Das Wichtigste ist es Durchhaltevermögen zu haben

CASPAR Health Therapieplattform, die Menschen den einfachen Zugang zur medizinisch-therapeutischen Betreuung ermöglicht

Stellen Sie sich und das Startup CASPAR Health doch kurz unseren Lesern vor!

Caspar-Health ist eine digitale Therapieplattform, die Menschen den einfachen Zugang zur medizinisch-therapeutischen Betreuung ermöglicht, damit Therapieerfolge nachhaltiger sichergestellt werden können. Mit Hilfe von Caspar-Health können Kliniken mit ihren Patienten Therapiemaßnahmen während des Krankenhausaufenthaltes und nach der Entlassung online durchzuführen. Die Leistungen werden von zahlreichen Versicherungen in den Bereichen Rehabilitation, Prävention und Nachsorge übernommen. Das Management bilden Maximilian Michels, Maximilian von Waldenfels, Benjamin Pochhammer und Dominik Blei.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Oft ist es die Frustration, wenn etwas nicht läuft und das Gefühl es besser machen zu können. Caspar-Health ist das dritte Unternehmen, das ich gegründet habe. Mich treibt es an, die besten Leute zu einem Team zu formen und gemeinsam Probleme zu lösen und Mehrwert zu schaffen.

Welche Vision steckt hinter CASPAR Health?

In Deutschland haben wir das Problem, dass viele Menschen keinen Zugang zu ihrer individuellen Versorgung bekommen, weil sich die analogen, medizinischen Angebote einfach zu schwierig in den Alltag integrieren lassen. Entweder ist der nächste Arzt oder Therapeut zu weit weg, andere Dinge des täglichen Lebens (z.B. die Kinderbetreuung) stehen im Weg oder die Motivation fehlt schlicht. Dieses Problem wollten wir mit Caspar-Health lösen. Unser Ziel ist es jedem Menschen einen einfachen Zugang zu seiner individuellen medizinischen Versorgung zu geben, mit dem Fokus auf therapeutische Interaktion. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Gesundheitsmarkt gibt es zum einen viele regulatorische Hürden, bevor man eine Leistung an Patienten anbieten darf und zum anderen lange Vertriebszyklen, wenn man – wie wir – eine Software an Kliniken vertreibt. Die größten Hürden waren das Produkt medizinisch und technisch so zu entwickeln, dass es perfekt in den Arbeitsalltag einer Klinik passt und den therapeutischen Anforderungen der Patienten gerecht wird. Wir sind Vorreiter in diesem Markt, konnten uns an keiner vergleichbaren, digitalen Lösung orientieren und mussten damit alles selbst „erfinden“. Für diesen langen Weg braucht es eine umfangreiche finanzielle Ausstattung, die wir mit sehr guten und unterstützenden VC’s erreichen konnten.

Wer ist die Zielgruppe von CASPAR Health?

Wir vertreiben Caspar-Health an stationäre und ambulante medizinische Einrichtungen, die ihre Patienten nach der Entlassung weiter betreuen wollen. Bei den Patienten ist Caspar-Health für all diejenigen geeignet, die irgendeine Form therapeutischer Betreuung benötigen, also vom Burn-out Betroffenen über Schlaganfallpatienten oder Personen, die eine neue Hüfte bekommen.

Wie funktioniert CASPAR Health? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Software kann auf allen internetfähigen Endgeräten genutzt werden. Die Klinik nutzt uns über den Webbrowser und konfiguriert die individuellen Therapiepläne für Ihre Patienten. Diese greifen dann meist über unsere mobilen Apps auf ihren Caspar-Health Therapieplan zu und können für jeden Therapietag ihre Inhalte aus den Bereichen Bewegung, Wissen und Entspannung abrufen. Über die App stehen die Patienten mit ihren Therapeuten in Verbindung, können Nachrichten austauschen oder Feedback zu Therapie-Inhalten hinterlassen. Der große Vorteil von Caspar-Health ist es, dass Therapie nicht mehr an Ort und Zeit gebunden ist und wir für Patienten einen grenzenlosen Zugang bei höchster Qualität sicherstellen können.

Damit unterscheiden wir uns auch maßgeblich von anderen Anbietern, die entweder die Klinik umgehen und sich mit einem B2C Angebot direkt an Patienten wenden. Bei diesen Wellbeing Angeboten mangelt es an der wichtigen medizinischen Interaktion mit dem Arzt oder Therapeut für eine effektive Heilung. Oder es gibt Anbieter, die das Konzept der Tele-Therapie unter Einbeziehung von externer Hardware verfolgen. Diese veralteten Lösungen führen zu extrem niedriger Nutzungsbereitschaft bei Kliniken und Patienten.

CASPAR Health, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zu Beginn haben wir einen Fokus auf spitze Patientengruppen gerichtet, um zu lernen, wie wir Patienten zum größtmöglichen Heilungserfolg führen. Unser Ziel ist es die Plattform auf alle Versorgungsformen zu erweitern, die eine therapeutische Interaktion benötigen. So haben wir unser Angebot bereits von der Rehabilitation zur Prävention und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement erweitert. Und wollen sämtliche Anwendungsgebiete abdecken. Mit aktuell 4 großen Studien sind wir auf fortgeschrittenem Weg vielfach die Wirksamkeit von Caspar-Health nachzuweisen, was wir ebenso für eine Expansion nutzen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist es Durchhaltevermögen zu haben. Es kommen viele schwere und unerwartete Phasen, bei denen man sich durchbeißen muss.

Man muss hart arbeiten können; ein Unternehmen zu gründen verlangt einem über viele Jahr ab, Familie und Freizeit zu opfern und sich fokussiert den unternehmerischen Zielen zu widmen.

Und man muss fähig sein, einen Strom von Talenten für sich zu gewinnen. Nur mit dem richtigen Team ist man für schwere Zeiten gewappnet. Und findet die nötigen Antworten bei den vielen Herausforderungen, die einem auf dem Weg begegnen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maximilian von Waldenfels für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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