Chatbots: Das neue Handwerkszeug für Trader

Geld regiert nicht nur die Welt, es spricht auch mit uns, und neuerdings mit automatisierter Stimme: Chatbots eröffnen Brokerhäusern neue Wege, ihre Kunden zu unterstützen und sie zu gut informierten Käufern zu machen.

Um an der Börse erfolgreich zu sein, ist es unabdingbar, den Markt permanent zu beobachten, Ereignisse gezielt vorauszusehen und schnell zu handeln. Dafür ist ein Höchstmaß an Konzentration und Handlungsbereitschaft vonnöten. Wie hilfreich wäre es da, einen schlauen Assistenten zur Seite zu haben, der alles im Blick behält, Informationen und Benachrichtigungen verschickt, Geschäfte veranlasst und abschließt. Am besten einen, der keine Personalkosten verursacht. Wie wäre es mit einem Chatbot? Einem automatisierten Assistenten, der – basierend auf Natural Language Processing (NLP) und bestenfalls gesteuert von Künstlicher Intelligenz (KI) – mit dem Kunden interagiert?

Finanzinstitute sind bekanntermaßen eher konservativ. Bis dato beschränken sich von ihnen eingesetzte Chatbots meist auf FAQs und auf das Bereitstellen von Informationen zum Konto des Verbrauchers, etwa zu seinem Kontostand. Sie liefern zudem Kursbenachrichtigungen oder Infos zu Marktbedingungen und zu aktuellen Trading-Positionen. Doch das Potenzial von Chatbots ist sehr viel größer. Und es sollte genutzt werden – denn ein einfacher FAQ-Dienst reicht nicht aus, um den Kunden zu halten und qualifizierte Leads zu generieren.

„Ok, Google. Inwiefern können Chatbots eine Revolution bei der Betreuung von Brokerkunden auslösen?“

Revolution von den Beatles wird abgespielt.

Es ist nicht die Aufgabe eines Brokerhauses, die nächste Phase der Bot-Entwicklung einzuläuten. Doch es sollte diese auch nicht verschlafen. Bedauerlicherweise gehören Chatbots zu den Ressourcen moderner Brokerhäuser mit dem größten ungenutzten Potenzial. Das bedeutet zwar nicht, dass sie in der Branche völlig unbekannt sind, aber ein sich selbst überlassener Chatbot rostet ein. Um optimal nützlich zu sein, muss er laufend auf den neuesten Stand gebracht werden.

Chatbots sind in der Lage, Banken und Broker rund um die Uhr bei der Beantwortung von Kundenfragen zu unterstützen und Hilfestellung zu leisten, die nicht nur wertvoll für den Kunden ist, sondern auch getrackt werden kann. So lassen sich Conversions steigern, Vertriebskonzepte personalisieren und die Stimmung am Markt vorhersagen. Über ein Admin Panel kann ein Chatbot beispielsweise sämtliche Nutzer oder bestimmte Nutzergruppen benachrichtigen, die am Handel mit alternativen Kryptowährungen zu bestimmten Bedingungen interessiert sind. Oder aber Informationen sammeln, um optimale Landingpages für Conversions zu entwickeln.

Chatbots sind für Broker eine außerordentlich kosteneffiziente Methode, um Kunden anzusprechen, sie stärker zu binden und zum Kauf zu bewegen. Sie können Kundenbeschwerden entgegennehmen und Antwort auf nahezu alle Fragen geben, die in einer FAQ zu finden sind. Doch das ist nicht alles. Chatbots können – und müssen – stets optimiert und an neue Entwicklungen angepasst werden.

„Hey, Siri! Wie entwickeln sich Chatbots weiter? Können sie Brokern bei der Erfüllung individueller Kundenbedürfnisse unterstützen?

Money, Money, Money von ABBA ertönt…

Ja, denn Chatbots knüpfen enge Beziehungen zu den Kunden. Beziehungen die überdauern und garantiert kein gebrochenes Herz hinterlassen. Im Gegensatz zu einer untreuen Liebschaft wird sich ein Chatbot immer an den Kunden erinnern. Er lernt aus seinen Verhaltensmustern und liefert die Informationen dann, wenn sie wirklich gebraucht werden. Je mehr ein Chatbot lernt und wächst, umso stärker richtet er sich am Kunden aus. Ein Beispiel: Ein Trader fragt seinen Chatbot nach dem Kurs des Bitcoins gegenüber dem US-Dollar.

Zehn Minuten später fragt er noch einmal und schließlich ein drittes Mal. Der Chatbot weiß nun, dass der Kunde am Bitcoin interessiert ist. Wenn er sich das nächste Mal nach dem Kurs der Währung erkundigt, stellt der Chatbot nicht nur alle benötigten Informationen bereit, er ruft auch die Informationen zu anderen Bitcoin-interessierten Nutzer ab. Er weiß somit, was am Markt geschieht, und kann anhand der Stimmung von Zehntausenden von Tradern auf der ganzen Welt Trends erkennen und voraussagen. 

Sowohl Broker als auch Trader profitieren: Chatbots, die an eine Trading-Plattform angeschlossenen sind analysieren das Engagement ihrer Kunden auf dem Markt und warnen sie vor Gefahren. Etwa: „Die Nonfarm Payrolls werden heute um 13:30 MEZ veröffentlicht und voraussichtlich eine starke Volatilität auf den Märkten verursachen. Möchten Sie Ihre Positionen jetzt verwalten?“

Wäre das nicht wunderbar? Stets ein gut informierter und nonstop verfügbarer Finanzberater an der Seite?

Stellen Sie sich ein Brokerhaus vor, das jedem seiner Trader einen solchen Finanzberater zur Seite stellt. Einen Personal Assistant, der auf NLP und sprachgesteuerten Nutzeroberflächen basiert. Einen Assistenten, der nichts vergisst, ein Ass in Infinitesimalrechnung ist und Informationen von sämtlichen Märkten der Welt bereitstellt. Mit ihm lassen sich die Herausforderungen des Trading besser meistern. Sowie Zeit und Geld sparen. Trader müssen Zahlen, Schlagzeilen, soziale Trends und die eigene Intuition sorgfältig gegeneinander abwägen und schnelle Entscheidungen treffen, da sich der Markt im ständigen Wandel befindet. Zeit ist Geld: Das gilt für Trader mehr als für die meisten anderen. Und Chatbots sind in der Lage, Tradern kostbare Zeit zu schenken.

Die Stimme an der Spitze der modernen Technologie spricht Code.
Sind Sie bereit ihr zuzuhören?

Es startet You Get What You Give von den New Radicals…

Autor: Evgeny Sorokin Head of R&D Devexpert

Bildquelle Devexperts 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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