Blockchain – der virtuelle Goldrausch im Netz

CEBIT widmet Hype-Technologie  ganzen Thementag

Fraunhofer-Professor Wolfgang Prinz eröffnet CEBIT Blockchain Summit am 14. Juni

Blockchain hat das Potenzial, ganze Wirtschaftsbereiche nachhaltig zu verändern: Das World Economic Forum erwartet, dass bis 2027 rund zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts über die Blockchain laufen werden. Auch Gartner Research sagt in seinem viel beachteten „Hype Cycle for Emerging Technologies“ den Durchbruch innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre voraus. Grund genug für die CEBIT 2018, dieser Technologie einen Thementag zu widmen: den CEBIT Blockchain Summit am Donnerstag, 14. Juni, auf der Grand Central Stage in Halle 27.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, der den CEBIT-Besuchern erklärt, was hinter dem Hype um Blockchain steckt und warum das Potenzial so groß ist. Prinz beschäftigt sich bereits seit mehr als zwei Jahren mit den technischen Grundlagen von Blockchain und der Entwicklung und Analyse von Blockchain basierten Anwendungen.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Im Grunde ist die Blockchain mit einem dezentralen Kassenbuch vergleichbar, das in sehr vielen Kopien auf den Rechnern aller Teilnehmer verteilt liegt. In diesem Peer-to-Peer-Netzwerk werden alle Transaktionen verifiziert, validiert und zu Blöcken zusammengefasst. Um Informationen zu verfälschen, müsste also jeder einzelne Computer gehackt werden. Deshalb gilt die Technologie als besonders sicher. IT-Experten wie Friedemann Brenneis glauben, dass dezentrale Blockchain-Netze zahlreiche Dienstleister der Sharing Economy ersetzen können. Brenneis, der unter www.coinspondent.de einen Fachblog zum Thema betreibt, beschrieb auf der CEBIT Business Conference Mitte Oktober in Düsseldorf den Hype um die Technologie. Manche, auf den ersten Blick vielversprechende Idee werde aber rasch wieder fallengelassen. So hat die Blockchain in der Musikindustrie keine Chance, weil die Rechtevermarkter um ihr Geschäftsmodell fürchten: Die Kryptowährung Ethereum beispielsweise würde den klassischen Mittler zwischen Künstler und Konsument überflüssig machen.

Zudem ermöglicht die Blockchain, Smart Contracts abzuschließen. Dabei bestimmt ein Algorithmus, welche Bedingungen (Input) zu welcher Entscheidung (Output) führen. Die Funktion von Smart Contracts wird gern mit einem Warenautomaten verglichen. Der Käufer wählt das gewünschte Produkt, wirft den gewünschten Betrag ein und erhält die Ware. Smart Contracts sind also Programme, in denen die Vertragsbedingungen hinterlegt sind. Diese werden automatisch ausgeführt und auf ihre Korrektheit geprüft. Eine Revolution für die Businesswelt!

Auch zahlreiche andere Geschäftsfelder setzen sich mit der Blockchain auseinander. So hat der CEBIT-Aussteller IBM ein Projekt mit der weltweit größten Containerschiff-Reederei Maersk gestartet. In der „Hyperledger Fabric“ werden die Papiere und Dokumente von Millionen von Frachtcontainern weltweit verwaltet und rückverfolgt. Hierfür wird der Supply-Chain-Prozess durchgehend digitalisiert, um die Komplexität im Handel zu reduzieren, die Transparenz zu erhöhen und den sicheren Informationsaustausch unter den Handelspartnern zu verbessern. In großem Maßstab eingesetzt, könnte die Lösung der Branche Milliarden von Dollar einsparen.

Noch bis zum 31. Oktober: CEBIT-Tickets für 50 Euro

Die vergünstigten CEBIT-Pioneer-Tickets zum Preis von 50 Euro können noch bis zum 31. Oktober unter  bestellt werden. Ab dem 1. November kosten die Tickets 100 Euro, ab dem 28. Mai bis einschließlich Veranstaltungsdauer 200 Euro.

Bild: Prof. Wolfgang Prinz

Quelle Deutsche Messe

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