CEO Reputation von Anfang an – 5 Impulse für einen guten Ruf

Start-Up Unternehmen machen sich viele Gedanken, wie man Produkte und Leistungen möglichst perfekt präsentieren kann. Fragt man Unternehmer allerdings, was sie für ihre persönliche Reputation investieren, erhält man oft nur ein Schulterzucken.

„Warum? Habe ich das nötig? Stimmt etwas nicht mit meinem Ruf?“ Schon diese Fragen geben eine Antwort darauf, dass man sich des eigenen Rufes oft nicht gewiss ist – und was man aktiv dafür (oder unbewusst dagegen) tut.

Ist der Ruf erst ruiniert, ist der Umsatzverlust fast garantiert

Alles was ein Start-Up Unternehmen mit PR macht, ist Vertrauen aufzubauen – in die Produkte, den Service, die eigene Marke. Postet der CEO auf Twitter aber nur eine falsche Aussage, ist die Investition in diesen Vertrauensaufbau schnell gefährdet. Natürlich hat ein Reputationsverlust für den CEO auch persönlich weitreichende Konsequenzen. Deshalb fragen gerade junge Unternehmer oft, welche Tipps es gibt, um eine gute Reputation aufzubauen. Man wünscht sich eine 10-Punkte Checkliste, die man abarbeiten und das Thema „Reputation“ damit ad Acta legen kann. Fakt ist: Reputation ist eine Aufgabe, die nie erledigt ist. Darum folgen im Anschluss auch keine 10 Instant-Tipps, sondern 10 Impulse, die Start-Up CEOs zum Nachdenken über die eigene Reputation anregen sollen:

1. Beurteile deinen Reputations-Status-quo

Wie gut ist dein Name bereits – hoffentlich positiv – verankert? Wann hast du dich das letzte Mal selber gegoogelt? Das hat nichts mit übersteigertem Ego zu tun, sondern mit praxisgerechter Reputationsarbeit. Denn schließlich solltest du hinhören, wenn man über dich redet. Live aber auch im Internet.

2. Mach dir Gedanken, wie und wer du wirklich bist

Welche Werte sind für dich wesentlich und was ist dir generell wichtig in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Daraus kannst du für dich als CEO eine klare Positionierung entwickeln (lassen).

3. Analysiere das Wertesystem deines Unternehmens

Trägt es deine persönlichen Werte? Wie wurden diese im Unternehmen implementiert? Hat sich daraus bereits eine Unternehmenskultur entwickelt? Authentizität bedeutet: Wie bewusst bist du Vorbild und lebst Werte und Regeln vor?

4. Prüfe deine direkte Kommunikation

Von wem erhältst du echtes, professionelles Feedback? Wie bewusst bist du dir deiner Körpersprache und nonverbalen Kommunikation? Wie inspirierend bist du? Mitarbeiter lassen sich nicht mehr durch ein Jahresziel „doppelter Umsatz“ motivieren, sondern nur noch mit „echten“ Zielen inspirieren.

5. Steuere gezielt die Online-Kommunikation

Wie transparent kommunizierst du? Das heißt, dass du grundsätzlich alle Fakten, Tatsachen und Meinungen auf den Tisch legen (solltest). Wie gut kennst du dich in Social-Media und Online-Marketing aus? Nimmst du öffentlich zu Themen Stellung, die deinen Expertenstatus und deine Expertise untermauern? Wie aktiv ist dein Netzwerk und wo kannst du dieses sinnvoll und effektiv ausbauen?

Der größte Fehler, den Start-Up CEOs bei der Reputation machen können, ist, das Ganze sich selber zu überlassen. Denn: Der Ruf bildet sich aus der Gesamtheit von Eindrücken, Erfahrungen und Beziehungen, die andere mit einer Person und/oder dem Unternehmen haben. Genau das ist das Reputationskapital. Nur durch Interaktionen – im Idealfall eben das eigene aktive Handeln – bildet sich die Reputation. Fakt ist: Wenn du deinen Ruf nicht aktiv beeinflusst, dann werden es andere tun. Fakt ist auch: Du kannst ein gutes Image kurzfristig mit einer Werbekampagne einkaufen, deinen Ruf nicht. Und vor allem: Du hast nur einen Ruf!

Reputationsarbeit als Start-Up CEO sollte keine Pflichtaufgabe, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Schließlich geht es nicht nur um den CEO, sondern um das ganze Unternehmen und um alle Mitarbeiter, die darin arbeiten.

Sereina Schmidt

Sereina Schmidt, zu 100 Prozent Kommunikationsprofi, liegt als Beraterin, Sparringspartnerin und Rednerin die Reputation ihrer Kunden am Herzen. Mit Übernahme des Familienunternehmens, einer traditionsreichen Kommunikationsagentur, entschied sie 2012 selbst Unternehmerin zu werden. Ihre Stärke ist die direkte, transparente und ehrliche Beratung und Unterstützung von Unternehmern. Im Moment arbeitet Sereina Schmidt an einem Buch zum Thema CEO-Reputation. www.schmidt.ch

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