Engagement – Unternehmensgründung ist kein 9 to 5 Job.

catkin digitalisiert die Logistik und Supply Chain

Stellen Sie sich und das Startup catkin doch kurz unseren Lesern vor
Dipl.-Ing. Christian Krüger studierte Verfahrenstechnik an den technischen Universitäten Dortmund und Hamburg-Harburg. Ab 1992 arbeitete er zunächst als Berater und Projektleiter für ein internationales Consulting-Unternehmen. 1998 wechselte Christian Krüger zur DB Cargo AG, wo er in der Unternehmensentwicklung sowie im internationalen Leistungsmanagement tätig war. Zwischen 2005 und 2008 war er im Einkauf der Hamburger Hochbahn AG und im Anschluss über mehrere Jahre als Geschäftsführer der boxXpress.de GmbH aktiv. Seit 2012 agiert Christian Krüger als Unternehmensberater im Bereich Transport und Logistik mit dem Schwerpunkt Bahn. Parallel entwickelte er gemeinsam mit Geert-Jan Gorter die catkin-Idee.

Geert-Jan Gorter machte sich im August 2004 nach einem Physik-Studium an der Universität Twente in Enschede (NL) und mehreren Jahren als Projektleiter in der Softwareentwicklung mit der proLOGiT GmbH in Dortmund selbstständig. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für die Logistikbranche insbesondere für Eisenbahnverkehrsunternehmen. 2013 gründeten Geert-Jan Gorter und Christian Krüger die catkin GmbH in Dortmund.

Die catkin GmbH entwickelt und betreibt die catkin Plattform, eine B2B SaaS Lösung für die Digitalisierung von Arbeitsabläufen und unternehmensübergreifenden Prozessen. Maxime hierbei ist, durch eine digitale Vernetzung von Auftraggebern, Auftragnehmern, Personal und Assets die Effizienz in den Prozessen erheblich zu erhöhen und damit Kosten zu senken.

Wie ist die Idee zu catkin entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Aus der Praxis: einerseits aus der Notwendigkeit, in schnelllebigen und arbeitsteiligen Prozessen wichtige Statusinformationen auszutauschen und mobile Mitarbeiter direkt und papierlos in die Prozesse einzubeziehen und andererseits, da in wachsenden Organisationen das Schnittstellenmanagement kaum noch zu bewältigen ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Einerseits aus der Idee zu catkin ein marktreifes Produkt zu machen und sich zu 100% dafür zu engagieren. Und andererseits, Kunden vom Nutzen zu überzeugen und für catkin zu gewinnen. Ein Investor hat uns dabei geholfen, das Produkt im Logistikmarkt bekannt zu machen.

Wer ist die Zielgruppe ?
Alle Unternehmen und Abteilungen, zwischen denen arbeitsteilige Dienstleistungsprozesse ablaufen und die mobile Mitarbeiter und weitere Datenquellen (Kameras, GPS-Sender, Stromzähler, etc.) in eine umfassende Prozesslandschaft integrieren wollen. Dabei ist der Anfang ganz leicht, bereits ab zwei nutzenden Abteilungen setzt der Nutzen direkt ein und das gemanagte Partnernetzwerk kann dynamisch und flexibel ausgebaut werden, jederzeit.

Welchen Service bieten Sie an? Wie funktioniert catkin?
catkin digitalisiert die Logistik und Supply Chain durch unternehmensübergreifende Auftragsabwicklung über die catkin-Logistikplattform 4.0 sowie die Einbindung mobiler Mitarbeiter über die catkin-App. Wesentliches Handlungsfeld von catkin ist die Transportlogistik: catkin-Nutzer sind Akteure der Transportkette, zum Beispiel Spediteure, Terminals, Eisenbahnverkehrsunternehmen und deren Dienstleister. Aber die Business Cases der catkin Plattform beschränken sich nicht aus die Transportbranche, sondern sind erweiterbar auf alle arbeitsteiligen Prozesse.

Wo liegen die Vorteile?
Ganz im Sinne einer Logistik 4.0 bietet catkin systemunabhängige, unternehmensübergreifende und zugleich standardisierte Vernetzung der Unternehmensprozesse. Über die dazugehörende universelle App werden ebenso mobile Mitarbeiter in das logistische Netzwerk eingebunden, auch Sensoren der zugeordnete Assets werden systemisch auftragsbezogen integriert. Zudem sind die Prozesse und Partnernetzwerke schnell und flexibel erweiterbar. Der Aufwand für die Erstellung und Pflege von P2P Schnittstellen reduziert sich somit auf Bruchteile.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es, die führende Kollaborative-Prozess-Plattform in Europa und darüber hinaus zu werden, stetig zu wachsen, Technologien stetig zu erweitern oder durch Partnerschaften zu ergänzen (IoT, AI, Blockchain) und zufriedene Kunden und zufriedene Mitarbeiter zu haben.
Neben den heutigen Hauptbranchen, der Transportlogistik und der Supply Chain zielen wir auf weitere Branchen wie Energiedienstleistungen oder Maintenance.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Fokussierung – auf die Kundenbedürfnisse, das passende Produkt und einen angemessenen Verkaufspreis
2. Unternehmensentwicklung – Auch wenn sich die Zukunft nicht exakt vorhersagen lässt, sollte ein Entwicklungskonzept vorliegen, welches von Zeit zu Zeit angepasst wird
3. Engagement – Unternehmensgründung ist kein 9 to 5 Job. Auch die allerbeste Idee erfordert sehr viel Initiative und Durchhaltevermögen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christian Krüger und Geert-Jan Gorter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X