Arbeite lean!

Chimpify  All-in-One Inbound Marketing Plattform für kleine Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Chimpify doch kurz unseren Lesern vor!
Hey ho! Ich bin Vladislav Melnik und bin auf einer Mission, Startups und kleinen Unternehmen in Deutschland, Österreich und Schweiz das Inbound Marketing näher zu bringen. Deshalb haben Nico Puhlmann und ich Chimpify entwickelt. Chimpify ist die erste wirkliche All-in-One Inbound Marketing Plattform für kleine Unternehmen. Genauer gesagt kannst du dein Design per Drag-and-Drop mit unserem Chimpify Builder erstellen, dein Content einpflegen und optimieren, E-Mails verschicken (in ca. zwei Wochen verfügbar), dich effizient mit deiner Community austauschen und Calls to Action sowie Landing Pages erstellen, um deine Besucher zu konvertieren. Abschließend bekommst du ganzheitliche Analytics, um den ganzen Prozess regelmäßig optimieren zu können. Das alles bekommst du in einer einzigen und einfachen Plattform, die zudem auch noch kostengünstig ist.

Wie ist die Idee zu Chimpify entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Gegen Ende des Jahres 2015 kam ich mit meinem alten Unternehmen nicht mehr weiter. Das Wachstum stagnierte. Also machte ich mir Gedanken, was die nächste große Herausforderung sein könnte, die auch weiteres Wachstum mit sich bringen könnte. Ich betreibe Inbound Marketing seit 2012 und habe an diesem Zeitpunkt noch mal intensive Recherche betrieben. Mir ist aufgefallen, dass es zwar Marketing-Automation- und Inbound Marketing Plattformen für das Enterprise-Segment sowie für den Mittelstand gab. Aber es gab keine, die sich speziell auf die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen fokussiert und vor allem ihren Geldbeutel berücksichtigt hat. Auf der ganzen Welt nicht. Selbst die Lösung für den Mittelstand hätte sich für mein Unternehmen nicht gelohnt. Für den Preis hätte ich mir über drei Jahre eine eigene Lösung entwickeln lassen können. Doch dann lies ich die Idee wieder ruhen. Wie der „Inbound-Zufall“ es denn so wollte, kam Nico Puhlmann auf mich zu, der damals Stetic (https://www.stetic.com) (eine Analytics Software) betrieb. Wir kamen schnell ins Gespräch und nach ein paar E-Mails und Telefonaten war es fest: Wir entwickeln eine solche Plattform und lösen unser eigenes Problem.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Der erste große Fehler war, dass wir mit dem Marketing etwas zu spät angefangen haben. Man sollte immer so früh wie möglich damit anfangen. Sobald du die Idee hast, solltest du damit schon öffentlich an den Markt gehen und die Idee validieren. Wir waren etwas „arrogant“ und so verliebt in unsere Plattform, dass wir unser erste Webseite nur damit realisieren wollten. Das Ergebnis war zwar cool, aber wir hätten mit einer anderen technischen Lösung viel früher anfangen können und hätten viel früher wertvolles Feedback bekommen. Eine weitere Herausforderung war, dass wir unser MVP etwas zu umfangreich gestaltet haben. Wir haben zwar immer das Problem, dass wir eine ganzheitliche Plattform anbieten möchten und Plattformen per Definition umfangreich sind. Dennoch war der Workload einfach zu groß. Wir hätten die MVP Features noch wesentlich magerer gestalten können. Im Grunde waren wir einfach nicht lean genug. Momentan läuft das Ding rund, aber ich bin ein leidenschaftlicher Perfektion ist. Es gibt noch so viele Dinge, die ich noch gerne perfekt schleifen möchte. Aber das gehört dazu, eine Software ist nie perfekt. Von der Finanzierung her haben wir uns im Moment fürs Bootstrappen entschieden. Wir haben beide laufende Unternehmen, die uns über Wasser halten. Mit Stetic hatten wir ordentliche technische Assets, auf die wir aufsetzen konnten. Auch mit meinem affenblog hatte ich einen großen Marketing-Blog mit über 12.000 Abonnenten. Diesen benutzen wir als Marketingkanal und Sprungbrett. Außerdem haben wir Erfahrung in vielen wichtigen Bereichen. Im Prinzip haben wir alles, was wir brauchen, um richtig durchzustarten.

Wer ist die Zielgruppe von Chimpify?
Das große Marktsegment sind kleine Unternehmen. Momentan in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Immer wenn ich von „kleinen Unternehmen“ spreche, dann habe ich das Gefühl, das man winzige Unternehmen damit meint. Aber laut EU sind es Unternehmen, die weniger als 10 Mio. € Umsatz machen und weniger als 50 Mitarbeiter haben. Das ist gar nicht so klein. Dementsprechend ist ein kleines Beratungsunternehmen mit 30 Mitarbeitern, ein Startup im B2B-Bereich mit 15 Mitarbeitern, ein Solopreneur oder ein Freelancer Teil unserer Zielgruppe. Weil wir 100% transparent sind, gibt’s hier auch unsere aktuelle Buyer Persona zum Einsehen.

Welchen Service bieten Sie an?
Am Anfang habe ich ja bereits erwähnt, was Chimpify im Grunde kann. Dabei teilt sich unsere Plattform momentan in fünf große Bereich auf:
– Design: Inbound Marketing fängt für uns beim Design an. Deshalb kannst du mit unserem Chimpify Builder ganz bequem per Drag and Drop dein komplettes Design schnell und einfach erstellen.
– Content: Content ist ein primärer Bestandteil im Inbound Marketing. In Chimpify kannst du deine Inhalte in einem schönen und einfachen Backend direkt erstellen. Außerdem kannst du deinen Content danach für die Suchmaschine optimieren.
– Community: Im Inbound Marketing ist der Dialog mit deinem Kunden wichtig. Hier gibt es am Anfang ein effizientes Kommentarmanagement mit einer zentralen Inbox. Später kommt ein komplettes Social Media und Influencer Management hinzu.
– Conversion: Nachdem du Besucher auf deine Webseite angezogen hast, musst du diese konvertieren. Mit unserem Chimpify Builder kannst du wieder ganz bequem verschiedene Calls to Action erstellen und diese dort platzieren, wo du sie hin haben möchtest. Außerdem kannst du damit natürlich auch individuelle Landing Pages zusammenklicken.
– Analytics: Zu guter Letzt bekommst du die wichtigsten und bereichsübergreifenden Analytics dargestellt. Vor allem fokussiert sich Chimpify auf Kennzahlen, die dir bei der Optimierung deines Contents und deiner Conversions helfen.
Spannend, oder?

Welche Vorteile hat man mit Chimpify?
Chimpify hat viele Vorteile. Der größte Vorteil ist, dass du keinen Technikstress mehr hast. Mit Chimpify gibst du den nervigen Technikkram an Experten ab, damit du dich in Ruhe um dein Tagesgeschäft kümmern kannst. Auch kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Du kannst ohne Programmierkenntnisse bestimmen, wie jedes Element auszusehen hat, wo es platziert und wie es dargestellt werden soll. Abschließend bekommst du einen verlässlichen Support. Wir sehen uns als Partner an deiner Seite, der dir jederzeit bei Problemen weiterhilft. Wir sind immer für dich da. Wie bereits erwähnt, hast du die ganzen fünf großen Bereiche in einer einzigen Plattform, die einfach zu bedienen und zudem auch noch kostengünstig ist. Alles mit dem Ziel, damit du mehr Traffic, mehr Leads und ein besseres Tracking bekommst.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist durchweg positiv. Wir hatten in der Beta-Phase in nur neun Tagen über 1.000 Anmeldungen, wovon wir 100 Betatestern qualifiziert haben . Hier haben wir sehr gutes Feedback bekommen und daraufhin einige Dinge verbessert. Vor kurzem haben wir den Launch inklusive Live-Keynote abgeschlossen, wo wir über 203 Anmeldungen bekommen haben (und täglich kommen neue hinzu). Jetzt haben diese 30 Tage Zeit, unsere Plattform in Ruhe zu testen. Mal schauen, wie viel wir davon zu Kunden machen können. Auch war Christian Häfner von FastBill sichtlich begeistert (https://twitter.com/christhaefner/status/821925056544575488). Momentan arbeiten wir am E-Mail-Marketing mit Automatisierung. Gleich danach fahren wir eine große Vereinfachungs-Initiative. Wir haben das Feedback bekommen, dass die Möglichkeiten vielfältig und tiefgründig sind, aber noch etwas zu komplex. Das ändern wir.

Chimpify, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wachstum, ganz klar. Am besten viel und schnell. In naher Zukunft möchten wir den affenblog und Stetic mit Chimpify fusionieren, um die Ressourcen zu bündeln. Dann bauen wir unser Publikum von 12.000 noch weiter aus. Ich träume schon seit langem von 100.000 Abonnenten. Das ist im deutschsprachigen Raum in der Marketing-Branche etwas besonderes. In fünf Jahren sind wir hoffentlich international aufgestellt, haben ein paar weitere Mitarbeiter und eine starke Präsenz am Markt. Dementsprechend wäre das cool, wenn wir dann über 1.000 Kunden oder gar 10.000 Kunden hätten, die uns lieben. Das wäre ein Träumchen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Der erste Tipp ist immer wieder eine wichtige Lektion für uns, die wir immer noch nicht 100%ig gemeistert haben: Arbeite lean. Wirklich lean. Fange klein an, bringe etwas so schnell wie möglich heraus und verbessere ständig. Dieser Prozess muss dir und deinem Team ins Fleisch und Blut übergehen. In der schillernden Startup-Welt vergessen wir auch ganz schnell, dass es um harte Arbeit geht. Vor allem, wenn man am bootstrappen ist. Das ist sogar mehr als nur ein bisschen harte Arbeit. Das geht an die Knochen. Es ist zu Zeiten die Hölle auf Erden. Aber durch dieses schwarze Loch muss man durch. Denn wenn man es schafft, kommt man gestärkt daraus. Der letzte Tipp klingt nicht sonderlich gut oder tiefgründig. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Einfach machen. Ich mache mein ganzes Leben einfach. Einfach anfangen und schauen was passiert. Einfach ins kalte Wasser springen, wird schon gut gehen. Irgendwie muss es gut gehen. Vielleicht ist das nicht intelligent. Aber es bringt Ergebnisse. Schnelle Ergebnisse. Und geht es nicht genau darum in der Startup-Welt?

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Vladislav Melnik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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