carsharing24/7: Plattform für privates Carsharing in Österreich

carsharing24/7  vebindet Autobesitzer mit Autolosen

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen carsharing24/7 doch kurz vor!
Mein Name ist Ruth Juric, Pressesprecherin von carsharing24/7. Ich bin seit Herbst 2011 eine Mitarbeiterin des Unternehmens, zu Beginn Die Software Manufaktur, seit April 2014 IBIOLA Mobility Solutions GmbH – Betreiberin der Plattform carsharing24/7.

Wie ist die Idee zu carsharing24/7 entstanden?
Aus der eigenen Erfahrung. Zwei Freunde und der Geschäftsführer Robert Reithofer waren quasi eines der ersten privaten Carsharing-Teams in Wien. Sie teilten sich zu dritt ein Auto. Das funktionierte tadellos und brachte allen Beteiligten Vorteile. Ein Motiv sind die Straßen in den Innenstädten, die vor lauter Autos überquellen. So viele Autos und alle stehen herum. Also die logische Konsequenz – bestehende Ressourcen besser nutzen! Damit spart man Geld und schon die Umwelt. Das Carsharing-Team zog weitere Interessierte an und so begannen die Arbeiten an carsharing247.com. Uns fielen zahlreiche praktische Tools ein und so wurde die Plattform immer ausgefeilter. 2012 ging sie dann online, nach einem zweimonatigen Testbetrieb, indem wir Userfeedback sammelten und die Website optimierten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war einen Versicherungspartner „an Land zu ziehen“, Vertrauen unter den User*innen zu schaffen, Handysignatur als erstes Carsharing-Unternehmen europaweit umzusetzen…
Bis 2015 wurde die Plattform zu 100% selbst finanziert, dann folgte eine Budgetbeschaffung mittels Crowdfunding, danach wieder zu 100% selbstfinanziert – „querfinanziert“ durch andere (gewerbliche) carsharing-Projekte mittels ibiola® Carsharing-Komplettsystem (siehe ibiola-mobility.com).

Wer ist die Zielgruppe von carsharing24/7 ?
Autobesitzer*innen, die ihr Fahrzeug nicht optimal auslasten und sich durch die Verleihung einen Teil der Fixkosten zurückholen können.
„Autolose“ Menschen auf der anderen Seite.
Carsharer*innen, die auf bereits bestehende Fahrzeuge zurückgreifen und nicht zu gewerblichen Anbietern gehen wollen. Denen persönliche Kontakte lieber sind, individuelle Fahrzeuge suchen, ins Ausland mit den Autos fahren wollen, länger Nutzungen haben, sich dauerhaft mit anderen ‚Fahrer*innen ein Auto teilen möchten, Menschen die Shareconomy leben (Kleidertauschbörsen, Repaircafe, Foodsharing….)

Wir funktioniert carsharing24/7 ?
Fahrzeugbesitzer*innen, die ihr Auto nicht ständig brauchen registrieren sich auf der Plattform, beschreiben ihr Auto, legen einen Preis und einen Standortfest. Dann scheint das Auto in der Fahrzeugsuche auf, wo es Menschen, die kein eigenes Auto haben, finden. Die Fahrer*innen nehmen mit den Besitzer*innen Kontakt auf, vereinbaren einen Übergabezeitpunkt und –ort. Die Fahrer*innen schließen eine Vollkaskozusatzversicherung (ab 6,50 Euro pro Kalendertag) über die Plattform ab. Bei der Übergabe werden das Fahrtenbuch und die Überlassungsvereinbarung von beiden Personen zusammen ausgefüllt und unterschrieben. Die Leihgebühr wird übergeben und das Auto wird mit derselben Tankfüllung zum vereinbarten Zeitpunkt retourniert. Danach bewerten sich beide auf der Plattform um anderen Carsharer*innen mitzuteilen, ob das Auto ok und der Leih- bzw. Verleihvorgang in Ordnung war.

Wer kann sein Auto auf carsharing24/7 einstellen?
Jedes Auto, das in einem verkehrssicheren und funktionstüchtigen Zustand ist und behördlich in Österreich zugelassen ist, kann auf carsharing247.com geteilt werden.
Die Versicherung kann für PKW´s abgeschlossen werden, deren Motorleistung 125 KW nicht übersteigt und deren Wert nicht höher als € 20.000,- inkl. Sonderausstattung ist.

Wie hoch ist der Tarif für den Mieter?
Das liegt im Ermessen des Autobesitzers, richtet sich nach den Fixkosten, Größe und Alter des Autos. In den meisten Fällen zwischen 20 und 40 Euro/Tag.

Wie kommt das Konzept bei Autobesitzern und Mietern an?
Die Fahrzeug- und Userzahlen steigen ständig, auch die Zahl der Überlassungen/Versicherungsabschlüsse. Das Feedback ist positiv, schwarze Schafe sind in der absoluten Minderheit.

carsharing24/7 , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Aktuell wird am Relaunch der Website gearbeitet, danach folgt eine Aktualisierung der Apps. Rollout nach Deutschland und Schweiz nicht ausgeschlossen. Viele Kooperationen stehen in den Startlöchern.
Aktuell sind wir der größte Carsharing-Anbieter, dessen Fahrzeuge österreichweit verfügbar sind. Weiter wachsen, privates und kommerzielles Carsharing mit dem öffentlichen Verkehr mehr verknüpfen

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn möglich auf professionelle Hilfe bauen. Leute ansprechen, die sich auskennen, die selbst erfolgreich in der Startup Szene sind. Oft geht man einfach zu blauäugig an das Projekt ran und unterschätzt die Kosten.
Ganz wichtig ist eine gescheite Finanzplanung und meiner Meinung nach auch einen Plan B. Und als letzter Tipp, man sollte auch sein Team sehr sorgfältig auswählen. Man braucht Leute, die dieselben Ansichten vertreten und hinter der Idee stehen.

Bild: ©carsharing24/7

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ruth Juric für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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