Umsatzstärke durch Social Media

Wie die Marke Charlemagne durch Instagram zu einem erfolgreichen e-Commerce Unternehmen wurde

Social Media Marketing ist schon lange eine wichtige Säule im Bereich e-Commerce: Es hilft, die richtige Zielgruppe zu bestimmen und anzusprechen und steigert die Markenidentität für den Verbraucher. Doch für die Inhaber von Charlemagne war das Marketing, vor allem auf Instagram, weitaus bedeutungsschwerer. 

Charlemagne ist ein vor drei Jahren gegründeter Shop für Haar- und Bartpflegeprodukte, der sich vor allem an männliches Publikum sowie Friseursalons und Barbiere richtet. Ein gutes Design, das ins Auge sticht und Qualität suggeriert war neben der Qualität des eigentlichen Produktes die Basis. Da die Brand Charlemagne aber von der Marketing Agentur Bitzdesign in Aachen aus geleitet wird, hat man früh gewusst, dass die Zielgruppe heutzutage vor allem mit einer Marke kommunizieren will, sich mit ihr identifizieren. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Verkaufszahlen über Instagram Sales multipliziert, Stand heute erhält das Unternehmen über Online Kanäle knapp 200 Bestellungen am Tag.

Doch welche Tricks wendet Charlemagne an, um dies über Instagram zu schaffen?

Auf SEO und Amazon wird zwar Wert gelegt, doch hier liegt nicht der Fokus. Der Schlüssel zum Erfolg aus Social Media sei, so teilhabender Geschäftsführer von Charlemagne und Gründer von Bitzdesign Sascha Bitz, das kontinuierliche Posten in Feed und Story. Dabei muss der Inhalt immer optisch ansprechend sein und der Kunde muss jederzeit die Möglichkeit haben, sich die Produkte anzuschauen und sie zu kaufen.

Ein vernünftiges Branding ist wichtig. Die Produkte sehen hochwertig und einzigartig aus, haben so einen Wiedererkennungswert. Außerdem spiegelt das Design um Karl den Großen (dem Namensgeber der Marke) die Aachener Herkunft der Pomaden und Bartöle wieder. Außerdem bieten die Kanäle von Charlemagne weitaus mehr als die Vorstellung der Produkte. Die Customer Journey reicht von Produkttests bis hin zu humorigen Tipps für Bartträger auf Youtube-Videos.

Die übrigen “Hacks” für das Instagram Marketing beziehen sich auf die richtige Wahl der Hashtags und vor allem das Einbinden der Community.

Es wird zum Kommentieren angeregt und auf Kommentare wird auch geantwortet. Mit einer Chatfunktion auf Facebook und Instagram können Kunden jederzeit Hilfe direkt von Mitarbeitern der Marke sowie Rabattaktionen erhalten. Direct Messenger Marketing ist ein weiterer wichtiger Pfeiler für Sascha Bitz: “Ich habe bei unseren Brands Charlemagne und Bobberbrothers (bobberbrothers.com) Apparel vor allem darauf geachtet, auf Nachrichten zu antworten und auch Direct Messenges an Kunden und Partner zu schicken, für die eine Zusammenarbeit interessant sein könnte”. So bleibt die Marke transparent und im Gedächtnis der Leute. Wo früher noch Hardsales betrieben worden sind und der Preis ein wichtiger Faktor im Wettbewerb war, möchten die Konsumenten von Lifestyleprodukten wie denen Charlemagnes vor allem mit einem guten Produkt einer vertrauenswürdigen Marke interagieren.

“Viele, auch junge Startups, vernachlässigen noch immer das Wort ‘social’ bei Social Media Marketing. Wir schalten wenig bis gar keine Google-Werbung. Alles läuft über die sozialen Medien und dann, sozusagen als Converter, natürlich einen gepflegten und gut strukturierten Online-Shop im Netz”, so Bitz.

Neue Follower generiert Charlemagne vor allem durch den wachsenden und ansprechenden Content.

Das Targeting ist so breit gefächert, dass sich viele Möglichkeiten ergeben, verschiedene Zielgruppen zusammen zu bringen. “Nicht nur Männer und Barbiere sind unsere Kunden. Frauen kaufen sie als Geschenke für Männer und identifizieren sich genauso mit der Marke.”, sagt Sascha Bitz. Die Conversion, also der Wandel vom stillen “Beobachter” des Instagram-Profils zum Endkunden passiert durch guten und kontinuierlichen Content, der immer wieder zum Kauf einlädt und Followern exklusive Angebote unterbreitet. 

Fälle wie der der Marke Charlemagne zeigen eindrucksvoll den Wandel im Marketing und wie wichtig ein Branding aus sozialen Kanälen mittlerweile für tatsächlichen Umsatz geworden ist. Dass man sich dabei aber nicht auf Instagram und Facebook allein verlässt, muss klar sein. Bitzdesign streckt die Fühler auch in andere soziale Medien aus, so hat Charlemagne einen eigenen Youtube-Kanal und experimentiert derzeit mit der Kurzvideoplattform TikTok. Gerade in den schnelllebigen Medien ist Rast leider keine Tugend.

Bild: Links: Sascha Bitz, geschäftsführender Gesellschafter von Charlemagne und Geschäftsführer von Bitzdesign. Rechts: Shahin Nikkhah-Eshghi, geschäftsführender Gesellschafter von Charlemagne und Inhaber des Barber Shops.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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