Freitag, Oktober 22, 2021

Die sprichwörtliche Extrameile zu gehen, lohnt sich definitiv!

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Casana: Qualifizierte IT-Freelancer für dein Projekt

Stellen Sie sich und das Start-up Casana doch kurz unseren Lesern vor!

Gábor Darvasi und ich sind die Gründer von Casana. Vor der Gründung konnten wir bereits beide Erfahrungen in großen Tech-Unternehmen und Strategieberatungshäusern sammeln. Gábor kommt von Bain & Company und hat zuvor im Produktmanagement bei E-Bot7 gearbeitet. Ich selbst war bei der BCG und konnte mir darüber hinaus Know-How in den Bereichen Vertriebs- und Kunden-Management bei Celonis aneignen. Mit Casana unterstützen wir jetzt Unternehmen projektbasiert und flexibel dabei, digitale Produkte mit Hilfe von Freelance-Experten zu entwickeln. Mit einem Coreteam an festen Mitarbeitern in München sowie einem international agierenden Netzwerk von über 200 qualifizierten Tech-Experten, bieten wir digitale Expertise on-demand: von Full-Stack-Entwicklern für E-Commerce-Software über Salesforce-Administratoren zur Optimierung der Vertriebsaktivitäten bis hin zu Blockchain-Entwicklern für innovative Transaktionssysteme. Zu unseren aktuellen Kunden zählen viele wachstumsstarke Unternehmen wie Enpal, McMakler oder Xentral.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir lieben Herausforderungen und sehen einen riesigen Bedarf, die Vermittlungsbranche zu Gunsten von Kunden und Freiberuflern von Grund auf umzugestalten. Gleichzeitig möchten wir an zwei Themen arbeiten, die uns persönlich sehr wichtig sind: Spannende Möglichkeiten für Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen und Zukunftslösungen mit Hilfe von digitalem Know-How voranzutreiben. Unsere Kunden arbeiten an grüner Energie, gesunden Nahrungsmitteln und vielem mehr. Wir unterstützen sie bei der technischen Umsetzung ihrer Ideen durch unsere Freelance-Experten. Diese verdienen im Schnitt mehr als ihnen vergleichbare Jobs bieten – bei gleichzeitig höherer Flexibilität. Dafür lohnt es sich, jeden Morgen aufzustehen. 

Welche Vision steckt hinter Casana?

Aktuell ebnen wir für Unternehmen das Spielfeld der technologischen Möglichkeiten. Jede und jeder – vom Start-up-Manager bis zum CEO eines Fortune-500-Unternehmens – kann mit unseren Tech-Talenten digitale Produkte in sehr kurzer Zeit und mit nur minimalem Vorwissen entwickeln. Bestehende Pattformen, Agenturen oder Personaldienstleister sind oft sehr teuer, wenig flexibel und intransparent. Wir möchten dies ändern und zukünftig Tausenden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Aufenthaltsort eine Perspektive außerhalb der klassischen Festanstellung zu fairen Konditionen bieten. Aktuell gelingt uns dies bereits im kleinen Maßstab von Buenos Aires über Frankfurt bis nach Colombo. Das ist zeitgemäß und bietet enorme Vorteile für alle Beteiligten. Darüber hinaus haben wir viele weitere Ideen, die wir nun nach und nach umsetzen werden.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderung ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden und ein starkes Team aufzubauen. Dazu kam als weitere Herausforderung der Zeitpunkt unserer Gründung, denn der operative Start von Casana im September 2020 fiel mitten in der Corona-Krise. Und ein Unternehmensstart inmitten der Pandemie ist zunächst einmal natürlich nicht unbedingt die erste Wahl. Zum Glück haben wir dann das Marktumfeld nochmals genauer analysiert und festgestellt, dass die Krise für uns sogar eine Chance ist. Der Münchner Pre-Seed Investor Picus Capital hat uns die erste Finanzierung ermöglicht, mit der wir unsere Idee umsetzen konnten und aktuell erfolgreich an unserem Wachstum arbeiten.

Wer ist die Zielgruppe von Casana?

Von unseren Services profitieren Firmen jeder Branche und Größe – besonders interessant sind sie aber für Kunden, die zeitnah digitale Projekte umsetzen und neue Geschäftsbereiche aufbauen wollen, für die sie inhouse noch keine Expertise oder kurzfristig keine Mitarbeiter verfügbar haben. Deshalb sind viele unserer Kunden wachstumsstarke Unternehmen, die den Mehrwert von projektbasierter technischer Unterstützung sehr schätzen.

Wie funktioniert Casana? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Grundsätzlich können unsere Kunden entscheiden, ob sie einen oder mehrere Freelance-Experten für ihr Projekt engagieren und diese Experten selbst managen wollen. Oder aber sie überlassen die Steuerung unseren erfahrenen Projekt Ownern, die darauf achten, dass Projekte zeitlich und budgetär im Rahmen bleiben und die Ziele erreicht werden. Im Erstgespräch besprechen wir mit unserem Kunden die genauen (technischen) Anforderungen an unsere Experten und können innerhalb von 48h passgenaue Talente präsentieren.

Das Besondere an unserem Business-Modell ist, dass es die Vorteile der Personaldienstleister-Branche mit denen klassischer IT-Service-Agenturen vereint. Im Gegensatz zu reinen Personaldienstleistern sind wir nicht nur Vermittler, sondern auf Wunsch des Kunden auch selbst aktiv und inhaltlich in die Kundenprojekte involviert. Ein weiterer Vorteil des Modells: In unser kuratiertes Freelancer-Netzwerk werden nur Tech-Experten und Software-Entwickler aufgenommen, die sich über das detaillierte Prüfverfahren von Casana qualifizieren konnten. Zur hohen Effizienz größerer Projekte trägt darüber hinaus bei, dass wir auch komplette, eingespielte Entwickler-Teams zur Verfügung stellen können – ein USP, der die besonders schnelle Realisierung der Projekte ermöglicht. 

Im Vergleich zu IT-Agenturen wiederum bieten wir den unschlagbaren Vorteil eines großen, qualifizierten Netzwerks an freien Software-Experten aus allen möglichen Anwendungsbranchen. Das heißt, die Projekte werden nicht mit den Mitarbeitern besetzt, die intern gerade verfügbar sind, sondern wir wählen immer gezielt die Experten aus, die das benötigte Know-how und die Erfahrung für das aktuelle Projekt mitbringen. Ein weiterer Vorteil der breiten Netzwerkstruktur ist, dass wir die Team-Zusammensetzung für unsere Kunden ohne zusätzliche Kosten auch noch während eines laufenden Projekts ändern oder flexibel skalieren können. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert bzw. wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Da wir mitten in der Corona-Pandemie gestartet sind, können wir derzeit nicht beurteilen, wie es uns ohne Pandemie ergangen wäre. Aber wir konnten trotz Krise von Beginn an erfolgreich Kunden akquirieren und hochqualifizierte Mitarbeiter gewinnen. Das lag zum einen an dem durch die Pandemie bedingten Digitalisierungsschub, der einen großen Bedarf an IT-Experten nach sich zog. Zum anderen waren die vielen, wegen Corona gestoppte Projekte unsere Chance, da deshalb qualifizierte Tech-Experten zurück auf den Markt kamen, die wir anwerben konnten. 

Casana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Egal, ob kleines Start-up oder großer Konzern – wir möchten Unternehmen auf der ganzen Welt Zugang zu erstklassigen Talenten und nachhaltigem Wissenstransfer aus unserem Netzwerk ermöglichen. Unsere Freelancer bringen Know-How von führenden Unternehmen weltweit mit – Wissen, das Unternehmen andernfalls vorenthalten bleibt und das wir gerne verfügbar machen möchten. Neben diesen spannenden Möglichkeiten für unsere Kunden und unsere Freelance-Experten wollen wir mehr Transparenz in einem bisher sehr intransparenten Markt bringen: Das reicht von einer tatsächlichen, genauen Validierung der technischen Fähigkeiten unserer Freelancer bis hin zu klaren Kostenstrukturen bei ihrer Vermittlung. Darüber hinaus möchten wir unseren Talenten spannende Karriereoptionen anbieten und intern intelligente und datengetriebene Lösungen entwickeln. Für all das wird jetzt der Grundstein gelegt und dafür sind wir stets auf der Suche nach Talenten – auch bei uns Inhouse. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Sich nicht von äußeren Gegebenheiten verunsichern lassen. Auch widrig erscheinende Faktoren und Krisen können Chancen bergen. Unser Start mitten in der Pandemie ist der beste Beweis dafür.
  2. Die sprichwörtliche Extrameile zu gehen, lohnt sich definitiv! Anfangs gibt es viele operativen Themen, die gelöst werden wollen. Oftmals hat diese aber bereits jemand zuvor gelöst. Daher sollte man keine Scheu davor zu haben, sein eigenes Netzwerk zu befragen und auch der Austausch mit anderen Gründern hilft enorm weiter.
  3. Der wichtigste Schritt nach der Gründung ist es, die passenden Mitarbeiter zu finden. Das Team ist der Schlüssel zum Erfolg. Hier gilt es, Ausdauer zu beweisen, bis die richtigen Mitarbeiter gefunden sind. 

Wir bedanken uns bei Enrico Karnstädt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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