Seid euch bewusst, dass das Gründen eines Startups unheimlich zeitintensiv ist

CALUMIA app-gesteuerte LED-Shirts als innovativen Marketingkanal für Events

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen CALUMIA doch kurz unseren Lesern vor.
Mein Name ist Nicolaj Meß und ich bin Mitgründer und Geschäftsführer der CALUMIA UG.
Wir entwickeln und produzieren app-gesteuerte LED-Shirts als innovativen Marketingkanal für Events. Unternehmen nutzen hierbei unsere LED-Shirts für Messeauftritte, Firmenveranstaltungen oder Guerilla-Marketingmaßnahmen. Über eine App lassen sich live ganz bequem Logos, Animationen, Texte und vieles mehr anzeigen. Unser LED-Shirtmit den individuellen Logos unserer Kunden bleibt den Menschen nachhaltig in Erinnerung und erhöht so die Wahrnehmung der jeweilig beworbenenMarke der Unternehmen. Hierzu bieten wir den Unternehmen u.a. ein All-Inclusive-Package an, in welchem wir unsere LED-Shirts, Smartphonesmit unserer App und die Erstellung von Animationen bereitstellen. Zurzeit bieten wir hierfür verschiedene Mietmodelle an.

Wie ist die Idee zu CALUMIA entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind ein Team aus fünf Studierenden und kennen uns zu einem Großteil noch aus der damaligen Schulzeit. Ich war schon immer begeisterter Anhänger von der ersten Generation der LED-Shirts. Diese können allerdings nur ein einziges Motiv anzeigen und können nur vordefiniert in verschiedenen Farben beleuchtet werden – natürlich ohne App. Da dachte ich, dass sowas doch auch besser und individueller gehen muss. So ist die Idee der app-gesteuerten LED-Shirts entstanden.

Von der Idee bis zum Startup was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die technische Umsetzung eines LED-Shirts ist nicht so leicht, wie man anfangs glaubt. Da gibt es einerseits nahezu unendliche Probleme, mit denen man teilweise niemals gerechnet hat. Darüber hinaus sind wir alle noch Studierende mit teils zwei Nebenjobs. Diese zeitliche Belastung nebenher ist nicht unerheblich und schränkt die Möglichkeiten für das eigene Startup ein.
Unser Startup ist bis jetzt komplett eigenfinanziert, wir sind aber momentan in konstruktiven Gesprächen mit Business Angels.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir sind noch am Anfang unserer Reise. Gegründet haben wir uns im März, an der Geschäftsidee und Umsetzung arbeiten wir dagegen schon über ein Jahr. Nun haben wir erste Kunden und bekommen jeden Tag wertvolles Feedback, um unser Produkt stetig zu verbessern. Nebenher ist die Entwicklung unseres teilautomatisierten Herstellungsprozesses nahezu abgeschlossen, dann können wir noch qualitativ hochwertigere LED-Matrizen in größeren Stückzahlen als bisher produzieren.

Wer ist die Zielgruppe von CALUMIA?
Im B2B-Bereich adressieren wir innovative Unternehmen, die neue Wege im Kundenkontakt probieren möchten. Denn wann ist Ihnen zuletzt ein klassisches Printplakat nachhaltig in Erinnerung geblieben? Damit Werbebotschaften wieder in den Köpfen bleiben, haben wir unsere app-gesteuerten LED-Shirts entwickelt.
Im B2C-Bereich adressieren wir technikaffine Menschen im Alter von 16-35 Jahren, die gerne im Mittelpunkt stehen.

Wie funktioniert die LED-Technik von CALUMIA?
Wir haben eine flexible Folienmatrix mit 21×21 = 441 LEDs entwickelt. Über Klettpunkte lässt sich die Technik ganz einfach vom Shirt trennen. Das T-Shirt selbst besitzt von innen eine spezielle Flauschoberfläche, sodass der Klett von innen optimal halten kann. Über einen kleinen Controller in der Hosentasche wird die LED-Matrix mit Strom versorgt und der Controller kommuniziert gleichzeitig über WLAN mit dem Smartphone, um die Befehle live zu übertragen.

CALUMIA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten unsere LED-Shirts weiter etablieren und unser Produkt in der Zukunft auch für den B2C-Markt zugänglich machen. Des Weiteren haben wir noch viele zahlreiche Ideen in unserem Segment, die wir gerne umsetzen würden. Doch wir sind Realisten genug, um zu wissen, dass dies noch ein langer und schwieriger Weg sein wird, wir sind aber absolut motiviert, im Team unsere Vision wahrwerden zu lassen. Die Zeit wird letztendlich zeigen, wo wir in fünf Jahren stehen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern auf den Weg geben?
Seid euch bewusst, dass das Gründen eines Startups unheimlich zeitintensiv ist. Es macht aber unheimlich Spaß, seine eigenen Ideen zu verwirklichen. Kurz: DRANG ZUR SELBSTVERWIRKLICHUNG
Außerdem ist das Team unheimlich wichtig. Man hört es oft: „Die Idee ist nur so gut wie das Team“. Und das stimmt wirklich! Achtet bei der Teamwahl unbedingt auf eine ausreichende Motivation der einzelnen Teammitglieder (inkl. der vorhandenen Zeit an dem Projekt zu arbeiten). Achtet zudem auf eine möglichst breite Verteilung der verschiedenen Kompetenzen. Kurz: MOTIVIERTES UND KOMPETENTES TEAM!
Seid euch bewusst, dass ihr in einem Moment himmelhoch jauchzend und einen Moment später zu Tode betrübt sein werdet. Das gehört zum Startup-Leben dazu. Haltet durch, es lohnt sich! Kurz: DURCHHALTEVERMÖGEN!

Wir bedanken uns bei Nicolaj Meß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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