Chester: Vermittlungsmarktplatz für Dienstleistungen

 

Chester bringt lokale Dienstleistungsanbieter einfach und schnell mit dem Kunden zusammen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen CHESTER doch kurz unseren Lesern vor?
Mein Name ist Thomas Aschenbrenner. Ich bin Gründer und Geschäftsführer von Chester. Mein Mitgründer Julian Schweppe (CTO) und ich entwickeln seit circa einem Jahr den Vermittlungsmarktplatz Chester, den man unter www.UseChester.com erreichen kann. Wir bringen lokale Dienstleistungsanbieter verschiedenster Branchen schnell und einfach mit Endkunden zusammen.

Wie ist die Idee zu CHESTER entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wer schon mal auf der Suche nach einer lokalen Dienstleistung war, der weiß wie zeitraubend und ernüchternd es sein kann. Man sucht den richtigen Anbieter über Suchmaschinen oder klassisch in Branchenbüchern. Man findet dann natürlich Namen und Telefonnummern, aber damit ist der Suchprozess noch nicht zu Ende. Es müssen Preise eingeholt und verglichen werden. Meistens von Dienstleistern, die oft keinen eigenen Internetauftritt haben, so dass man sich nur schwer ein Bild machen kann bezüglich Seriosität und Erfahrung.Nach Gesprächen mit befreundeten Dienstleistern kristallisierte sich heraus, dass die Auftragsakquise immer noch stark abhängig von persönlichen Empfehlungen ist. So entstand die Idee das Branchenbuch zu revolutionieren, indem wir dem Kunden das Suchen erleichtern und anhand von Bewertungen transparenter machen. Gleichzeitig können Dienstleister unseren Marktplatz als weiteren Marketingkanal sehen. Jeder kann sich kostenlos ein Profil anlegen, um sich damit im Netz zu präsentieren. Der Klempner von nebenan braucht also nicht unbedingt eine eigene Website, um im Netz präsent zu sein. Nach ersten Recherchen sind wir dann auf thumbtack.com in den USA gestoßen und haben uns an diesem erfolgreichen Marktplatz, der mit 100 Millionen US-Dollar von Google gefördert wurde, orientiert. Allerdings wollen wir keinen reinen Klon schaffen, so wie es zum Beispiel StarofService.com in Frankreich gemacht hat. Unsere Vision ist größer! Wir möchten nicht nur eine Plattform schaffen, auf der Kunden alle möglichen lokalen Dienstleistungen finden, vergleichen und buchen können. Dienstleister sollen Auftragsakquise, -abwicklung, -verwaltung und langfristig auch Buchhaltung komplett über Chester abwickeln können, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können – Geld verdienen!
Julian Schweppe und ich kennen uns schon einige Jahre über unseren Job im Promotion-Team der Firma Jägermeister. In einem der ruhigen Momente haben wir festgestellt, dass wir beide schon immer gründen wollten und wir uns perfekt in unseren Fähigkeiten als Designer und Entwickler ergänzen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Herausforderungen hielten sich am Anfang in Grenzen. Als BWL-Student mit einer Ausbildung als Mediengestalter konnte ich sofort anfangen Designs zu entwickeln und Julian Schweppe war als erfahrener Programmierer in der Lage diese technisch umzusetzen. Wir konnten den Prototypen komplett mit unseren eigenen Fähigkeiten fertigstellen, was sich natürlich sehr positiv auf die finanziellen Aspekte ausgewirkt hat. Im Moment bestehen die größten Herausforderungen darin, Dienstleister für unseren Marktplatz zu gewinnen und das Feedback zügig zu verarbeiten und technisch umzusetzen. Aus diesem Grund sind wir jetzt auch offiziell auf Investorensuche, um das Marketing auf das nächste Level zu heben und das Team zu verstärken.

Wer ist die Zielgruppe von CHESTER?
Zielgruppe sind prinzipiell alle Anbieter von lokalen Dienstleistungen wie Handwerker, Musiker, Personal Trainer, Fotografen und viele mehr, sowie Kunden, die diese Dienstleistungen suchen.

Wie funktioniert CHESTER?
Der Kunde füllt einen Fragebogen mit den wichtigsten Informationen für den Dienstleister aus. Diese Informationen gehen dann an alle relevanten Dienstleister. Passt der Auftrag zum Dienstleister und seinem Unternehmen, dann sendet er ein Angebot an den Kunden. Der Kunde kann nun mehrere Angebote vergleichen und den passenden Dienstleister buchen. Dienstleister können sich über ein kostenloses Profil präsentieren indem sie unter anderem Bilder, Videos oder Hörproben hochladen. Nur wenn der Auftrag interessant für den Dienstleister ist und er ein Angebot senden will, wird es kostenpflichtig. Der Dienstleister hat so die volle Kostenkontrolle und ist an kein monatliches Abo gebunden. Wir nehmen dem Kunden also eine ganze Menge Arbeit beim Suchprozess ab und liefern Dienstleistungsanbietern konkrete Kundeanfragen. Unser Motto ist „Branchenbuch war gestern“.

Wer kann sich als Dienstleister anmelden?
Anmelden kann sich jeder, der eine Dienstleistung anbietet. Findet sich die angebotene Dienstleistung noch nicht auf Chester, kann der Dienstleister uns diese während der Registrierung mitteilen und schon ist er mit an Bord.

In welchen Städten ist CHESTER verfügbar?
Zurzeit sind wir im Rhein-Main-Gebiet verfügbar. Dazu gehören bereits die Städte Mainz, Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Heidelberg und Mannheim. Weitere folgen im Laufe der Zeit.

CHESTER, wo geht der Weg hin?Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten Branchenbücher überflüssig machen und Menschen die Möglichkeit bieten, Experten für ihre Projekte über eine einzige Anlaufstelle zu finden. In fünf Jahren sehen wir uns auf Augenhöhe mit Gelbe Seiten und als Marktführer in der Vermittlung von lokalen Dienstleistungen. Im nächsten Jahr folgt eine Chester-App für Android und iPhone, für die wir schon einige nette Funktionen planen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einfach machen! Man liest es an jeder Ecke, aber es stimmt. Der erste Schritt ist der wichtigste. Einfach anfangen. Wenn der Designer fehlt oder ein Entwickler, dann geht man einfach auf alle möglichen Gründerveranstaltungen und sucht sich einen. Man muss einfach aktiv werden. Und dann natürlich die Ziele so hoch wie möglich stecken. Ich bin der Meinung, wer seine Ziele zu niedrig steckt, erreicht nie sein volles Potenzial. Träumen, hinfallen und aufstehen. So lernen schon Babys das Laufen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Aschenbrenner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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