Machen statt nur darüber nachzudenken

CampusNXT Plattform für Studenten rund ums Studium

Stellen Sie sich und das Startup CampusNXT doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Niclas Weisl (20) und ich habe zusammen mit meinem ehemaligen Schulkamerad Gustav Lund (19) CampusNXT gegründet. Kurz nach der Gründung haben wir Jawed Temori, einen sehr erfahrenen Programmierer, als Gesellschafter/Gründer mit aufgenommen.
Gemeinsam haben wir dann eine Plattform aufgebaut, die es erlaubt, seine gebrauchten Lehrbücher online zu stellen und zu vertreiben. Darüber hinaus können die Studenten Zusammenfassungen zu bestimmten Themengebieten hochladen und erwerben. Dafür haben wir ein Bewertungssystem entwickelt, um die Qualität der erstellten Zusammenfassungen zu gewährleisten. Schritt für Schritt wollen wir so jeden Bereich der Universitäten digitalisieren und ein soziales Netzwerk aus Informationen explizit für Studenten schaffen.

Wie ist die Idee zu CampusNXT entstanden?
Entstanden ist die Idee aus einem Problem heraus. Meine Schwester, die ein paar Jahre älter ist als ich, hat sich beschwert, dass Gesuche und Anzeigen für Lehrbücher weit verstreut sind. Mal sind Anzeigen auf dem schwarzen Brett in der Uni zu finden, manchmal in Facebook-Gruppen.
Aus diesem Problem heraus haben wir dann die Lösung entwickelt, CampusNXT zu gründen und das Wissen an einem Ort zu bündeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die erste große Herausforderung war, einen geeigneten Programmierer zu finden. Gustav Lund ist zwar ein sehr begabter Pro-grammierer, allerdings brauchten wir noch mehr technische Unterstützung. Also sind wir in die LMU und TU in München gefahren und haben Zettel ausgehangen „Suchen Programmierer, bieten Firmenanteile“. Daraufhin hat sich erst einmal gar nichts getan. Nur sehr langsam gingen die ersten Bewerbungen ein. Bis wir dann nach unzähligen Gesprächen den richtigen Programmierer gefunden haben, der auch zu uns passt, hat es uns sehr viel Aufwand und Intuition gekostet, den Richtigen auszuwählen. Jetzt sind wir aber sehr glücklich, so viel Mühe in die Auswahl des dritten Teammitgliedes gesteckt zu haben.

Die Finanzierung haben wir dann erst einmal selbst übernommen. Wir haben die Rechtsform GmbH und extrem Lean gegründet, was nun zu meinem Aufgabenbereich gehört. Es gibt zwar erste Investor-Anfragen, doch bei einem Early-Stage-Startup hat man bei den Verhandlungen wenig Spielraum. Deswegen haben wir uns entschlossen, erst einmal ohne Investor in den Launch (April 2018) zu gehen.

Wer ist die Zielgruppe von CampusNXT?
Die Zielgruppe sind Studenten, die sich entweder Geld und Zeit sparen oder Wissen von anderen Studenten erwerben wollen. Das Gute an unserem Konzept ist, dass fast jeder Student unter unsere Zielgruppe fällt, da wir mit unserer App die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen der heutigen Studenten, die sog. Generation Y, bedienen.

Aus Investoren-Sicht ist CampusNXT sehr spannend. Wir erheben explizite Informationen über Studenten, die beispielsweise für die Auswahl des perfekten Arbeitnehmers interessant werden können, um nur ein Beispiel zu nennen. Wir können unser Konzept leicht international anwenden und unser Konzept ist überaus skalierbar.

Wie funktioniert CampusNXT?
CampusNXT passt sich den Vorlieben der Studenten an. Wir haben ein Filtersystem entwickelt, welches sich vom User individuell anpassen lässt. Dies bringt uns in die erstrebenswerte Lage, nicht nur als Vermittlungsportal aufzutreten, sondern den ersten Schritt Richtung Social Network gehen zu können. Wir haben versucht, die App smart zu entwickeln. Das heißt der Benutzer spart sich Geld, Zeit und er hat Zugriff auf einen Wissensschatz, der zwar vorhanden ist, aber erst durch CampusNXT eine Plattform findet.

Welche Vorteile bietet CampusNXT?
Neben den schon aufgeführten Vorteilen -Zeit, Geld, bessere studentische Leistungen- werfen wir ein Hauptaugenmerk auf den Klima- und Umweltschutz.
Bei einer Universitätsgröße von 40.000 Studenten, kann durch CampusNXT circa 936.000 kg CO2 eingespart werden. Zur Relation: Dies entspricht einem Auto das 4,15 Jahre non-stop durch fährt. Ganz schön lang, oder?

Wir haben eine tiefe Überzeugung, dass ein Startup in diesem Zeitalter nur dann nachhaltig wirtschaften kann, wenn ein so wichtiges Thema wie Umweltschutz mit in den Unternehmenskern eingegliedert wurde.

CampusNXT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Studenten sind die Zukunft. Unsere Vision ist es, das gesamte Unileben zu digitalisieren und für die Studenten dieses so einfach wie möglich zu gestalten. In fünf Jahren haben wir hoffentlich viele engagierte und genauso von der Idee begeisterte Mitarbeiter und sind gerade dabei, in das fünfte Land zu expandieren, haben weiterhin viel Spaß an unserer Arbeit und hören nie auf zu innovieren!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Machen statt nur darüber nachzudenken.
2. Es gibt für jede Herausforderung eine Lösung (das vergisst man oft im stressigen Alltag)
3. Immer weiter machen, egal wie hart es wird!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Niclas Weisl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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