Nehmt Feedback stets ernst und entwickelt euch dementsprechend immer weiter

CareDriver: Persönliche Hilfe für die ganze Familie in München

Stellen Sie sich und das Startup CareDriver doch kurz unseren Lesern vor!
CareDriver ist ein junges Start-up aus München, das berufstätigen Eltern unter die Arme greift, wenn sich bei der Betreuung der Kids oder der Senioren einmal ein zeitlicher Engpass ergibt. Das Besondere: CareDriver verbindet Betreuung und Mobilität. Eltern finden über eine kostenlose App einfach, schnell und unkompliziert einen qualifizierten Fahrer, einen verlässlichen, geprüften Betreuer oder beides in einem für die Kinder oder deren Großeltern. So können Eltern arbeiten und ihrer Familie trotzdem vielfältige Freizeitaktivitäten und nötige Wege ermöglichen. Wir sind ein junges Team bestehend aus aktuell sechs Mitarbeitern in München. Ich bin seit Anfang des Jahres der Leiter des Projekts und maßgeblich daran beteiligt, dass CareDriver jetzt in München startet.

Wie ist die Idee zu CareDriver entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
CareDriver ist ein Kind der Prager Kreativ-Schmiede Creative Dock, die innovative Projekte und Produkte entwickelt unter dem Motto „We create things that make people’s lives better“. Die Idee zu CareDriver stammt von meinem amerikanischen Kollegen Edward Meegan. Er arbeitet als Leiter für Innovationmanagement bei Creative Dock. Edward weiß, wie schwierig und stressig es sein kann, berufliche Verpflichtungen mit den Freizeitaktivitäten der Kids und vielleicht noch der Betreuung der Großeltern unter einen Hut zu bekommen.
Ich weiß, dass er immer viel Zeit dafür verwendete, sich mit seiner ebenfalls arbeitenden Frau abzustimmen, wer am nächsten Tag die Kinder abholt oder die Oma zu ihren Terminen fährt. Deshalb entwickelte Edward zusammen mit seinem Team den Service CareDriver, der Betreuung und Mobilität miteinander verbindet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir wussten von Anfang an, dass in Deutschland eine sehr große Nachfrage nach den Service-Leistungen von CareDriver besteht. Da es bei unserem Service um Betreuungsleistungen geht, benötigen wir natürlich viele qualifizierte Menschen, denen unsere Kunden ohne zu zögern ihre liebsten Familienmitglieder anvertrauen können. Unsere Mitarbeiter sind meist selbstständig und hier erlebten wir unsere größte Herausforderung: Es gibt viele Menschen, die gern für uns arbeiten möchten, aber Selbstständigkeit ist in Deutschland mit mehr Hürden verbunden als in anderen europäischen Ländern. Einige Menschen wagen diesen Schritt daher nicht, gerade ältere Personen sind hier häufig unsicher. Wir als Unternehmen versuchen, Aufklärungsarbeit zu leisten und unterstützen potentielle Arbeitnehmer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Beispielsweise helfen wir ihnen bei der Gewerbeanmeldung und haben stets ein offenes Ohr für Fragen.
Unsere Helfer, die wir CareProfs nennen, profitieren bei CareDriver davon, dass sie flexibel und selbstbestimmt arbeiten können. Das ist optimal für alle, die einen Nebenverdienst oder passend zu ihrer individuellen Lebenssituation eine sinnvolle Aufgabe suchen, bei der sie sich engagieren können. Die Finanzierung erfolgte über CreativeDock.

Wer ist die Zielgruppe von CareDriver?
CareDriver richtet sich an berufstätige und viel beschäftigte Eltern in München. Hier bei uns in München und auch im Umland sind oftmals beide Eltern berufstätig, daher ist der Bedarf nach dem CareDriver-Service besonders hoch. Wir planen, unseren Service bald auch in anderen Regionen in Deutschland anzubieten.

Wie funktioniert CareDriver?
In der kostenlosen CareDriver-App finden Eltern die Profile aller Betreuer und Fahrer. Unter dem Punkt „Hilfe bestellen“ wählen Eltern die Art der Dienstleistung, das Datum und die Uhrzeit aus. Die App zeigt an, welcher Helfer zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung steht. Im Profil der Betreuer finden Eltern den kompletten Namen und Informationen über die Erfahrungen der Helfer. Auch Bewertungen anderer Kunden können sie sehen. Haben Eltern ihren Favoriten gefunden, stellen sie ihm eine Anfrage und sobald der Helfer zusagt, kann es losgehen!

Welche Vorteile bietet CareDriver?
Das Unternehmen verbindet Betreuung und Mobilität: Wir bieten qualifizierte Helfer, die bei Bedarf auch Fahrdienste übernehmen und kurzfristig zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu einem Taxifahrer begleiten die CareDriver-Helfer die Kids oder Senioren auch zu ihren Terminen, betreuen sie individuell und setzen sie nicht nur einfach ab. Darüber hinaus müssen Eltern keine Bedürftigkeit oder Pflegestufen nachweisen, jeder kann CareDriver nutzen und das auch kurzfristig und ohne lästigen Papierkram. Wir übernehmen sämtliche Arbeitgeber- und Auftraggeber-Pflichten und entlasten dadurch Eltern. So können sie berufliche Verpflichtungen erfüllen und ihrer Familie dennoch vielfältige Freizeitaktivitäten und nötige Wege ermöglichen.

Wie viel kostet der Service?
Die erste Stunde kostet immer 16 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Danach wird in 15-Minuten-Takten abgerechnet, jeder Intervall kostet vier Euro. Die ersten fünf Kilometer sind bei einer Fahrt mit dem Auto des Helfers kostenlos, jeder weitere kostet 1,50 Euro. Eltern können entweder per Paypal oder per Kreditkarte zahlen. Sollten Eltern nicht zufrieden sein, erstattenwir die Kosten komplett zurück.

CareDriver, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir lernen kontinuierlich vom Feedback unserer Helfer und unserer Kunden und werden uns daher stetig weiterentwickeln und verbessern. Aktuell haben wir vor, ein GPS-Tracking in unsere App zu integrieren. So können Kunden jederzeit überprüfen, wo sich unsere CareDriver-Helfer gerade aufhalten. Das bietet Eltern noch mehr Sicherheit.
Darüber hinaus möchten wir unseren Service immer dort anbieten, wo Bedarf besteht. Daher planen wir Schritt für Schritt die Ausweitung unseres Services über München hinaus in ganz Deutschland. Hierfür streben wir auch Kooperationen mit Plattformen und Unternehmen an, die uns mit ihrer Expertise und Personal unterstützen können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1) Wenn ihr an eure Idee glaubt, macht weiter.
2) Wenn ihr zu Beginn noch nicht für jeden Bereich einen Experten im Team habt, holt euch Profis an Bord. Sie können euch zum Beispiel bei der Kommunikation oder dem Vertrieb unterstützen. Kalkuliert dies auch bei der Erstellung eures Businessplanes mit ein und plant genug Zeit für den Informationsaustausch und die Erstellung von Material ein.
3) Sucht frühzeitig den Dialog mit potentiellen Kunden und Mitarbeitern, nehmt deren Feedback stets ernst und entwickelt euch dementsprechend immer weiter.

Bild: Team @ CHRISTOPH FINK

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Markus Feichtinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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