinder-Sparkonto überwiesen werden und angespartes Geld langfristig angelegt werden. 

Das Konto für Unterstützer*innen erlaubt eine Verbindung zum Konto bei der Hausbank (mit 99 % der Banken kompatibel), sodass kein volles Konto angelegt werden muss. Transaktionen können per Knopfdruck auf ein bestehendes Sparkonto ausgelöst und mit persönlichen Nachrichten versehen werden. Da auf einem Sparkonto keine Zinsen mehr gutgeschrieben werden und damit auch die Inflation nicht einen Teil wieder vernichtet, bieten wir kurz nach dem Start auch nachhaltige ETFs an, um für einen langfristigen Anlagehorizont eine entsprechende Rendite zu erzielen. 

Auch um das Thema Sicherheit soll sich junge Familien möglichst wenig Gedanken machen müssen. Unser Partner, die Solarisbank ist im Besitz einer Vollbanklizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das bedeutet, dass Clanq alle rechtlichen Anforderungen für den Schutz von Geld und Daten von Kundinnen und Kunden erfüllt.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir sind der einzige Anbieter, der sich ganz auf Mütter, Väter und ihre Kinder fokussiert. Dabei bieten wir eine Kombination von Sparplan, Cashback-Gutschriften und nachhaltigen Anlagen an, bei denen der ganze Familienclan unterstützen kann. Natürlich entsprechen auch die Produkte in unserem Cashback-Shop den Interessen von jungen Eltern. Wir führen somit spezialisierte Angebote für Familien in einer App modular zusammen. 

Welche Tipps findet man noch auf der Website? 

Wir bieten umfangreiche Informationen zu Familienfinanzen an und begleiten die Familien bei der Aufstellung des Familienbudgets. Langfristig sind noch weitere Angebote für Erwachsene und Kinder zur Finanzbildung geplant.

Warum ist das Thema Finanzen gerade für Frauen – für Sie – so wichtig? 

Aus meiner Sicht ist das Thema sehr relevant. Aus Umfragen wissen wir, dass sieben von zehn Frauen die Vermögensplanung ihrem Partner überlassen. Und gerade für Mütter ist es umso wichtiger, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Denn nach wie vor entstehen sehr häufig finanzielle Nachteile durch Teilzeitarbeit oder Erwerbsunterbrechungen aufgrund einer Mutterschaft. Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass wir Ausbildung zu Finanzthemen mit den nötigen Tools anbieten. Damit Mütter die Verantwortung für ihr eigenes und das Vermögen der Kinder selbst übernehmen können und erfahren, was es bei der Finanzplanung zu beachten gilt. Somit helfen wir, dass diese Themen in der Familie gemeinsam diskutiert werden und Töchter und Söhne am direkten Vorbild etwas über gleichberechtigte Finanzplanung lernen.

Wie verändert sich die Finanzbranche in den kommenden zwölf Monaten? 

Wir sehen, dass die Kund*innen nicht mehr für jede Finanzdienstleistung einen separaten Anbieter wollen, sondern einen für alle finanziellen Bedürfnisse. Außerdem sind 50 % der Bankkund*innen unzufrieden mit ihrer jetzigen Bankbeziehung, da es dort noch viele veraltete Systeme, ineffiziente Prozesse und Silodenken gibt. Dies ist unsere Chance, uns als junges, digitales Unternehmen in einem Segment, welches bis jetzt nicht im Fokus stand, zu positionieren.

Clanq, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Unsere Plattform wird laufend mit neuen Funktionen ausgebaut und das Angebot, basierend auf den Feedbacks und Bedürfnissen unserer Kund*innen, angepasst. In fünf Jahren möchten wir für alle finanziellen Angelegenheiten rund ums Kind die erste und einzige Anlaufstelle für junge Familien sein. Also eine Super-App, in unserem Fall quasi eine Held*innen-App für Eltern.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Seien Sie mutig für den ersten Schritt, und haben Sie keine Angst vor Fehlern, denn auch die bringen einen weiter.
  • Das große Ziel konkret formulieren und dabei nicht vergessen, auf dem Weg dorthin auch die kleinen Erfolge zu feiern.
  • Aktivieren Sie Ihr bestehendes Netzwerk, und holen Sie im Prozess immer wieder aktiv Feedback ein – quasi als Gratiskurzberatung.

Wir bedanken uns bei Christina Hammer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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