Das wichtigste ist – nie das Ziel aus den Augen zu verlieren und seiner Vision folgen!

Cell Garden Mini-Vertical-Gardening Automaten – für den urbanen Menschen

Stellen Sie sich und das Startup Cell Garden doch kurz unseren Lesern vor!
Sehr gerne! Cell Garden entwickelt einen Mini-Vertical-Gardening Automaten – Cell One für den urbanen Menschen, mit dem frische Superfoods einfach und schnell zu Hause gezogen werden können. Cell Garden, das sind Josef Teips, Marina Zeisler und Alexander Lier – drei Gründer aus Aalen, 80 km südlich von Stuttgart. Gemeinsam haben wir uns als Start-up im Food-Bereich bereits einen Namen machen können. Neben Einladungen zu Konferenzen und Pitches erhalten wir Anfragen von Magazinen, wie Bild der Wissenschaft und skandinavischen Design-Magazinen oder natürlich von euch.

Wir durften beispielsweise beim Heidelberg Innovation Forum 2017, die IeAD Selection Days, der Startup Gipfel Baden-Württemberg oder der Seeds and Chips Global Food Innovation Summit dabei sein. Besonders geflasht hat uns, dass wir auf dem Summit von der Rockefeller Foundation als eines von drei Start-ups, die „das Potential haben, ganze urbane Ernährungs-Systeme zu transformieren“, positiv hervorgehoben wurden.

Mit unserem Geschäftsmodell setzen wir auf den wachsenden Gesundheitsmarkt und besetzen mit unserer Lösung für Vertical Gardening und Superfoods, Themen die aktuell hoch im Kurs stehen. Während wir unseren Mini-Vertical-Gardening Automaten entwickeln, arbeiten wir gerade auch an der Publikation eines Buches. Hier haben wir all unser Hintergrundwissen gesammelt und es mit leckeren und gesunden Rezepten kombiniert. Uns ist es wichtig mit unserem Buch in kurzer Zeit möglichst vielen Menschen, die auf Superfoods basierende Ernährungsphilosophie schmackhaft zu machen.

Wie ist die Idee zu Cell Garden entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Obwohl unsere Vorgeschichten komplett unterschiedlich sind, hat uns unsere Leidenschaft für Genuss und gesunde Ernährung zusammengeführt.
Die ursprüngliche Produktidee stammt von Joe Teips. Das Ganze begann ganz simpel, mit einem persönlich erfahrenen Problem. Joe war mit dem Nahrungsangebot in Supermärkten nicht zu 100 % zufrieden. Also hat er nach einer einfachen Möglichkeit gesucht, nährstoffreiche und biologisch saubere Lebensmittel selbst zu Hause zu züchten. So kam die Idee, ein Gerät zu entwickeln, das dies auf eine komfortable Weise ermöglicht und gleichzeitig in jede Küche passt.

Marina und Joe sind schon seit über 12 Jahren ein Paar und teilen seitdem auch die Leidenschaft für leckeres und besonders gesundes Essen. Joe und Alex haben sich während des Maschinenbaustudiums im Praxissemester kennengelernt, da hat es aufgrund ihrer Leidenschaft für Technik sofort gefunkt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Naja, wie man sich vorstellen kann ist so ein Automat nicht gerade leicht zu entwickeln und zu produzieren. Um Allerdings Partner für unser Projekt zu gewinnen, mussten wir beweisen, dass unsere Idee auch funktioniert. Ein großer Meilenstein war für uns also die Finanzierung unseres Prototypen. Neben dieser Herausforderung standen wir als drei junge Menschen vor den klassischen Herausforderungen einer Existenzgründung. Dabei hatten wir die Unterstützung des Innovationszentrums Aalen und unserer Designagentur Graustich, die uns als Berater und Supporter in den Bereichen Marken- & Produktdesign, Social Media und bei der Gestaltung des Superfood-Kochbuches zur Seite stand. Einen starken Rückhalt haben wir auch durch die Region erhalten. Die IHK Ostwürttemberg hat uns in vielen Fragen zur Existenzgründung geholfen und begleitet uns weiterhin engagiert in allen Entwicklungsstufen.

Die Existenzgründung verdanken wir selbstverständlich der Unterstützung unserer Familien und unserer Hausbank. Außerdem werden wir durch staatliche Fördermittel, wie dem Innovationsgutschein A und B-Hightech des Landes Baden-Württemberg und dem EXIST-Gründerstipendiums, einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstütz. Als nächstes steht der Abschluss unserer ersten Finanzierungsrunde an. Hier können wir uns demnächst nicht nur über eine finanzielle Unterstützung freuen, sondern auch auf ein großes Netzwerk zurückgreifen, das uns strategisch weiter stützen wird.

Wer ist die Zielgruppe von Cell Garden?
Das sind besonders Menschen, die großen Wert auf gesunde Ernährung, wertvolle Produkte und umweltbewusstes Handeln legen. Außerdem gehört ein Gewisses Interesse an Fortschritt und neuen Technologien sicherlich dazu.
Die Sprossen und Microgreens, die die Cell One hervorbringt, weisen eine hervorragende Nährstoffdichte bei geringem Volumen und Kaloriengehalt auf, enthalten sämtliche essentielle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Dies ist besonders für Sportler und Menschen, die an ihrer Wunschfigur arbeiten, sehr vorteilhaft. Aber eigentlich kann sich jeder damit etwas Gutes tun!

Wie funktioniert Cell Garden?
Cell Garden bietet ein Allround-Paket für eine gesunde und leckere Ernährung. Der Nutzer bestimmt seine Ernährungsziele, erhält daraufhin einen entsprechenden Ernährungsplan. Wir wissen, sowas gibt es bereits. Aber der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die Hauptzutaten für die Gerichte in der Cell One (Mini-Vertical-Gardening Automat) gezüchtet werden. Also ganz einfach, vor den eigenen Augen, in der eigenen Küche. Zur einfachen Anwendung wird der Automat mit einem Samen-Pad-System betrieben und mit der Cell Garden App synchronisiert. Im Hintergrund und ohne großen Beachtungsaufwand herrscht durch automatische Bewässerung, Belüftung und Belichtung im Automaten das richtige Wachstumsmilieu für die Keimlinge.

Welche Vorteile bietet Cell Garden?
Mit den Cell Garden Samen-Pads wird dem Konsumenten eine individuelle und portionierte Lösung für die Sprossenzucht im eigenen Heim ermöglicht. Die Cell Garden-Pads bieten eine Vielfalt, die es so bei keinem anderen Anbieter gibt. Aus diversen Pad-Varianten, hier gibt es sogar ganze Frühstücks-Kombinationen in einem Pad, entstehen durch die Behandlung mit dem Mini-Vertical-Garden Automaten frische und nahrhafte Mahlzeiten. Cell One ist das erste Gerät, das gleichzeitig Sprossen und Mikrogrün ziehen, aber auch Nüsse und Hülsenfrüchte einweichen kann. Außerdem ist Cell Garden der erste Anbieter mit einem 360° Konzept für eine nährstoffreiche Ernährung, das auf Hardware, Software und Service basiert. Der Prozess wird dabei innovativ, simpel, digital sowie automatisch ablaufen.

Warum haben Sie sich für das Kochbuch für ein Crowdfunding entschieden?
Wir können nicht einfach eine Maschine auf den Markt werfen und das Ernährungskonzept dahinter außen vor lassen. Somit treten wir  hiermit erst einmal den Beweis an, dass unsere Ernährung lecker ist, für sämtliche Lebensentwürfe passende Lösungen bietet und außerdem alles ganz einfach selbst umzusetzen ist. Wir sind keine Technologiefanatiker – ein Gerät alleine wird keinen Mehrwert bieten. Mit dem für Einsteiger geeigneten Buch, das auch einen Ernährungsplan enthält, beginnen wir, den Leuten ein gesünderes Leben mit dem Cell Garden-Ökosystem näherzubringen. Die automatisierte Aufzucht von Superfoods zuhause über unser Gerät, die Cell One, wird der nächste Schritt sein. Das Superfood Kochbuch bildet außerdem erst den Anfang einer Reihe an Projekten, die wir für eine gesündere und vitalere Gesellschaft in Deutschland realisieren möchten. Wenn wir über die Crowdfunding-Kampagne viele Fans gewinnen, gibt uns die Power, auch über unser erstes Buch hinaus weiterzumachen.

Wo sehen Sie die Vorteile?
Crowdfunding ist für uns eine tolle Alternative, um direktes Feedback vom Endkunden zu bekommen. Bei der Finanzierung von Cell One, arbeiten wir momentan auf einer Ebene, auf der wir eher Unternehmen als Unterstützer für uns gewinnen möchten und erhalten so auch hauptsächlich deren Feedback. Für uns ist es nun super spannend dieses direkte Feedback eben auch vom Endverbraucher selbst, in Echtzeit, zu beobachten und für später festzuhalten. Eigentlich gehen wir bei unserem Projekt ja in Vorleistung. Alle Inhalte, Fotos und Rezepte stehen bereits, jetzt ist es an denen, für die unser Buch gemacht ist, uns dabei zu helfen, es auch zu produzieren.

Diese Verantwortung abzugeben, ist das Aufregende daran. Es ist ein ganz neues Gefühl und ist hoffentlich umso toller, wenn es geschafft ist. Wir freuen uns einfach darauf so nah an unseren späteren Lesern zu sein und zu sehen wie das, von dem wir so überzeugt sind, auf anklang trifft.

Was wollen Sie mit dem Crowdfunding erreichen?
Wenn wir die Marke von 10.000 Euro erreichen, können wir die erste Auflage unseres Superfood Kochbuchs produzieren. Produzieren heißt in unserem Fall, ein hochwertiges und nachhaltig produziertes Produkt zu schaffen, das auch mit der Umwelt im Einklang steht. Deshalb setzen wir mit unserem Kochbuch auf einen sauberen Druck nach dem Cradel to Cradel Prinzip.
Sollten wir das finanzielle Ziel sogar übertreffen, gibt uns das den nötigen finanziellen Rückenwind, um das Superfood Kochbuch in Deutschland auch weiterhin verfügbar zu machen. Außerdem hilft es uns, unser großes Ziel, für das wir als Startup angetreten sind, weiter zu verfolgen, unseren Mini-Vertical Gardening Automaten.

Cell Garden, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Als nächstes entwickeln wir unsere Ernährungs-App. Parallel dazu bringen wir die Entwicklung des Cell One voran, bis wir Ende 2018 auf den Markt gehen. Danach ist das Ziel, sich erfolgreich auf dem Markt zu etablieren und kontinuierlich zu wachsen.
In fünf Jahren sehen wir uns als ein bodenständiges kleines bis mittelständisches Unternehmen, das auch im Ausland Fuß gefasst hat und Menschen bei Ihren Ernährungszielen unterstützt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Das wichtigste ist – nie das Ziel aus den Augen zu verlieren und seiner Vision folgen.
2. Beharrlichkeit. Als Gründer fällt man täglich auf die Schnauze. Und genauso oft sollte man auch wieder aufstehen.
3. Das richtige Team aufbauen. Uns ist bewusst, dass nicht jeder so viel Glück hat wie wir mit unserem Team und es ist wirklich nicht leicht, einen richtigen Partner zu finden. Aber trotzdem darf und sollte man hier sehr wählerisch sein. Denn, wenn dieser Punkt nicht passt, können die oberen auch vergessen werden.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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