Carving-Unterricht von Ingrid Salvenmoser

Der perfekte Schwung: Einführung in die Carvingtechnik durch Ingrid Salvenmoser

Ingrid Salvenmoser (49) ist schnittige Kurven und Highspeed aus dem Weltcup gewohnt. Früher war sie professionelle Ski-Rennläuferin und gewann mehrere Medaillen, darunter Olympia-Bronze im Slalom. Die Tiroler Powerfrau war mit der Wintersport-Buchungsplattform CheckYeti.com auf der Piste, um eine Skistunde im Carven zu geben.

Carven ist die Skifahrtechnik, die man von Profisportlern kennt: Starke Aufkantwinkel, eine stabile Position über dem Ski und viel Körperspannung um die Fliehkräfte zu bewältigen. Dafür braucht man eine griffige Piste, sportliche Skischuhe und taillierte Carvingski. “Erstmal fahren wir uns mit parallelen Schwüngen ein und werden beweglich in den Knien. Beim Carven müssen wir uns zwischen den Schwüngen viel bewegen.” Schon beim lockeren Einfahren kann man kaum an Ingrid dranbleiben. “Beim Unterrichten lasse ich mir eigentlich immer viel Zeit. Aber manchmal will ich einfach die Geschwindigkeit spüren”, sagt Ingrid mit strahlendem Gesicht nach der ersten Fahrt.

Sobald man warm und locker ist, gibt’s eine Technikeinführung: “Carven bedeutet, dass du den Ski aufkantest und so seine Taillierung nutzt, um zu steuern. Je stärker du aufkantest, desto schnittiger ziehst du die Kurve. Dafür ist aber viel Speed nötig, ansonsten fehlt dir der Druck und du kippst um.” Damit das nicht passiert, zeigt Ingrid wie man richtig am Ski steht.“ Um die Balance zu halten, musst du den Oberkörper hangabwärts nach vorne beugen. Dabei entsteht ein Körperknick, der sich durch deinen gesamten Körper zieht: Skispitzen, Hüften und Schultern sind dabei im Einklang”, erklärt Ingrid, während sie mit dem Stock die Winkel an den jeweiligen Stellen präsentiert.

“Dann fangen wir mal mit dem Carven an, bevor wir wieder abkühlen!” meint die Sportskanone vom Wilden Kaiser, taucht zweimal kräftig an und startet geradewegs in den ersten Steilhang. Sobald man genug Fahrt aufgenommen hat, heißt es die Kurve mit einer Hoch-Bewegung aus den Knien einzuleiten – dadurch drehen sich die Ski in Richtung Falllinie. “Sobald deine Skispitzen nach unten zeigen, kommt es zum Belastungswechsel. Wenn du jetzt die Belastung auf den Außenski verlagerst, die Knie nach innen Richtung Hang drückst und dabei die Ausgleichsbewegung mit dem Oberkörper machst, bist du am Carven!” Wichtig ist nicht zu abrupt das Gewicht von einem Ski auf den anderen zu verlagern. Je länger die Kurve ist, desto gefühlvoller sollte man den Außenski belasten. “Ansonsten fängt der Ski an zu rattern und am Ende der Kurve geht dir die Dynamik aus – dann stehst du statisch am Ski”, mahnt Ingrid.

Jetzt legt die ehemalige Weltcup-Fahrerin noch einen drauf: “Versuchen wir uns am Race-Carven! Das ist im Prinzip das gleiche wie Carven, nur noch sportlicher.” Die erhöhte Geschwindigkeit stellt besondere Anforderungen an Fahrer und Ausrüstung. Man benötigt eine sehr saubere Technik und mit herkömmlicher All-Mountain Ausrüstung wird man die Kräfte kaum bewältigen können. Bei der rasanten Fahrt auf der Rennstrecke zeigt Ingrid, was das bedeutet: Explosives Schwungauslösen mit idealem Timing, fließende Belastungswechsel von links nach rechts, eng geschnittene Kurven direkt an die Tore der Strecke mit kompakter Körperposition. Ingrids Weltcup Instinkte erwachen und machen klar, dass Race-Carven in der Theorie sehr ähnlich ist wie normales Carven, in der Praxis aber Welten dazwischen liegen.

Über Ingrid Salvenmoser

Ingrid Salvenmoser (49) ist staatlich geprüfte Skilehrerin und Skischulleiterin in Scheffau am Wilden Kaiser. Sie war 17 Jahre lang professionelle Skirennläuferin im alpinen Skiweltcup. 1991 gewann die Tirolerin bei der WM in Saalbach-Hinterglemm die Bronzemedaille im Slalom. 2001 tauschte sie den Rennanzug gegen die Skilehrerjacke und eröffnete eine Ski- und Rennschule in ihrer Heimat Scheffau. Anfängerunterricht und auch sportliche Carvingstunden mit Ingrid können ganz einfach auf  gebucht werden.

Bild: Ingrid Salvenmoser (49) ist schnittige Kurven und Highspeed aus dem Weltcup gewohnt. “Carven bedeutet, dass du den Ski aufkantest und so seine Taillierung nutzt, um zu steuern. Je stärker du aufkantest, desto schnittiger ziehst du die Kurve. Dafür ist aber viel Speed nötig, ansonsten fehlt dir der Druck und du kippst um.”Bildcredit: CheckYeti.com

 

Quelle CheckYeti GmbH

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