Ein Startup zu gründen ist ein Marathon und kein Sprint

ChargeX neuartige Ladeinfrastruktur, um elektrische Mobilität im urbanen Raum zu ermöglichen

Stellen Sie sich und das Startup ChargeX doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind ein Münchner Tech-Startup und lieben das Thema Elektromobilität. Seit 2017 entwickeln wir eine neuartige Ladeinfrastruktur, um elektrische Mobilität im urbanen Raum zu ermöglichen. Das Laden Zuhause und beim Arbeitgeber sehen wir als größten Hebel für den Durchbruch der Elektromobilität.

Unsere modulare Ladelösung ist genau auf diesen Bereich ausgelegt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Der Status Quo im Bereich Ladeinfrastruktur ist mehr als unzufriedenstellend. Aktuelle Lösungen sind zu unflexibel und benötigen hohe Anfangsinvestitionen. Um die Infrastruktur der Zukunft zu entwickeln, war der Schritt ein Startup zu gründen sehr naheliegend. Außerdem sind wir jung, kommen mit wenig Geld aus und lieben Herausforderungen.

Was war bei der Gründung ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Wir entwickeln unter anderem Hardware und müssen daher mit deutlich längeren Entwicklungszyklen arbeiten als andere Startups. In diesem Prozess von der Idee bis zum Prototypen haben wir viel gelernt, was uns in der späteren Skalierung zu Gute kommt.

Welche Vision steckt hinter ChargeX?
Wir arbeiten jeden Tag daran, eine elektrische Zukunft für alle zu ermöglichen. Die Energie- und Mobilitätswende ist in aller Munde.

Wir tragen mit intelligenter und bedarfsorientierter Infrastruktur dazu bei, dass alle Zugang zu nachhaltiger Mobilität bekommen.

Wer ist die Zielgruppe von ChargeX?
Unsere Ladelösung ist zugeschnitten auf Firmenkunden, die Wohnungswirtschaft und Parkraumbetreiber, die Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen wollen. Wir reduzieren die Gesamtkosten und vereinfachen zudem die spätere Integration von weiteren Ladepunkten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir besitzen einen klaren Use-Case Fokus auf das Laden von mehreren Fahrzeugen über einen langen Zeitraum – also tagsüber beim Arbeitgeber und nachtsüber Zuhause. Unser Ladesystem differenziert sich hier durch die Modularität der Ladepunkte in Kombination mit intelligenten Ladealgorithmen.

Dadurch bieten wir den Kunden mehr Flexibilität und reduzieren zudem die Kosten auf ein Minimum.

Sie sind für den WIWIN AWARD nominiert. Warum gerade der WIWIN Award? Was versprechen Sie sich davon?
Die Zukunft wird gestaltet durch nachhaltiges Unternehmertum. Der konsequente Fokus auf Ökologie, nachhaltiges Wirtschaften und Kundenbedürfnisse sind Erfolgskriterien, die uns antreiben und auch beim WIWIN Award gewichtet werden. Neben der Bewertung ist auch das Netzwerk, bestehend aus den besten Social Entrepreneuren Deutschlands, ein ungemeiner Motivationsfaktor für uns.

Der Gewinner bekommt 500.000 Euro, was werden Sie damit machen? Wie wichtig ist das für das Wachstum ihres Unternehmens?
Die finanziellen Mittel würden konsequent in die Produktentwicklung und einen schnellen Marktstart fließen. Unser Produkt ermöglicht Elektromobilität in der breiten Masse. Daher ist es ungemein wichtig, den Go to Market schnell und gezielt zu realisieren. Der WIWIN Award würde uns hier einen großen Schritt in Richtung elektrische Zukunft bringen.

ChargeX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die modulare Ladelösung ist nur der Anfang eines breiten Portfolios aus Infrastruktur für die Stadt der Zukunft. Das Thema Mobilität ist sehr facettenreich und benötigt Use-Case optimierte Lösungen.

In 5 Jahren sehen wir uns als Benchmark für die Bereitstellung von nachhaltiger, bedarfsgerechter Infrastruktur für den urbanen Raum.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden GründerInnen mit auf den Weg geben?
Sei schnell: Im Grunde sind Startups in fast allen Bereichen Großkonzernen unterlegen, außer bei der Geschwindigkeit: Versuche daher so schnell wie möglich dein Produkt oder Service an deine Kunden zu liefern und viele, schnelle Iterationsschleifen zu drehen. Fokussiere dich auf wenige Kerneigenschaften, die deine Kunden überzeugen. Overengineering ist hier Fehl am Platz.

Sei leidenschaftlich: Elon Musk sagte einmal: „If you need inspiring words don’t do it“. Man spürt sehr schnell, ob das Thema an dem man arbeitet einen intrinsisch motiviert. Nur so kann man auch Tiefphasen – die früher oder später kommen werden – überwinden und sich jeden Tag aufs neue motivieren. Bei uns ist es nachhaltige Mobilität. Diese Motivation muss natürlich jeder für sich selbst finden

Bleib gesund: Ein Startup zu gründen ist ein Marathon und kein Sprint. Daher ist eine nachhaltige Arbeitsweise ein kritischer Erfolgsfaktor für dein Unternehmen. Mitarbeiter, Kunden und Investoren erwarten von dir höchste Konzentration und Performance. Das schaffst du nur wenn du gesund, ausgeschlafen (mehr oder weniger) und ausgeglichen bist.
Egal ob Sport, Meditation oder Yoga. Du weißt selbst, was am besten für dich ist.

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Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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