Lieber früher starten als zu spät

Cannaable Hanf Marktplatz von klassischen CBD Ölen, über Hanflebensmitteln bis hin zu Hanfkleidung

Stellen Sie sich und das Startup Cannaable doch kurz unseren Lesern vor!

Cannaable (ein Wortspiel aus Cannabis und available) ist der erste deutsche Hanfmarktplatz auf dem es die Produktvielfalt zu dem Thema Hanf gibt. Jeder Händler & Hersteller der im Bereich Hanf agiert, kann seine Produkte auf unserem Marktplatz anbieten.

Die Produktvielfalt beginnt bei klassischen CBD Ölen, über Hanflebensmittel wie zB. Hanfpesto, Hanfnudeln bis hin zu Hanfkleidung & Dämmstoffe für die Bauindustrie. Darüber hinaus haben wir verschiedene Projekte und Seiten ins Leben gerufen:

Dem Marktplatz (www.cannaable.de): Hier herrscht Offenheit im Bereich Hanf, das Sortiment wächst stetig und wir möchten alles rund um das Thema Hanf auf eine Plattform / Marktplatz bringen, sodass der Kunde & Konsument selbst entscheiden kann, welche Produkte, mit welchen Inhaltsstoffen, aus welchem Produktionsland er erwerben möchte. 

Das Hanfblatt (www.hanfblatt.cannaable.de): Hier werden alle Informationen rund um das Thema Hanf zusammengetragen. Beginnend mit der Politik über Medizin bis hin zum Thema Hanf und Wissenschaft.

Die Produktvorstellungsseite (www.produktvorstellung.cannaable.de): Hier dreht sich alles um die Produkte auf unserem Marktplatz. Wir möchten unabhängige Produktvorstellungen präsentieren. Dies beginnt bei simplen Vorstellungen bis hin zu Essensrezepte für zB. Hanfpesto. Jedes Produkt wird mit unserem Marktplatz verlinkt, sodass der Nutzer das Produkt auch erwerben kann.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee entstand ursprünglich durch das private Interesse an dem Rohstoff Hanf und der Vermarktungspolitik in Kanada, die immer mehr nach Deutschland gesickert ist. Zusätzlich habe ich mit mehreren Kunden im Bereich Komplementärmedizin, durch meine Marketingagentur, zu tun. Über diese Kunden hatte ich immer wieder die Vermarktungsthemen CBD, Hanf generell und medizinisches Cannabis. Als ich mich mehr und mehr mit diesem Bereich auseinandergesetzt und mit verschiedenen Projektpartner die Tiefe des Themas Hanf eruiert habe, saß ich mit meinem Geschäftspartner und Freund Sascha zusammen.

Auch er hat sich mit dem Thema Cannabis und vor allem CBD in der Tierbranche, sowie CBD in der Kosmetikbranche auseinandersetzt u.a. führt seine Mutter ein Kosmetikstudio und setzt auch dort CBD-haltige Kosmetikprodukte ein. Es wurde uns schnell klar, wie groß der Markt und das Interesse zu diesen Bereichen ist. Außerdem erkannten wir, welcher Bedarf aus Konsumentensicht entstand. Mit dem gemeinsam erstellten Proof-of-Concept wurde sich an weitere Projektteilnehmer gewandt, sodass ein Team aus Entwickler, Designer, PR Profi, BWLer & Marketer entstanden ist.

Welche Vision steckt hinter Cannaable ?

Die Vision einen Nischen Marktplatz für das Thema Hanf entstehen zu lassen. Es soll jedoch weit aus mehr als nur ein reines B2B & B2C Geschäftsmodell werden. Viel mehr geht es uns darum, dem Hanf den Stellenwert in unserer heutigen Industrie, sowie Gesellschaft zu geben, die diese verdient hat. Hanf ist nicht nur ein Rohstoff für die Bauindustrie & Kleidungsindustrie sondern hat ihren Platz auch im Bereich Medizin verdient.

Cannaable soll der Zusammenschluss aus Information, Handel & Transparenz werden. Die Anlauf- und Drehstelle für alles rund um das Thema Hanf.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da gab es bereits einige, ich habe mal versucht mich auf 4 zu beschränken. (1) Bspw. direkt nach der Erstellung des Konzepts ging es zuerst darum, ein passendes Team aufzusetzen und Partner zu finden, welche sich am Unternehmen beteiligen wollen. Heißt: Unser Ziel war es jeden Teilbereich des Unternehmens durch eigene Expertise abzudecken und dabei Kosten zu sparen. Da wir eigenfinanziert sind war dies absolut notwendig. Glücklicherweise konnten wir unsere Partner von unserem Konzept überzeugen und so ein Team, bestehend aus Experten im Bereich Marketing, Vertrieb, Design, Entwicklung und Content-Creation zusammenstellen. (2) Auch gab es viele Herausforderungen bei der Entwicklung des Markplatzes und dem Schaffen des sogenannten „Händlerbackends“, was wir mit unseren Entwicklern jedoch auf Basis einer eigens entwickelten Technologie erfolgreich realisieren konnten. (3) Parallel beschäftigte uns das Thema Zahlungsarten für unseren Marktplatz: Die Anbindung von Zahlungsdienstleistern hatte uns einiges an Aufwand gekostet, aber auch diese Thematik konnten wir meistern.

Einige wenige Zahlungsdienstleister, welche die Vermarktung von CBD zulassen konnten wir ausfindig machen und anbinden, der Großteil lehnt die Vermarktung dieser Produkte jedoch weiterhin strikt ab. (4) Nun waren wir technologisch soweit und mussten herausfinden ob die Geschäftsidee auch bei den Händlern anklang findet. Die Herausforderung war die Kalt-Akquise und glücklicherweise konnten wir auch diese Hürde nehmen und mehr Pilothändler als geplant für unseren Marktplatz gewinnen. Finanzierung: Bisher sind wir noch eigenfinanziert. Florian und ich bereiten uns aktuell jedoch schon auf erste Gespräche mit potentiellen Investoren & Business Angels vor und befinden uns gerade in der Phase, einen passenden Partner für unser Unternehmen zu finden. 

Cannaable hanf cannabis

Wer ist die Zielgruppe von Cannaable ?

Während dem Erstellen des Proof-of-Concepts ist uns eines besonders aufgefallen: Die Zielgruppe „Hanf“ lebt dieses Interesse förmlich und identifiziert sich häufig nicht nur mit den Proukten einer Kategorie, sondern greift auf Grund der vielfältigen Einsetzbarkeit & Nachhaltigkeit, auf Produkte aus verschiedenen Kategorien zurück. Auf Grund von unserer angebotenen Artikelvarianz schaffen wir allen Kunden eine zentrale Anlaufstelle, den sogenannten „one-stop-shop“. Somit ist unsere Zielgruppe breit aufgestellt und besteht sowohl aus Personen die an veganen Produkten (bspw. Lebensmittel), an Kosmetikprodukten oder aber auch an CBD-haltigen Produkte interessiert ist.

Natürlich alle basierend auf Hanf. Auch entwickeln wir unser Geschäftsfeld stetig weiter und ich arbeite an einem Konzept für die Anbindung von medizinischem Cannabis auf unserer Plattform. Dies wollen wir im Schritt 2 auf unserer Plattform verankern, da auch hier seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ (März 2017) medizinisches Cannabis in Deutschland verschreibungsfähig ist, dieser Bereich des Marktes weiter wächst und sich das Angebot und die Nachfrage vervielfachen. Das heißt: Mittelfristig gehören auch Medizinal-Cannabis Patienten zu unserer Zielgruppe.

Wie funktioniert Cannaable  Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Cannaable funktioniert als klassischer Marktplatz, nur eben als Nischenmarktplatz. Extra kreiirt für die bereits gennante Zielgruppe. Die Vorteile liegen nicht nur auf Seiten der Händler, sondern auch auf Seiten der Kunden. Während Händler unter der Problematik der Vermarktungsschwierigkeit leiden – Google, Facebook, etc. blockieren das Schalten von Ads für CBD Produkte -, schaffen wir hier als digitaler Partner Abhilfe und generieren über unsere mehrdimensionale Strategie den notwendigen Traffic. Mehrdimensionale Strategie bedeutet: wir betreiben viele weitere Nischenseiten über die wir den Traffic wieder zum Markplatz zurückführen.

Dazu gehören unser Blog „Das Hanfblatt“, oder unsere „Produktvorstelungs- und Produktvergleichsseiten“, um nur einige wenige zu nennen. Die Kunden jedoch profitieren von der Transparenz, den Vergleichsmöglichkeiten und wir schützen vor unseriösen Anbietern, da wir jeden Händler persönlich überprüfen, bevor wir ihm Zutritt zum Marktplatz gewähren. Auch profitiert der Kunden davon, eine Anlaufstelle für vielerlei Produkte zu erhalten.

Cannaable, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Pläne für 2020 sind groß, wir hatten in 2019 verschiedene Hürden erfolgreich meistern können und haben seitens der Händler bereits vielfache Zusagen, welche unser Geschäftsmodell bestätigen. Nun geht es im nächsten Step darum, genügend Kundschaft/Traffic auf unserem Marktplatz zu generieren und darum, einen passenden Investor für uns zu finden, um unsere Strategie zu realisieren. Auf Wachstum und Weiterentwicklung liegt also der Fokus. Der Medizinalcannabis Bereich ist einer der größten Hürden, aber entsprechend auch einer der größten Visionen. Wir möchten Apotheken und Patienten über unseren Marktplatz verbinden. Zusätzlich Aufklärung und Transparenz schaffen. Außerdem soll nach dem europäischen Bereich ebenfalls der große Bereich US & Kanada angegangen werden, da diese Länder eine wesentlich offenere Cannabis Politik führen.

Sollten unsere Pläne jedoch für uns sprechen, könnte ich mir vorstellen ein eigenes Start-Up-Lab gemeinsam mit Florian zu betreiben, um allen jungen Gründern, Visionären und Ideengebern eine Anlaufstelle zu bieten, innerhalb der sie sich frei entfalten und von unserer Förderung und Erfahrung profitieren können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Starten, Starten, Starten —> Lieber startet ihr früher, als zu spät.

Der perfekte Startzeitpunkt werdet ihr nie erwischen, somit beginnt mit eurer eigenen Reise und plant nicht zu weit voraus. Das Team entwickelt sich während dem Prozess und nicht in der Planung davor.

Wenn ihr 100% hinter eurer Idee steht, dann sucht euch ein Team, welches zu euch passt und beginnt eure Reise gemeinsam. Während dieser Reise seid offen für Neues – hinterfragt & reflektiert euch in Teilabschnitten und vor allem: Hört auf euer Bauchgefühl. 

Diese Punkte sind meines Erachtens mit unter die Wichtigsten, die ein Gründer mitbringen muss.

Wir bedanken uns bei Florian Bein und Sascha Wiebelt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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