Christopher Oster: Zuerst ist es wichtig, nein sagen zu lernen

Treffen Sie Dr.Christopher Oster auf der StartupCon in Köln

Stelle dich doch unseren Lesern kurz vor!
Dr.Christopher Oster: Mein Name ist Christopher und ich bin Co-Founder und CEO von Clark. Vorher war ich bei Wimdu als Co-Founder in der Rolle des COO verantwortlich für das operative Geschäft und die internationale Expansion. Zuvor war ich mehrere Jahre bei der Boston Consulting Group als Berater für Unternehmen der Finanzbranche aktiv. Mein Studium als Master in Business Administration habe ich an der European Business School in Oestrich-Winkel abgeschlossen und dann an der WHU Otto Beisheim School of Management promoviert.

Stelle uns doch bitte Clark vor?
Dr.Christopher Oster: Clark ist eine Versicherungs-App und Webseite, die Versicherungen für jeden Kunden einfach macht.
Im Juni 2015 wurde Clark gegründet und wir sind derzeit ein Team von rund 20 Mitarbeitern. Der Kunde erhält bei uns eine Vertragsübersicht, kann seine Vertragsdetails online einsehen, wird auf Wunsch persönlich beraten und kann einen Vertragswechsel oder Neuabschluss mit ein paar Klicks in der App durchführen. Auch im Schadensfall sind wir für den Kunden da. Nutzer können mit Clark auf einen Blick erkennen, wie gut ihr Versicherungsschutz ist. Die Besonderheit bei Clark: Wir haben einen Robo-Advisor entwickelt der auf Basis von Algorithmen die Versicherungssituation der Kunden analysiert und Verbesserungsvorschläge macht. Mit wenigen Klicks können Kunden ihre Versicherungssituation verbessern. Clark durchsucht dafür die Angebote von über 160 Versicherungsunternehmen.

Hättet Ihr mit so einem schnellen Erfolg von Clark gerechnet?
Dr.Christopher Oster: Niemand hat Lust sich um seine Versicherungen zu kümmern, aber gute Versicherungen sind wichtig. Wir nehmendem Kunden die ganze Arbeit ab und das auch noch kostenlos. Daher waren wir uns schon sicher in eine Marktlücke zu stoßen. Das der Erfolg so schnell kommt, was natürlich nicht abzusehen.

Wer sind eure Kunden?
Dr.Christopher Oster: Alle, die auch Online-Banking nutzen, sollten Ihre Versicherungen mit Clark managen – ist genauso einfach.

Wie werden FinTechs das Banken- und Versicherungsgeschäft verändern?
Dr.Christopher Oster: FinTechs können schneller kundenorientierte Lösungen entwickeln. So hat zum Beispiel die Entwicklung unseres Robo-Advisor ca. vier Wochen gedauert. In einem großen Unternehmen wäre dies nicht möglich gewesen.

Bootstraping oder einen Investor ins Boot holen?
Dr.Christopher Oster: Ohne Boostraping ist es schwer Investoren zu finden, daher empfehle ich für ganz frische Gründer: Erst Bootstraping und dann Investor. Wenn man es aus eigener Kraft mit zeitlicher und geldlicher Beschränkung geschafft hat, hinterlässt man einen Eindruck bei Investoren. Diese können davon ausgehen, dass man mit Geld effizient umgehen kann. Wir konnten dann sehr schnell auch Investoren für unsere Idee gewinnen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Dr. Christopher Oster aus?
Dr.Christopher Oster: Den Vormittag versuche ich immer Meeting-frei zu halten. So habe ich Zeit mir zuerst immer die KPIs des Vortags anzuschauen und beantworte wichtige E-Mails. Danach wird in Ruhe gearbeitet. Den Nachmittag habe ich meistens voller Meetings und manchmal Abends noch eine Veranstaltung.

Über welches Thema wirst du auf der StartupCon referieren?
Dr.Christopher Oster: Unseren revolutionären Versicherungs-Robo-Advisor.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?
Dr.Christopher Oster: Eine große Veränderung ist, dass die etablierten und großen Unternehmen die Startups genauer beobachten und bereit sind zu kooperieren.

Welches sind die Größten Fehler Junger Gründer?
Dr.Christopher Oster: Der größte Fehler ist, nicht aus Fehlern zu lernen. Als Gründer macht man zwangsläufig nicht alles richtig. Bevor man ein Startup gründet sollte man auf jeden Fall den Kundenbedarf genau analysieren. Sonst stellt sich nach Gründung und Launch heraus, dass die Idee am Markt vorbei entwickelt wurde und der Aufwand war umsonst.

Welches war das Letzte Buch das du gelesen hast?
Dr.Christopher Oster: Ein Buch, das ich immer wieder gerne lese ist “Delivering Happiness” von Tony Hsieh. Damit kann man nichts falsch machen.

Wo siehst du dich in den nächsten fünf Jahren?
Einfache Antwort: Im Clark Büro.

Welche 3 Tipps hast du für Gründer?
Zuerst ist es wichtig, nein sagen zu lernen und nicht auf jeden Zug “aufzuspringen”, sondern voller Überzeugung hinter seinem Produkt zu stehen, und es zum Start immer wieder pitchen. In der Entwicklung des Produkts ist kontinuierliches Feedback von Kunden und entsprechende Adaption sehr wichtig, um ein wirkliches Kundenproblem zu lösen.

Wir bedanken uns bei Dr.Christopher Oster für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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